Der Beriff Horeca ist die Abkürzung für HOtel/REstaurant/CAfé oder auch
HOtel/
REstaurant/
Catering und stellt die Gesamtheit des
Gastgewerbes dar.
Zahlen
Deutschland: Über die mittelständische
Wirtschaft hat die Branche des Gastgewerbes über eine Million Beschäftigte und mehr als ca. 100.000 Auszubildende in 240.000 Betrieben. Sie erwirtschaften einen Jahresnettoumsatz von ca. 55,5 Milliarden Euro (Zahlenquelle
DEHOGA).
Die größte Gruppe innerhalb der Branche sind die
Hotels (Gesamtübersicht siehe
Beherbergungsbetriebe),
Bars und
Gaststätten, sie machen über 70 % der Arbeitsplätze aus. Weitere Arbeitgeber sind untere
Gastronomiebetriebe (Übersicht), aber auch
Campingplätze,
Jugendherbergen und
Kantinen.
Bars
Der Begriff Bar kommt aus dem englischen Sprachbereich für bar = Stab,
ursprünglich französischen Sprachbereich für barre = Stange, was ein
Hindernis, eine Schranke verdeutlicht und mithin einen hohen
Schanktisch. Bars verkaufen Getränke wie
Bier,
Cocktails und Drinks zum Verbrauch an Ort und
Stelle. Die Bar ist das Sinnbild für Kommunikation, Spaß und
Unterhaltung mit begleitender Musik.
Cafés
Der Begriff Café kommt aus dem französischen Sprachbereich und bedeutet
Kaffee. Das Café gehört zur Kategorie der
Gaststätten.
Die Bewirtungsstätten bieten auch
Speisen an,
insbesondere Konditoreierzeugnisse und sowie natürlich
Getränke. Das Kaffeehaus hat seine Tradition in
Wien und in dem berühmten Wiener Kaffeehaus. Das älteste noch bestehende
Wiener Kaffeehaus ist das Cafe-
Restaurant Frauenhuber, Himmelpfortgasse 6 in 1010 Wien. Einen tollen Überblick
über Wiener Kaffeehäuser und die Kaffeekultur bietet die Seite
http://members.chello.at/walter.kreindl/
Caterer
Das
Catering betrifft die
Dienstleistung des liefern und
servieren vorher gefertigter
Speisen und Getränke an bestimmte Einrichtungen wie
Fluggesellschaften
etc. oder Gesellschaften für bestimmte Anlässe
Diskotheken
Der Begriff Diskothek kommt aus dem griechischen Sprachbereich und
steht für Discos = Scheibe und Theke = Behältnis und bezeichnete
ursprünglich eine Sammlung von Tonträgern wie Schallplatten oder
Tonbänder.
Heute ist es ein geläufiger Begriff für Lokale mit Getränkeausschank
und Tanzmusik sowie eventuell mit einem
Eventprogramm.
Eine Diskothek ist ein Gastronomiebetrieb, in dem an Wochenenden oder
an anderen regelmäßigen Terminen Tanzveranstaltungen stattfinden. Von
Disc-Jockeys (Abkürzung ‚DJs’) wird über professionelle
Lautsprecheranlagen Tonträger abgespielt. Diskotheken werden auch als
Club oder Nachtclub geführt.
Eisdielen
Eine Eisdiele ist ein Gastronomiebetrieb, in dem insbesondere
Speiseeis sowie ein begrenztes Sortiment an Getränken zum Verzehr an Ort und
Stelle oder zum Mitnehmen angeboten wird.
In Deutschland gibt es etwa 4.000 Eisdielen oder Eiscafés, von denen
die Mehrzahl von Italienern geführt wird. Speiseeis wird seit dem
älteren Mittelalter hergestellt. Ab dem 19 Jahrhundert haben Italiener
vorwiegend aus dem Raum der
Dolomiten wegen der dort vorherrschenden
Armut den Broterwerb auf das Eismachen verlegt. Viele gingen nach
Deutschland und Österreich und verbreiteten die
Kultur der Speiseeisherstellung schließlich in ganz Europa.
Imbisshallen
Die Imbisshallen und Imbissstände haben einen großen Anteil am
Außer-Haus-Markt hat. In Deutschland gibt es 21.000 Imbisse, sie geben
nach den Bäckereien die meisten Essen aus (Stand Ende 2008), wobei ca.
50 % der Imbisse deutsche
Fast-Food Gerichte
anbieten.
Ordnungsamtsrechtliches Kennzeichen eines Imbissstandes sind
Stehtische, bei Sitzgelegenheiten ist dem
Ordnungsamt eine
Toilette nachzuweisen.
Kantine
Der Begriff Kantine kommt aus dem italienischen Sprachbereich von
cantina = Flaschenkeller und ist eine
Gaststätte einer
Firma oder einer öffentlichen
Einrichtung, in der die Verköstigung von Mitarbeitern, aber auch anderen
Personen statt findet. Besucher müssen meist oft einen höheren
Essenspreis bezahlen. Kantinen dienen also der
Gemeinschaftsverpflegung.
Kantinenarten: Betriebskantinen und Bürokantinen; Mensen, Messen und
Schulkantinen.
Gemäß einer Studie der sich leider in Auflösung befindlichen CMA
Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH i.L.
->www.cma.de werden pro Jahr in
deutschen Kantinen 2,24 Milliarden Besucher und 5,12 Milliarden Euro
Umsatz gemacht (Untersuchung vor dem Jahr 2004)).
Als eine der besten Kantinen Deutschlands empfehlen wir bei einem
Leipzig Besuch die Kantine im Neuen Rathaus der Stadt Leipzig c/o
Ratskeller der Stadt Leipzig GmbH.
->www.kantine-leipzig.de
Restaurants /
Speisewirtschaften
Der Begriff Restaurant kommt aus dem französischen Sprachbereich von
restaurer = sich erneuern, stärken. Restaurants sind Speisewirtschaften
und abhängig von einer Erlaubnis nach dem deutschen Gaststättengesetz.
Für alle Restaurants trifft zu, dass sie als Bewirtungsstätten mit dem
Verkauf von Speisen sowie damit verbundenem Verkauf von Getränken, unter
Umständen auch mit begleitendem Unterhaltungsprogramm, beschäftigt
sind. Heutzutage ist ein Restaurant eine Gaststätte im gehobenen
Segment.
Der
Service ist in den einzelnen
Leistungskategorien der Restaurants der gleiche, die Servicebandbreite
und Servicequalität unterscheidet sich natürlich sehr. Restaurantarten
gibt es deshalb wie folgt:
Imbiss,
Schnellrestaurant,
Systemgastronomie im
Full-Service-Segment, Restaurant als
gehobene Gaststätte mit Stern,
Haute Cuisine gemäß des
Restaurant
Magazin – beste Restaurants siehe dort im update ab dem Jahr 2009.
Schankwirtschaften
Die Schankwirtschaften sind Bewirtungsstätten mit Ausschank von
Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle. Rechtlich gesehen ist solch ein
Betrieb nach der Gaststättenkonzession abhängig nach dem deutschen
Gaststättengesetz und der Konzession einer ‚Schankwirtschaft’ und werden
deshalb auch so bezeichnet.
Durch die historischen und regionalen Entwicklungen haben sich
unterschiedliche Bezeichnungen der Schankwirtschaften entwickelt, es
gibt:
Biergarten,
Kneipe,
Dorfkrug,
Kretscham,
Krog,
Pub,
Schänke,
Wirtschaft
Tanzlokale
Tanzlokal ist die veraltete, aber romantische Bezeichnung für
Diskothek, siehe oben
Trinkhallen
Bei dem Begriff Trinkhalle assoziiert man heute alles zwischen dem
schmuddeligen Kiosk, der hippen Bezeichnung von In Lokalen der gerade
angesagten Schickeria bis zum tatsächlichen Sein als Verkaufsstätte für
alkoholische, nichtalkoholische
Getränke und
Wasser sowie
Dinge des täglichen Bedarfs wie bestimmte
Lebensmittel,
Süßwaren, Tabak, andere
Genussmittel sowie
Zeitschriften, aber auch
Dienstleistungen wie
Lotto und andere.
Die ersten Trinkhallen entstanden in den Ballungsgebieten wie Berlin
und dem Ruhrgebiet während des Industriezeitalters in der zweiten Hälfte
des 19. Jahrhunderts.
Ihren speziellen Charme entwickeln sie, wenn man in Duisburg ein Bier
an einer Trinkhalle bestellt und an Schimanski denkt und in
München am dort so bezeichneten Kiosk,
reminisziert man denn dort den unvergessen Helmut Fischer alias Monaco
Franze, den ewigen Stenz. Weitere Bezeichnungen für Trinkhalle: Bude im
Ruhrgebiet, Kaffeeklappe in Hamburg, Spätkauf in Berlin, Wasserhäuschen
in Frankfurt am Main
Vergnügungslokale
Vergnügungslokal ist ein veralteter Begriff für Diskothek, siehe oben
Kleinunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten machen die Mehrheit oberer Betriebe aus. Etwas über die Hälfte der Beschäftigten sind Frauen.
Horeca ist weiterhin ein Wirtschaftsbegriff aus der Markenartikelindustrie. Horeca und hier besonders
FMCG Artikel bezeichnen auch einen Bereich der Vertriebskanäle.
Fachbegriff Marketing and Sales