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Versicherungsschutz für Hoteliers - Sachwerte wirkungsvoll absichern

Freitag, 18.07.2014
Hoteliers arbeiten hart für ihren Erfolg und investieren viel in die Substanz des Betriebes. Mit der Zeit sammeln sich dabei hohe Werte an. Mit diesen Werten steigt aber auch das Risiko: Wie lassen sich diese Sachwerte wirkungsvoll absichern? Wie sieht eine Versicherung aus, die möglichst keine Gefahren unberücksichtigt lässt und im Schadenfall auch sicher zahlt?
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Aktuell buhlen viele Anbieter mit verschiedenen Modellen um Kundschaft. Makler bieten Versicherungspakete mit mehreren abgestimmten Policen an. Hinzu kommen so genannte Multi-Risk-Konzepte und Allgefahrendeckungen, die speziell auf Hotelbetriebe abgestimmt sind.

Vor der Versicherung kommt die Beratung
Um einen wirkungsvollen Versicherungsschutz zu bieten, ist es notwendig, die Gesamtsituation im Unternehmen vorab zu analysieren und Risiken zu bewerten. Erst dann kann ein integriertes, ganzheitliches Versicherungskonzept erstellt werden. Dieses deckt substanzielle Gefahren ab, lässt sich flexibel anpassen und bleibt dabei bezahlbar.

Dazu müssen zunächst alle Sachwerte (Gebäude und Inventar) katalogisiert werden und daraus die notwendige Versicherungssumme (VS) ermittelt werden. Denn liegt im Schadenfall eine Unterversicherung vor, zahlt die Versicherung später nur einen Teil der entstandenen Kosten.

Ein Beispiel: Der Wert eines Hotels wurde mit einer Million Euro festgelegt. Nach einem Brand kommt ein Gutachter der Versicherung und stellt fest, dass die Sachwerte mit 1,5 Millionen Euro hätten versichert werden müssen. Die Folge: Vom Schaden werden nur zwei Drittel übernommen, auf dem Rest bleibt der Hotelier sitzen.

Bei der Ermittlung der VS müssen unbedingt neben den Gebäude- und Inventarwerten auch Eigenleistungen, Modernisierungen, Miet- und Leasinggegenstände und das Eigentum der Gäste mit eingerechnet werden.

Kalkulation des Selbstbehalts
Häufig muss jedoch nicht jedes kleine Risiko abgesichert werden. In allen Bereichen, wo ein zu erwartender Schaden äußerst gering ist oder die Eintrittswahrscheinlichkeit gegen Null geht, kann man den Selbstbehalt erhöhen. Damit lassen sich die Kosten der Police erheblich reduzieren, ohne den essentiellen Versicherungsschutz zu gefährden.

Nun geht es an die Auswahl der richtigen Versicherungsleistung. Viele herkömmliche Verträge versichern einzelne Gefahren separat. Dadurch entstehen Versicherungslücken und Überschneidungen. Tritt ein Schaden ein, gibt es Zuordnungsprobleme und Streit darüber, wer für welchen Schaden aufkommt.

Ein weiterer Nachteil: Der Versicherte erhält einen Ordner voller Policen, Versicherungsbedingungen und Ausschlüssen. Dabei will man ja bei Abschluss wissen was im Vertrag steht. Und da hapert es auch beim Multi-Risk. Häufig werden da die Gefahren aufgezählt, die versichert sind und die Ausschlüsse im "kleingedruckten" versteckt.

Allgefahrendeckung speziell für Hoteliers
Ideal für Hotelbetreiber sind moderne Allgefahrenkonzepte, die mit einem kurzen und klar strukturierten Vertragswerk aufwarten. Dort sollten die Gefahren aufgelistet sein, die nicht versichert sind. Denn diese Liste ist deutlich kürzer! So kann der Versicherungsnehmer davon ausgehen, dass alles, was nicht ausdrücklich erwähnt wurde, im Schadenfall ersetzt wird.

Allgefahrendeckungen versichern heute viele Risiken, die über branchenüblich nicht abgedeckt sind. Genannt seien beispielhaft Wasserschäden über normale Leitungswasserschäden hinaus, Schäden an Hohlgläsern, Wind- und Sturmschäden an Markisen bei geringen Windstärken.

Betreuung inklusive
Neben Topkonditionen und einem umfassenden Versicherungsschutz sollten Anbieter von Allgefahrendeckungen aber noch mehr bieten. So sollte der Versicherungsnehmer schon eine umfassende Beratung vor Vertragsabschluss erhalten (Stichwort Versicherungsumme), die während der Vertragslaufzeit fortgeführt wird. Nur wer seinen Vertrag regelmäßig überprüfen lässt, erhält sich auch den notwendigen Schutz.

Im Schadenfall sollte der Versicherungsnehmer Unterstützung bei der Durchsetzung seiner Forderungen bekommen und nicht mit dem Versicherer alleine gelassen werden. Im Zweifel muss der Makler gemeinsam mit der Versicherung den Schaden begutachten und die Bewertung "moderieren".

Und zu guter Letzt noch einen Tipp: Schließen Sie eine Versicherung mit Beweislastumkehr ab. Im Zweifel müssen dann nicht Sie den Nachweis erbringen, alles richtig gemacht zu haben, sondern der Versicherer.

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