Unterhaltungsautomatenwirtschaft im Umbruch
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Parallelmeldung zur IMA: 2011 Ein Jahr der Konsolidierung für die Unterhaltungsautomatenwirtschaft

20.01.2011 | ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V. an der Universität München

Die im Winterhalbjahr 2009/10 kräftige Weltkonjunktur hatte seit dem Frühjahr an Schwung verloren. Im Mittel wuchs die globale Produktion 2010 real um etwa 4,7 %. Der ifo World Economic Survey signalisiert eine weitere Abschwächung der Dynamik. Für 2011 wird mit einem Zuwachs von 3,6 % gerechnet

VDAI Vorsitzender Paul Gauselmann zieht Bilianz und gibt einen Ausblick zur aktuellen Situation der deutschen Automatenwirtschaft / Copyright: IMA / Christopher Rausch
VDAI Vorsitzender Paul Gauselmann zieht Bilianz und gibt einen Ausblick zur aktuellen Situation der deutschen Automatenwirtschaft / Copyright: IMA / Christopher Rausch

Die verbesserte preisliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands hatte in Verbindung mit günstigen Finanzierungsbedingungen und einer weltweit starken Nachfrage nach deutschen Industrieerzeugnissen eine rasche Erholung ausgelöst. Das Bruttoinlandsprodukt ist nach Einschätzung des ifo Instituts vom Dezember 2010 im Jahresdurchschnitt um 3,7 % ausgeweitet worden.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt kann 2011 real um 2,4 % expandieren. Ein Schub wird vor allem von der Binnennachfrage erwartet, insbesondere von den Investitionen. Deutschland expandiert zum zweiten Mal in Folge stärker als der Euroraum. Die Arbeitslosigkeit dürfte im Durchschnitt 2011 um 300.000 Personen sinken.

Das bessere Konsumklima 2011 wird zu einer Beschleunigung des Anstiegs beim privaten Verbrauch führen. Während er 2009 – in laufenden Preisen gerechnet – um 0,2 % gesunken war, stieg er 2010 nach ersten Schätzungen um 2,4 % an und wird 2011 um 3 % zulegen, stärker als jemals in den letzten zehn Jahren. In konstanten Preisen betragen die Veränderungsraten für die drei Jahre -0,2 %, 0,5 % und 1,4 %.

Die Verbände der Unterhaltungsautomatenwirtschaft sind optimistisch, dass es im Ergebnis der aktuellen Diskussion um den Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) zu einer vernünftigen, marktwirtschaftlichen Regulierung kommen wird, die

- den schon bestehenden strikten Spielerschutz beim gewerblichen Geldgewinnspiel anerkennt,
- der Unterhaltungsautomatenwirtschaft den notwendigen unternehmerischen Freiraum für ein attraktives Spielangebot belässt,

so dass sich die Branche im Wettbewerb mit der staatlichen und staatlich konzessionierten Konkurrenz ebenso wie gegenüber den nicht regulierten Glücks- und Gewinnspielangeboten weiterhin behaupten kann.

Aus dieser Perspektive wird der gegenwärtige Investitionsattentismus - der im Kontrast zu dem ansonsten guten Investitionsklima in Deutschland steht - als zeitlich beschränktes Phänomen bewertet. Die Konzipierung neuer Spielstättenstandorte wird vorsichtig angegangen. Das Entwicklungspotential an bestehenden Standorten wird – soweit betriebswirtschaftlich sinnvoll - weiter ausgeschöpft. Nach einigen guten Jahren durchläuft die Branche jetzt eine Phase der Konsolidierung.


Weitere Informationen:
Hans-Günther Vieweg
E-Mail: vieweg@ifo.de
Tel.: 089-9224-1362

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