DEHOGA hält nichts vom Spielautomatenverbot in Gaststätten
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DEHOGA hält nichts vom Spielautomatenverbot in Gaststätten

10.02.2011 | DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Nach einer Meldung in der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung, plant die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans (FDP) neue Regulierungen bei Spielautomaten. Auch von einem Verbot in der Gastronomie ist die Rede. Jugendschutz hat in unseren Betrieben höchste Priorität. Von einem Verbot der Spielautomaten halten wir aber grundsätzlich gar nichts
Die Art und Weise, wie man in Berlin das Suchtphänomen behandelt, ist absolut dilettantisch. Suchtprobleme lassen sich nicht einfach verbieten. Sie haben ihre Ursachen und diese müssen bekämpft werden. "Wenn man alles verbieten würde, was süchtig macht, müssten sich die Menschen  wahrscheinlich nur noch auf Intensivstationen aufhalten und künstlich ernährt werden", kommentiert der Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern, Uwe Barsewitz, den Vorstoß der Drogenbeauftragten.

Die Ursachen für Spielsucht liegen außerhalb unserer gastronomischen Einrichtungen. Es liegen keinerlei fundierte Untersuchungsergebnisse vor, nach denen die Spielsucht vor allem in der Gastronomie ausgelebt wird, und schon gar nicht darüber, dass Spielsucht hier entsteht. Zumal hier eine viel höhere öffentliche Kontrolle gegeben ist als anderswo. Die Vorwürfe von Frau Dyckmans können wir deshalb nicht nachvollziehen.

Es darf nicht sein, dass die Gastronomen und hier insbesondere die kleinen Kneipen, nach dem Rauchverbot wieder die Leidtragenden sind. Auch wenn sich die wirtschaftlichen Auswirkungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen lassen, bleibt festzuhalten, dass die Einnahmen aus den Spielautomaten für viele Imbissbetriebe und Schankwirtschaften von erheblicher Bedeutung sind. Wir schätzen, dass 50.000 bis 70.000 Spielautomaten deutschlandweit in unseren Betrieben vorhanden sind.

"Die Drogenbeauftrage sollte sich auf die Beseitigung der wirklichen Ursachen von Spielsucht konzentrieren und nicht populistische Banner aufpflanzen", so Uwe Barsewitz abschließend.


Weitere Informationen:
Uwe Barsewitz
Hauptgeschäftsführer
Pressesprecher

Deutscher Hotel- und Gaststättenverband / Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
Bleicherufer 23
19053 Schwerin

Tel.: 0385-59255 0
Fax: 0385-59255 20
E-Mail: uwe.barsewitz@dehoga-mv.de">uwe.barsewitz@dehoga-mv.de

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