Tarifabschluss im hessischen Gastgewerbe: 3,2 Prozent mehr Lohn für die Mitarbeiter in Hotellerie und Gastronomie
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Tarifabschluss im hessischen Gastgewerbe: 3,2 Prozent mehr Lohn für die Mitarbeiter in Hotellerie und Gastronomie

24.06.2011 | Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA Hessen e.V.
Der Arbeitgeberverband der hessischen Hotellerie und Gastronomie, DEHOGA Hessen e.V., und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben sich in der ersten Verhandlungsrunde am 22. Juni 2011 auf einen neuen Entgelttarifvertrag im Gastgewerbe geeinigt
(Wiesbaden, 24. Juni 2011) Der neue Tarifabschluss sieht eine Entgelterhöhung für alle Tariflohnempfänger in Höhe von 3,2 Prozent für eine Laufzeit von 15 Monaten vor. Damit schließt die Neuregelung direkt an den Entgelttarifvertrag vom 1. September 2009 an, der zum 31. Juli 2011 durch die Gewerkschaft gekündigt wurde.

Im hessischen Gastgewerbe sind rund 108.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt. An die 68.000 stehen in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen, von denen die Mehrheit tarifgebunden ist.

„Der Entgelttarifvertrag regelt die Mindeststandards im Bereich der Entlohnung von Beschäftigten und Auszubildenden im hessischen Gastgewerbe. Mit diesem Abschluss senden wir auch ein klares Signal zu verantwortungsvoller Lohnpolitik in der Branche“, so Gerald Kink, neuer Vorsitzender der Tarifkommission des DEHOGA Hessen.

DEHOGA Hessen Präsident Reinhard Schreek würdigte insbesondere das zügige Verhandlungsergebnis in Hinblick auf die Vergütung der Auszubildenden in Hotellerie und Gastronomie: „Wir stehen nunmehr in Hessen an der Spitze und zahlen bundesweit die höchsten Ausbildungsvergütungen in der Branche. Das sind im ersten Lehrjahr 615,00 Euro. Und dies hat seinen guten Grund – gut ausgebildete junge Menschen sind die beste Investition in die Zukunft und unsere Antwort auf den Fachkräftemangel.“

Dabei machte Schreek auch deutlich, dass die Attraktivität der Ausbildung in erster Linie in den Betrieben sichergestellt wird und die Frage der Vergütungen zwar ein wichtiger Anreiz, aber nachrangig sei.

DEHOGA Verhandlungsführer Gerald Kink, der ein mittelständisches Privathotel in Wiesbaden führt, erinnerte allerdings auch ausdrücklich an die Herausforderungen der Branche, die es vor allem in der Gastronomie in den ländlichen Regionen Hessens zu bewältigen gilt: „Hier ist der konjunkturelle Aufschwung nicht in dem gleichen Maße angekommen wie beispielsweise im Rhein-Main-Gebiet.“

Umso mehr sei jedoch eine faire und attraktive Entlohnung von Bedeutung, um qualifizierte Mitarbeiter für die Branche zu werben. Vor diesem Hintergrund sei die Erhöhung ab dem 1. August 2011 vertretbar.

Ein derart rascher Abschluss ist nach den zähen Verhandlungsgesprächen nicht erwartet worden, zeigt jedoch, wie sehr sich die Sozialpartner ihrer Verantwortung gegenüber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bewusst sind und, „dass das Maß an konstruktiver Zusammenarbeit zum Wohle aller Beteiligten gestiegen ist“, so Präsident Schreek.


Kontakt:
Sebastian Maier
Referat Presse und Verbandskommunikation
DEHOGA Hessen e.V.
Auguste-Viktoria-Straße 6
65185 Wiesbaden

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