Trinkwasserhygiene 2. Teil: Problem der Durchflußmengen
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Trinkwasserhygiene 2. Teil: Problem der Durchflußmengen

07.09.2011 | LOex LOTZ Exim Trading
Und selbst bei Wasserhähnen mit Bewegungssensor, also denen, die ohne Anfassen funktionieren, fanden die Forscher viele Bakterien. Walter Dormagen vom TÜV Rheinland vermutet, dass das daran liegt, dass diese kontaktlosen Wasserspender nur geringe Mengen Wasser abgeben - und das bei geringer Durchflussgeschwindigkeit. Deshalb stehe das Wasser länger in der Leitung, was den Keimen erlaube sich leichter anzusiedeln.“
Die bekannten klassischen Sensorarmaturen für den Sanitärbereich - wurden mit dem Ziel entwickelt, Wasser zu sparen, um die Betriebskosten zu senken. Die dabei verwendeten Magnetventile besitzen Durchflußmengen um die +/- 6 Liter pro Minute. Weiteres werden Sparluftsprudler eingebaut, deren Durchflußmengen ebenso nur um die +/- 6 Liter pro Minute liegen. Diese geringen Wassermengen bedeuten jedoch ein hohes Potential an Stagnationswasser – Brutstelle für Verkeimung.

Ein anderer Aspekt: An den Sparluftsprudlern lagern sich durch die bremsende Wirkungsweise mehr, der im Wasser befindlichen Feststoffe (Kalk, Schmutz, Rost etc.) ab – eine zusätzliche und gern übersehene Brutstelle für Verkeimung. Hygiene wird bei diesen klassischen Sanitär-Sensorarmaturen bisher nur als „externes“ Problem angesehen und qua „berührungslose“ Bedienung der Armatur gelöst.

Heute wissen wir, dass Hygiene auch ein „internes“ Problem des Wassers bzw. der dieses Wasser transportierenden Anlage darstellt. Dem trägt die Trinkwasserverordnung mit umfassenden Vorschriften und Konsequenzen (§ 25 Abs. 17 Ordnungswidrigkeit) Rechnung. Das, was an Einsparungen in einem Objekt bisher erzielt werden konnte, wird aber in Zukunft durch die geforderten regelmäßigen Spülungen (Mindestdauer, Heißwassermindesttemperatur, Gesamtaufwand) einer Wasseranlage zunichte gemacht.

Da diese Maßnahmen auf die jeweiligen Anlagen abzustimmen sind, empfehlen wir, von vornherein nur Sensorarmaturen mit entsprechenden Fließmengen einzusetzen (www.loex.de/standarmaturen.html)

Ebenso sollte man nur Sensorarmaturen einsetzen, die eine automatisierte Heißwasserspülung (über 55°C, 5 Minuten Minimum) erlauben. www.loex.de/tl_files/loex/pdf/pdf_anleitungen/Bausatz%20fuer%20thermische%20Legionellenspuelung_08_09_01.pdf

Bei klassischen Sanitär-Sensorarmaturen ist das nur möglich, wenn das dazu notwendige Sperren der Kaltwasserzufuhr manuell – Schließen des Eckventils oder Einstellung auf Kalt am Bedienhebel – z.B. durch den Hausmeister durchgeführt wird. Die Forderung und Vorstellung, daß eine solche Maßnahme tatsächlich regelmäßig umgesetzt wird, ist wegen dieses Aufwands irreal, wäre aber zu hoffen.

Ein nicht unwesentlicher positiver Aspekt von höheren Durchflußmengen im täglichen Betrieb ist die kürzere Verweildauer an der Armatur. Der Spül-/Waschvorgang ist schneller abgeschlossen – ob am Arbeitsplatz oder in sanitären Anwendungen! Auch ein Behälter ist nun einmal bei 19 Liter pro Minute Durchflußmenge schneller gefüllt als bei mageren 6 Litern Durchflußmenge.

Das sind Vorteile für Betreiber wie für Nutzer, die sich rechnen.


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