Dichtheitsprüfung bei Leitungen für Abwasser bis 2015 vorgeschrieben
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Dichtheitsprüfung bei Leitungen für Abwasser bis 2015 vorgeschrieben

10.11.2011 | GQH Gesellschaft zur Qualitätssicherung im Hotel mbH

Auch für Hotellerie und Gastronomie ganz wichtig: Knapp 70 Prozent aller deutschen Hausanschlüsse sind undicht und müssen dringend saniert werden!

Diese maroden Abflussleitungen führen — beispielsweise, wenn es durch Hochwasser oder starken Regen zu Rückstauungen im gesamten Leitungsnetz kommt — zu überfluteten Kellern.

Sanierungsbedürftige Abflussleitungen belasten aber nicht nur im Schadensfall den Geldbeutel des Grundstückbesitzers/Eigentümers, sondern stellen auch eine massive Belastung für die Umwelt dar. Das Sickerwasser verunreinigt Boden und Grundwasser. Dies ist besonders kritisch in den Wasserschutzgebieten, für die besondere Bestimmungen gelten.

Hierauf hat der Gesetzgeber reagiert: Bundesweit ist nach § 18 b Wasserhaushaltsgesetz in Verbindung mit DIN 1986/30 eine Dichtheitsprüfung sämtlicher Grundstücksentwässerungs-Leitungen und Schächte bis spätestens 31.12. 2015 durchzuführen. In Nordrhein-Westfalen ist die Pflicht zur Dichtheitsprüfung bereits im § 61a Landeswassergesetz verankert.

Hierbei ist zu beachten: Die Beachtung des Mottos: „Aus dem Auge, aus dem Sinn” kann schnell zu bösen Überraschungen führen. Denn gemäß den städtischen Entwässerungssatzungen ist der Eigentümer bis zur Grundstücksgrenze für betriebssichere Abflussleitungen verantwortlich. Diese Verantwortung gilt auch für die durchzuführende Dichtheitsprüfung.

„Vor der eigentlichen Dichtheitsprüfung der privaten Abflussleitungen ist in der Regel eine Reinigung und optische Inspektion mit Hilfe einer Rohrkamera erforderlich. Eine Dichtheitsprüfung kann sowohl mit Wasser als auch mit Luft durchgeführt werden. Bei Hausanschlüssen wird mehrheitlich die Prüfung mit Wasser bevorzugt. Hier wird die zu prüfende Abflussleitung abgesperrt und das Grundleitungssystem bis zur Oberkante des tiefsten Entwässerungsgegenstandes mit Wasser gefüllt.

Im Normalfall wird das Wasser über 15 min gehalten und der Wasserverlust gemessen. Wird ein bestimmter Wasserverlust, welcher vom Abfluss-Rohrmaterial abhängig ist, eingehalten, so gilt die Abflussleitung als dicht. Undichte Hausanschlussleitungen müssen erneuert oder saniert werden.”

Wenn eine Fachfirma für eine Dichtheitsprüfung beauftragt wird, sollte darauf geachtet werden, dass sie zum Einen zertifiziert und zum Anderen Mitglied im VDRK oder DWA ist. Die Ergebnisse der Dichtheitsprüfung müssen in einem Prüfprotokoll dokumentiert werden. Den ordnungsgemäßen Zustand der Abflussleitungen bestätigt ein Prüfsiegel. Mit diesen Unterlagen können Sie den Nachweis bringen, dass alle Vorschriften eingehalten sind — wichtig auch gegenüber Ihrer Versicherung.”

Neben den privaten Grundstücks- bzw. Hausbesitzern werden auch Immobiliengesellschaften und Gewerbebetriebe durch den Gesetzgeber, die Kommunen in die Pflicht genommen, ihre Abflussleitungen einer Dichtheitsprüfung zu unterziehen.

Wie geht das?
Die Prüfung selbst sei relativ schnell erledigt, versichern die Fachfirmen: Im Haus wird am Abwasserrohr ein Deckel aufgeschraubt, durch den dann die Abwasserleitung zunächst grob gereinigt wird.

Dann fährt eine ferngesteuerte Kamera zur optischen Inspektion durch den Kanal. Dabei erkannte mögliche Schäden werden auf einem Datenträger festgehalten - und müssen anschließend beseitigt werden.

Kosten
Und das alles ist natürlich nicht kostenlos, "Für die Reinigung werden durchschnittlich etwa 130 bis 140 Euro fällig, für die Dichtigkeitsprüfung etwa 120 bis 130 Euro und für die offizielle Abnahme weitere 130 bis 140 Euro." Macht insgesamt rund 400 Euro.

Doch wenn der Kanal beschädigt ist, kann’s richtig teuer werden: "Wenn der Verbindungskanal zwischen Haus und öffentlichem Kanal nur kurz und nur an einer Stelle beschädigt ist, beispielsweise durch einen Bruch, dann kann man das schnell mit einer harzgetränkten Glasfaser-Manschette reparieren, die dann punktgenau in den Kanal eingeführt wird." Kosten: rund 240 Euro.

Ist allerdings der private Abwasserkanal länger und an mehreren Stellen beschädigt, kann es richtig teuer werden. Bei einer Komplett-Sanierung des privaten Abwasserkanals werden durchschnittlich 160 bis 170 Euro fällig - und zwar pro Meter Kanallänge.

Weitere Informationen finden Sie unter www.gqh-hotel.de

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