Brauerei zum Kuchlbauer kündigt neue Projekte an
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Brauerei zum Kuchlbauer kündigt neue Projekte an

16.01.2026 | Wilde & Partner Communications GmbH

Erst Ende November 2025 erhielt die Brauerei Kuchlbauer den Bayerischen Klimaschutzpreis für das nachhaltige Logistikzentrum Weissbier-Quartier.  Nun kündigt Jacob Horsch, Brauereichef und Inhaber in neunter Generation  neue Projekte an, um den Gastronomie- und Tourismusstandort Abensberg in den kommenden Jahren umfassend nachhaltig auszurichten...

Biergarten / Foto: © Brauerei zum Kuchlbauer GmbH & Co KG
Biergarten / Foto: © Brauerei zum Kuchlbauer GmbH & Co KG

Mit einem siebenstelligen Investitionsvolumen plant die Brauerei weitreichende bauliche, inhaltliche und konzeptionelle Maßnahmen in den kommenden drei Jahren. Ein Schwerpunkt liegt dabei erneut auf Nachhaltigkeit. Auch ein historisches Fest der Region soll wiederbelebt werden.

Im Mittelpunkt stehen zwei bekannte Orte: der Kuchlbauer Turmbiergarten, der im Jahr 2025 sein 15-jähriges Bestehen feierte und künftig wieder in Eigenregie betrieben wird, sowie der Kuchlbauer Weißbierstadl, der in den kommenden Jahren schrittweise saniert und neu positioniert wird – vorbereitend auf sein großes 50-jähriges Jubiläum im Jahr 2030. Darüber hinaus befinden sich weitere gastronomische und touristische Projekte bereits in der Pipeline.

Kuchlbauer Weißbierstadl: Sanierung und Neuausrichtung als Vorbereitung auf das 50-jährige Jubiläum 2030

Der Kuchlbauer Weißbierstadl zählt seit Jahrzehnten zu den markantesten und bekanntesten Veranstaltungsorten Niederbayerns. Errichtet wurde er Anfang der 1980er-Jahre von Leonhard Salleck. Im Jahr 2030 jährt sich seine Eröffnung zum 50. Mal – ein Jubiläum, auf das sich die Brauerei schon heute gezielt vorbereitet.

Bereits ab Ende Januar 2026 beginnen erste bauliche Maßnahmen. Der traditionsreiche Stadl wird schrittweise saniert und inhaltlich neu ausgerichtet. Anlass dafür ist auch der anstehende Pächterwechsel im Juni. In den kommenden Jahren – insbesondere mit Blick auf 2030 – sind umfangreiche Investitionen in den nachhaltigen Unterhalt, den Außenbereich sowie in Technik und Infrastruktur vorgesehen. Wichtig für alle geplanten Feierlichkeiten: Trotz Umbaumaßnahmen wird der Stadl immer bewirtschaftet werden.

„Der Weißbierstadl ist ein einmaliges Gastronomiekonzept in Abensberg – ein Veranstaltungsort, den es so zwischen Nürnberg und München kein zweites Mal gibt. Dieses Alleinstellungsmerkmal möchten wir gezielt fördern und den Stadl für die Stadt Abensberg weiterentwickeln. Ziel ist es, Abensberg als hochwertigen Gastronomie- und Veranstaltungsstandort weiter zu stärken und damit auch einen nachhaltigen wirtschaftlichen Impuls für die Region zu setzen“, betont Horsch.

Ein gerettetes Kulturgut

Die Geschichte des Weißbierstadls reicht bis in die späten 1970er-Jahre zurück. Leonhard Salleck war damals auf der Suche nach einer außergewöhnlichen Veranstaltungslocation für Abensberg. Fündig wurde er in Wechselberg im Gemeindegebiet Burgkirchen an der Alz.

Dort stand ein über 100 Jahre alter Bundwerksstadl von 1850, stark verfallen und bereits zum Abriss vorgesehen. Bundwerksstadl sind kunstvoll verzierte bäuerliche Scheunen, die vor allem im 18. und frühen 19. Jahrhundert in Oberbayern entstanden. Charakteristisch ist die sichtbar nach außen geführte Holzkonstruktion, die höchste Präzision in der Zimmermannskunst erfordert. Schmuckelemente wie geschnitzte Ornamente, bemalte Traufen oder symbolische Figuren – etwa Löwen am Dachstuhl – machen diese Bauweise einzigartig.

Der Kuchlbauer Weißbierstadl gilt heute als eines der eindrucksvollsten Beispiele dieser traditionellen Bauform. Salleck erkannte den kulturhistorischen Wert des Gebäudes. Er ließ den Stadl vollständig abbauen, nach Abensberg transportieren und stellte am 1. Oktober 1979 den Bauantrag für die Wiedererrichtung an der Gillamooswiese. Der rund 36 Meter lange Stadl mit einem Volumen von etwa 4.600 Kubikmetern wurde 1980 genehmigt und bietet bis heute Platz für bis zu 800 Gäste innen und weit über 1.500 Gästen im Biergarten.

Sanierung mit klarem Fokus auf Klimaneutralität

Im Rahmen der Vorbereitung auf das Jubiläum 2030 soll der Stadl nicht nur optisch, sondern auch technisch auf ein neues Niveau gehoben werden. Geplant sind neue Pflasterflächen, ein neuer Biergartenboden, moderne Biergartenbestuhlung, neue Außen-Toiletten sowie ein individuelles Beleuchtungs-, Licht- und Tontechnikkonzept.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Nachhaltigkeit. Analog zum kürzlich mit dem Klimaschutzpreis ausgezeichneten Logistikzentrum der Brauerei soll auch der Weißbierstadl klimaneutral saniert und betrieben werden. Vorgesehen sind unter anderem ein neues, energieeffizientes Beheizungssystem sowie weitere nachhaltige Maßnahmen im laufenden Gastronomiebetrieb.

Rückkehr der Feste – Aloysius-Bockbierfest als Herzstück

Inhaltlich möchte Jacob Horsch an die große Vielfalt vergangener Jahrzehnte anknüpfen. Faschings- und Silvesterbälle, Floh- und Antiquitätenmärkte sollen wieder stärker in den Fokus der Planung rücken. Bewährte Formate wie die Bierprobe bleiben erhalten und werden zeitgemäß weiterentwickelt.

Ein zentrales Vorhaben ist die Reaktivierung des Aloysius-Bockbierfestes. Dieses soll künftig wieder zur Starkbierzeit über die Stadtgrenzen hinaus zu einem Highlight im gesamten Landkreis Kelheim werden. Geplant ist bewusst nicht nur ein einzelner Abend, sondern ein komplettes Starkbier-Wochenende, bei dem die Starkbierjahre zelebriert werden.

Dabei sollen alle Generationen angesprochen werden mit eigenen Abenden für ein junges Publikum und Veranstaltungen für alle Altersklassen. Klassische Elemente wie Kabarett, Derblecken und Gstanzlsingen sollen wieder fester Bestandteil sein. Ziel ist es, den Weißbierstadl erneut als Highlight der Starkbierzeit in Niederbayern zu etablieren.

Neues Veranstaltungsformat: der Weihnachtsstadl

Ein Herzensprojekt ist jedoch ein völlig neues Format: der „Weihnachtsstadl“. „Zwischen Nürnberg und München gibt es kaum vergleichbare Konzepte. Wir möchten einen festlich inszenierten Weihnachtsstadl schaffen – mit Showelementen, Musik, Kulinarik und einem stimmungsvoll gestalteten Weihnachtsmarkt“, sagt Jacob Horsch. Gedacht ist das Angebot sowohl für Firmenfeiern als auch für die regionale Bevölkerung und Gäste aus dem Tourismus – ein Highlight, wie man es bislang vor allem aus Großstädten kennt.

Neuer Pächter in Vorbereitung

Zum zukünftigen Pächter möchte sich Jacob Horsch derzeit noch nicht äußern. „Wir führen aktuell intensive Gespräche und haben viele Bewerbungen. Entscheidend ist, dass der neue Partner unsere Vision teilt und den Stadl mit Leben füllt.“ Klar sei jedoch: Der Weißbierstadl soll auch künftig ein Ort für große Feste, kulturelle Vielfalt und regionale Identität bleiben.

Mit der Sanierung und Neuausrichtung stellt die Brauerei zum Kuchlbauer die Weichen dafür, dass der Weißbierstadl auch in den kommenden Jahrzehnten ein Schmuckstück Abensbergs bleibt – traditionsbewusst, nachhaltig und voller neuer Ideen.

Kuchlbauer Turmbiergarten: Rückkehr in den Eigenbetrieb ab 2026

Parallel zu den Maßnahmen am Weißbierstadl übernimmt die Brauerei zum Kuchlbauer den Betrieb des Turmbiergartens nach 2 Jahren Verpachtung wieder selbst. Ab 2026 liegt die Verantwortung erneut vollständig bei der Brauerei. Mit Franz Berger wurde ein neuer Betriebsleiter mit über 15 Jahren Gastronomieerfahrung eingestellt, der künftig das Team vor Ort leitet.

Die Gäste dürfen sich auf ein breites traditionell bayrisches Küchenkonzept freuen. Der Fokus liegt auf regionalen Lieferanten aus dem Landkreis Kelheim, nachhaltigen Produkten und kostengünstigen Angeboten für jedermann. Besonders angesprochen werden sollen Einheimische, Handwerker und Touristen – unter anderem mit attraktiven Mittagsangeboten. Der Turmbiergarten soll ein Ort der Begegnung werden, kulinarisch wie gesellschaftlich. Ergänzend ist eine kleine Kunst- und Kulturbühne geplant, um auch kulturelle Impulse in den Biergarten zu bringen.

Großes Zukunftsprojekt für kleine Besucher: Abenteuerspielplatz im Stil von Hundertwasser

Im Zuge der Neuausrichtung werden die Sanitäranlagen saniert und barrierefrei gestaltet, neue Biergartenbestuhlung angeschafft und weitere Investitionen getätigt. Das größte Einzelprojekt ist die Planung eines einzigartigen Abenteuerspielplatzes im Stil von Hundertwasser.

Ziel ist es, Kindern nicht nur Raum zum Spielen zu geben, sondern Kunst, Fantasie und physikalische Zusammenhänge spielerisch erlebbar zu machen. Geplant sind unter anderem Wasserspiele, die Strömungen, Kreisläufe, Zentrifugal- und andere physikalische Kräfte aus dem Brauprozess vermitteln, bewegliche Elemente wie eine Pferdekutsche sowie zahlreiche kreative Details. Die Vision von Jacob Horsch: Einer der spektakulärsten und außergewöhnlichsten Spielplätze in Bayern, der Lernen, Kunst und Bewegung auf völlig neue Weise verbindet.

Fazit:

Mit der Sanierung des Weißbierstadls, der Rückkehr des Turmbiergartens in den Eigenbetrieb und weiteren geplanten Projekten setzt die Brauerei zum Kuchlbauer klare Zeichen – für nachhaltige Investitionen, kulturelle Vielfalt, wirtschaftliche Stärke und eine langfristige Zukunft des Gastronomiestandorts Abensberg.

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