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DEHOGA Bayern aktuell

19.06.2026 | DEHOGA Bayern e.V.

Der DEHOGA Bayern macht Branchenpolitik in 75 Landkreisen und 7 Bezirken mit Geschäftsstellen sowie der Landesgeschäftsstelle. Dabei spielen die Fachbereiche der HOGA mit ihren Fachabteilungen sowie den Fachausschüssen eine große Rolle.  Als Unternehmer- und Berufsorganisation nimmt der Verein die Interessen von Hotellerie und Gastronomie in Bayern wahr. Der Erfolg der Branche wird durch entschlossene Tarifpolitik, das Angebot bei der Aus- und Weiterbildung und Hilfe beim Recht und Steuern, Umweltschutz und Urheberrecht unterstützt. Hier die News lesen, um am Ball zu bleiben!

Symbolbild bayerische Gastronomie - Die gesicherten Maßkrüge im Hofbräuhaus München / Bild: Hotelier.de
Symbolbild bayerische Gastronomie - Die gesicherten Maßkrüge im Hofbräuhaus München / Bild: Hotelier.de
Am Montag trafen sich Gäste aus Hotellerie, Politik und dem DEHOGA Bayern, um den Start der neuen Hotelkooperation Wohlfühlhotels Bayerischer Jura zu feiern. / Foto: Ulrike Eberl-Walter
Am Montag trafen sich Gäste aus Hotellerie, Politik und dem DEHOGA Bayern, um den Start der neuen Hotelkooperation Wohlfühlhotels Bayerischer Jura zu feiern. / Foto: Ulrike Eberl-Walter
Das Präsidium des DEHOGA Bayern (v.l.): Fachbereichsvorsitzende Gastronomie Michaela Schmitz-Guggenbichler, Schriftführer Ralf Barthelmes, 1. Vizepräsident Thomas Förster, Präsidentin Angela Inselkammer, Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert, Vizepräsident Andreas Brunner, Schatzmeister Christopher Riemensperger sowie Fachbereichsvorsitzender Hotellerie Stefan Wild / Foto: Mike Hilzinger.
Das Präsidium des DEHOGA Bayern (v.l.): Fachbereichsvorsitzende Gastronomie Michaela Schmitz-Guggenbichler, Schriftführer Ralf Barthelmes, 1. Vizepräsident Thomas Förster, Präsidentin Angela Inselkammer, Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert, Vizepräsident Andreas Brunner, Schatzmeister Christopher Riemensperger sowie Fachbereichsvorsitzender Hotellerie Stefan Wild / Foto: Mike Hilzinger.
Ehrung für den Nachwuchs (v.l.): Valentin Wisgott (Fachmann für Restaurant und Veranstaltungsgastronomie), DEHOGA Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer, Jana Meier (Köchin), Alea-Marie Ranneberg (Kauffrau für Hotelmanagement), Maria Gantner (Hotelfachfrau) und DEHOGA Bayern-Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert / Foto: Hendrik Steffens
Ehrung für den Nachwuchs (v.l.): Valentin Wisgott (Fachmann für Restaurant und Veranstaltungsgastronomie), DEHOGA Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer, Jana Meier (Köchin), Alea-Marie Ranneberg (Kauffrau für Hotelmanagement), Maria Gantner (Hotelfachfrau) und DEHOGA Bayern-Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert / Foto: Hendrik Steffens

DEHOGA Bayern fordert Neufassung des Arbeitszeitgesetzes

Dass das Arbeitszeitgesetz aus der Zeit gefallen ist, bestreitet kaum jemand – quer durch Wirtschaft, Politik und Kommentarspalten. Umso schwerer wiegt, dass der Gesetzentwurf von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas die versprochene Modernisierung an die Tarifbindung knüpft, statt sie allen Betrieben zu eröffnen. Längere, flexibel verteilte Arbeitstage soll es künftig nur dort geben, wo ein Tarifvertrag das ausdrücklich erlaubt.

Für die große Mehrheit der Hotels und Gaststätten in Bayern, die nicht tarifgebunden sind, ändert sich damit nichts. Der DEHOGA Bayern fordert, den Entwurf zurückzuziehen und neu zu fassen. 

Dr. Thomas Geppert, Landesgeschäftsführer des DEHOGA Bayern: „Der Koalitionsvertrag hat allen Betrieben mehr Flexibilität versprochen. Jetzt soll sie nur denen offenstehen, die einen Tarifvertrag haben. So wird aus einem Recht für alle ein Privileg für wenige – gerade die kleinen Wirtshäuser und Familienhotels gehen leer aus. Das ist keine Flexibilisierung, das ist ein Zwangsbeitritt in den gewerkschaftlichen Tarifvertrag durch die Hintertür.“

DEHOGA Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer betont: „Flexibilität ist dabei kein einseitiger Arbeitgeberwunsch“, betont Geppert. „Auch die Beschäftigten erwarten heute mehr Selbstbestimmung und Arbeitszeitmodelle, die zu ihrer Lebensrealität passen und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit ermöglichen. Wer solche zeitgemäßen Lösungen nur tarifgebundenen Betrieben eröffnet, schließt auch viele Arbeitnehmer davon aus.“

„Dazu kommt die geplante Pflicht, jede Arbeitsminute elektronisch zu erfassen“, so Geppert. „Das macht die bewährte Vertrauensarbeitszeit praktisch unmöglich und trifft vor allem die kleinen Betriebe mit neuem Aufwand. Niemand stellt den Schutz der Beschäftigten infrage – aber wir brauchen ein Arbeitszeitrecht, das diesen Schutz mit der betrieblichen Realität verbindet, statt am Alltag unserer Betriebe vorbeizugehen.“

„Tarifautonomie ist ein hohes Gut. Sie darf aber nicht zur Eintrittskarte für eine zeitgemäße gesetzliche Regelung werden,“ so Angela Inselkammer. „Gerade vor dem Hintergrund des Arbeits- und Fachkräftemangels sowie der wirtschaftlich angespannten Lage wäre es vollkommen kontraproduktiv, neue Bürokratie aufzubauen und bestehende Handlungsspielräume weiter einzuengen.“

Der DEHOGA Bayern fordert: Die wöchentliche Höchstarbeitszeit muss unmittelbar im Gesetz für alle Betriebe gelten – nicht nur über Tarifverträge. Die Vertrauensarbeitszeit muss erhalten bleiben. Der jetzige Entwurf gehört zurückgezogen und grundlegend überarbeitet.

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Frühere DEHOGA Bayern News

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Meldung vom 07.05.26

DEHOGA Bayern begrüßt neue Hotelkooperation

Im Bayerischen Jura haben sich elf familien- und inhabergeführte Hotels zur neuen Kooperation „Wohlfühlhotels Bayerischer Jura“ zusammengeschlossen. Ziel der Initiative ist es, die besonderen Stärken der Region sichtbarer zu machen: Natur, Gastfreundschaft, regionale Qualität, Erholung und emotionale Erlebnisplätze.

Beim Auftakt der Kooperation in Parsberg am 5. Mai würdigte Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern, den Zusammenschluss als starkes Signal für die Branche und die Region: „Diese Kooperation kommt zur richtigen Zeit. Wir stehen als Land und als Branche in einer äußerst schwierigen Phase. Kosten steigen, Fach- und Arbeitskräfte fehlen, Bürokratie lähmt. Umso wichtiger ist es, dass Betriebe nicht abwarten, sondern gemeinsam handeln.“

Albert Füracker, Bayerischer Finanz- und Heimatminister, begleitete die Auftaktveranstaltung. Er sagt: „Der Bayerische Jura, unsere einzigartige Natur‑ und Kulturlandschaft, ist für viele Heimat, für andere ein Sehnsuchtsland und für immer mehr Menschen ein Ort der Erholung. Der wachsende Zuspruch ist dem Einsatz engagierter Netzwerke wie den Wohlfühlhotels zu verdanken.

Hotelkooperationen sind weit mehr als nur ein Zusammenschluss, sie steigern den Erfolg der einzelnen Betriebe und stärken die gesamte Region. Mit vereinten Kräften tragen sie zur regionalen Identität bei, ohne dabei ihre Individualität zu verlieren.“ Er wünscht der Kooperation „viel Erfolg für die gemeinsame Zukunft!“ Die Hotelkooperation zeigt beispielhaft, wie Hotellerie unter herausfordernden Rahmenbedingungen Zukunft gestalten kann: Betriebe bündeln ihre Kräfte, schaffen Sichtbarkeit, geben der Region ein klares Profil.

Inselkammer weiß: „Der Bayerische Jura hat viel zu bieten. Aber diese Stärken vermarkten sich nicht von allein. Sie brauchen engagierte Gastgeber und starke Netzwerke.“ Hans-Jürgen Nägerl, Bezirksvorsitzender des DEHOGA Bayern in der Oberpfalz, betont: „Die Kooperationsbildung entwickelt Marke, Destinationsmarketing und fördert die Potentiale der regionalen Wertschöpfungsketten – Erlebnisräume entstehen.“

Zur Kooperation „Wohlfühlhotels Bayerischer Jura“ gehören elf Hotels: Schloss Raitenbuch in Kallmünz, Wittmann’s in Neumarkt, Romantik Hotel Hirschen in Parsberg, Mariandl am Berg in Amberg, Das Bootshaus in Amberg, Landhotel Weisses Ross in Illschwang, Engelwirt Hotel und Apartments in Berching, Winkler Bräu in Velburg, Hotel und Spa Gut Matheshof in Rieden, Landhotel Sternwirt in Weigendorf sowie das Hotel Fronfeste in Amberg.

Die Initiative ist ein wichtiges Signal für die Region, für den Tourismus und für die Branche. Zugleich ist klar: Unternehmer brauchen für ihren wirtschaftlichen Erfolg nicht nur Mut und Engagement, sondern auch Entlastung, Vereinfachung, Verlässlichkeit und echte Strukturanpassungen von Seiten der Bundesregierung.

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Meldung vom 20.11.25

Bayerischer Verfassungsgerichtshof verbietet Übernachtungssteuern in Bayern

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern begrüßt die Entscheidung des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes, Übernachtungssteuern in Bayern zu verbieten. „Damit haben alle drei zentralen Verfassungsorgane Bayerns, der Landtag als Legislative, die Staatsregierung als Exekutive und der Verfassungsgerichtshof als Judikative, gleich entschieden, dass es keine zusätzlichen Belastungen einzelner Branchen geben darf.

Wir danken der Bayerischen Staatsregierung für deren klare Haltung, die Voraussetzung für den entsprechenden Landtagsbeschluss gewesen ist, der jetzt auch vom Bayerischen Verfassungsgerichtshof als rechtens bestätigt wurde“, so DEHOGA Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer: „Unter dem Aspekt fairer Wettbewerbsbedingungen hätte eine Übernachtungssteuer das Gastgewerbe einseitig benachteiligt, weil Kunden keiner anderen Branche eine derartige Steuer zahlen müssen. Zudem sollten die Einnahmen im Falle Münchens noch nicht einmal der Branche zukommen, sondern in den allgemeinen Stadthaushalt fließen.“

DEHOGA Bayern-Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert: „Eine zusätzliche Steuer hätte Übernachtungen verteuert, Gäste verschreckt und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe beschädigt. Es ist nicht die Zeit für neue Steuern oder zusätzliche Belastungen, im Gegenteil: Die Entlastung der Branche ist jetzt gefragt.

Corona hatte das Gastgewerbe schon an den Rand des wirtschaftlich Möglichen gebracht, im Nachgang kam es dann zu einem deutlichen Lohnsprung sowie zusätzlich zu immensen Mehrbelastungen unter anderem durch enorm gestiegene Lebensmittelkosten und explodierende Energiepreise.

Statt neuer Steuern ist es für das Gastgewerbe extrem wichtig, dass zum 1. Januar 2026 die Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Speisen in Kraft tritt. „Auch hier hat Ministerpräsident Markus Söder sein Wort gehalten und sich wie kein Zweiter für das Gastgewerbe stark gemacht“, so Geppert, „darüber hinaus benötigt die Branche ein flexibleres Arbeitszeitgesetz mit der Umstellung auf eine Wochenarbeitszeit. Doch auch hier wissen wir die Bayerische Staatsregierung auf unserer Seite.“

In Bayern kommt dem Tourismus als Leitökonomie und Jobmotor eine besondere Bedeutung zu. Rund 600.000 Menschen verdienen ihr Einkommen im Tourismus. Hotellerie und Gastronomie bilden dabei das Rückgrat des Tourismus. Für 447.000 Erwerbstätige bietet die Branche im Freistaat Arbeit, das entspricht rund jedem 17. Erwerbstätigen.

Darüber hinaus befindet sich nahezu jeder zehnte bayerische Ausbildungsplatz in einem Hotel oder einem Gastronomiebetrieb. Neben der großen Bedeutung der Branche als Ausbilder und Arbeitgeber, gibt es eine weitere Besonderheit: Das Gastgewerbe bietet Arbeits- und Ausbildungsplätze noch in allen Regionen Bayerns, auch in Gebieten, aus denen sich andere Industrien und Dienstleister längstens zurückgezogen haben.  

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Meldung vom 27.10.25

Präsidiumswahlen des DEHOGA Bayern in Bad Füssing

Am 27. Oktober tagten die Landesdelegierten des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern im Großen Kurhaus in Bad Füssing. Bei den turnusgemäß anstehenden Wahlen wurden Angela Inselkammer (Brauereigasthof Hotel Aying, Aying) mit 96,33 Prozent als Präsidentin des DEHOGA Bayern, Thomas Förster (Gastronomiebetriebe Förster, Feucht) als 1. Vizepräsident, Andreas Brunner (Brunnerhof, Arnschwang) als 2. Vizepräsident, Christopher Riemensperger (Hotel Olymp, Eching) als Schatzmeister sowie Ralf Barthelmes (The Barthels Boutique Hotel, Würzburg) als Schriftführer in ihren Ämtern bestätigt.

Auch Martin Stürzer (Hotel Europäischer Hof, München) und Alexander Schütz (Gasthof-Pension "Zum Berghof", Presseck) wurden von den Delegierten als Landesrevisoren wiedergewählt. Für Eberhard Imhof (Hotel Gasthof „Zum letzten Hieb“, Gemünden), der nicht mehr für eine weitere Amtsperiode als Landesrevisor zur Verfügung stand, wurde Frank Spieler (Hotel Christel, Heimbuchenthal) neu gewählt.

Neben den Wahlen stand der Blick auf die zentralen politischen Erfolge und Zukunftsthemen der Branche im Mittelpunkt der Landesdelegiertenversammlung. Präsidentin Angela Inselkammer betonte die Bedeutung des geschlossenen Zusammenhalts und hob den großen Erfolg hervor, dass die dauerhafte Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Speisen ab dem 1. Januar 2026 kommt.

Darüber hinaus wurden weitere entscheidende Punkte diskutiert, darunter die Entlastung der Mitte durch Steuerreformen, mehr Flexibilität durch die Umstellung auf eine Wochenarbeitszeit, der dringend notwendige Abbau überbordender Bürokratie, die Erleichterung der Arbeitskräftezuwanderung sowie Maßnahmen zur Stärkung der dualen Ausbildung.

Auch Fragen der Energiepolitik, der Kostenentwicklung und der Zukunftsfähigkeit des Tourismus standen im Fokus. Deutlich wurde: Der DEHOGA Bayern bleibt Motor und Stimme einer starken, engagierten und zukunftsorientierten Branche. Diese und weitere Themen stehen auch im Fokus des am Dienstag, den 28. Oktober, stattfindenden Bayerischen Gastgebertags, zu dem sich rund 600 Vertreter und Interessierte der Branche angemeldet haben. Mit dabei die Bayerische Tourismusministerin Michaela Kaniber.

Zum Hintergrund:

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern ist der Unternehmer- und Wirtschaftsverband der gesamten Hotellerie und Gastronomie in Bayern, einer wachsenden Dienstleistungsbranche mit überwiegend mittelständischer Prägung.

Mit rund 35.000 Betrieben, 447.000 Erwerbstätigen, was jedem 17. Erwerbstätigen Bayerns entspricht, und rund 10.000 Auszubildenden, jedem 10. Bayerns, ist das Gastgewerbe ein starkes Stück bayerische Wirtschaft und das Rückgrat der heimischen Tourismusindustrie. Diese ist mittlerweile nach der Industrie die zweitwichtigste Leitökonomie des Freistaates.

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Meldung vom 15.08.25

DEHOGA Bayern widerspricht NGG

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern weist die Kritik der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zur geplanten Mehrwertsteuersenkung entschieden zurück. „Von einem Tarifpartner erwarten wir Unterstützung bei unserem Kampf für mehr Netto vom Brutto statt ständiger Nestbeschmutzung. Im europäischen Vergleich haben wir in Deutschland mit die höchsten Bruttolöhne bei gleichzeitig den niedrigsten Nettolöhnen.

Seit 2022 sind Arbeitskosten um 34 Prozent, Energiekosten um 27 Prozent und Lebensmittelpreise um 26 Prozent gestiegen. Die 7 Prozent sind kein Geschenk – sie sind für viele Betriebe der letzte Rettungsring“, so Dr. Thomas Geppert, Landesgeschäftsführer des DEHOGA Bayern.
 
Die NGG behauptet, Gastronomen würden Steuervorteile nicht an Gäste weitergeben. Die Realität sieht jedoch rückblickend anders aus: Nach der Erhöhung von 7 auf 19 Prozent Anfang 2024 stiegen die Preise in der Gastronomie nur um 6,6 Prozent. „Viele Wirte haben die Mehrbelastung aus eigener Tasche bezahlt – trotz Kostenlawine“, betont Geppert.

Noch dazu erhöhen sich in der aktuellen Tarifrunde die Löhne in drei Schritten um fast 15 Prozent. „In einer Branche, in der Personalkosten oft über 40 Prozent des Umsatzes liegen, ist das ein Kraftakt – und zeigt, dass wir investieren, wenn es Spielraum gibt“, so Geppert.
 
Laut DEHOGA-Umfrage wollen 73 Prozent der Betriebe mit den Entlastungen investieren, 71,5 Prozent die Bezahlung der Mitarbeiter verbessern und über 50 Prozent neue Jobs schaffen. „Wir wollen Gäste zurückgewinnen, Arbeitsplätze sichern und das Wirtshaussterben stoppen“, betont der Landesgeschäftsführer.

Dabei seien kleine Betriebe von den Belastungen besonders betroffen, erklärt Geppert. 80 Prozent der bayerischen Gastrobetriebe haben weniger als zehn Beschäftigte. „Das sind Familienunternehmen. Wer sie schwächt, gefährdet regionale Arbeitsplätze und unsere Wirtshauskultur“, warnt Geppert: „Nur wenn die Betriebe überleben, gibt es auch in Zukunft faire Löhne, Vielfalt und Gastfreundschaft in Bayern.

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Meldung vom 16.05.25 

Bayerische Jugendmeister 2025 stehen fest

(München) Die Sieger der Bayerischen Jugendmeisterschaften 2025 in den gastgewerblichen Ausbildungsberufen heißen: Valentin Wisgott (Fachmann für Restaurant und Veranstaltungsgastronomie) aus dem Maritim Hotel, Ingolstadt, Alea-Marie Ranneberg (Kauffrau für Hotelmanagement) aus dem Parkhotel Frank, Maria Gantner (Hotelfachfrau) aus dem Hotel Bayerischer Hof und Jana Meier (Köchin) aus dem Wellness & Natur Resort Reischlhof. Den ersten Platz in der Mannschaftswertung holte sich erneut die Städtische Berufsschule für Hotel-, Gaststätten- und Braugewerbe München.

Der Wettbewerb fand in der Allianz Arena in München statt, einem der bekanntesten Sportstätten der Welt. Der besondere Höhepunkt des Tages war die Anwesenheit von Uli Hoeneß, dem ehemaligen Präsidenten des FC Bayern München, der als Ehrengast die Veranstaltung besuchte.  Offizieller Veranstalter der Bayerischen Jugendmeisterschaften 2025 waren der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern und die Städtische Berufsschule für das Hotel, Gaststätten- und Braugewerbe München.

Auch für Kultusministerin Anna Stolz ist der Wettbewerb ein Highlight: „Die Leistungen bei den bayerischen Jugendmeisterschaften in den gastgewerblichen Berufen beweisen eindrucksvoll, welch großartiges Potenzial in unseren Auszubildenden und in der beruflichen Bildung hier im Land steckt.

Ich bin stolz auf unsere Nachwuchstalente, die hier durch beeindruckendes fachliches Know-how glänzen, und zudem auch zeigen, wie vielseitig und attraktiv die Berufe im Gastgewerbe sind. Dass sich in den letzten Jahren immer mehr junge Menschen für eine Lehre in diesem Bereich entscheiden, bestätigt: Eine Ausbildung im Gastgewerbe ist eine Ausbildung mit Zukunft!“

Präsidentin Inselkammer betonte: „Alle 42 Teilnehmer haben bei dieser Jugendmeisterschaft eine beeindruckende Leistung gezeigt. Darauf können sie mit Recht stolz sein – sie gehören zu den Besten in ganz Bayern. Schon die Teilnahme an den Bayerischen Jugendmeisterschaften ist erfahrungsgemäß ein hervorragender Startpunkt für eine erfolgreiche Laufbahn in unserer vielfältigen und spannenden Branche.“

Wettkampfleiter Hans Schneider, der auch beim DEHOGA Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses auf Landes- und Bundesebene ist, dankte nicht nur der Jury, die die Leistungen der Teilnehmer bewertet haben, sondern er erläuterte auch den Gästen beim Festessen den gesamten Ablauf des Wettkampfes:

„Nach der schriftlichen Theorieprüfung am Dienstag stand am Mittwoch der praktische Wettkampfteil der Meisterschaft auf dem Programm. Insgesamt zwölf Teams aus ganz Bayern absolvierten, je nach Ausbildungsberuf, Prüfungen in den Bereichen Warenerkennung, Zubereiten von Speisen und Getränken, Cocktails Mixen, Eindecken von festlichen Tischen und Führen von Verkaufsgesprächen.“

Den krönenden Abschluss der praktischen Prüfung bildete das festliche Prüfungsessen. Jeder Koch musste aus einem vorgegebenen Warenkorb ein Menü für sechs Personen kreieren. Professionell serviert wurde dieses von den Team-Kollegen: Restaurant- und Hotelfachleute, die zuvor jeden Tisch festlich gedeckt und geschmückt hatten.

Bewertet wurden neben theoretischem Wissen unter anderem auch die Durchführung eines erstklassigen Service. Hierzu gehörte die sachkundige Information der Gäste über die Zusammenstellung und Zubereitung der Menüs sowie die Herkunft der Zutaten. Zugleich mussten sie Empfehlungen für korrespondierende Getränke aussprechen und die Speisen nach allen Regeln der Kunst servieren. Alle Gäste bekamen ein von den Hotelkaufleuten während des Wettkampfes selbst erstelltes Kräutersalz überreicht.

Bayerns Staatsministerin für Unterricht und Kultus Anna Stolz sowie DEHOGA Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer gratulierten abschließend allen Teilnehmern und überreichten Medaillen Urkunden und Preise. Wenn auch ihre schulischen Leistungen das Ergebnis bestätigen, werden die bayerischen Jugendmeister im Herbst als Team Bayern bei den Deutschen Jugendmeisterschaften vertreten.

Das Endklassement nach dem zweitägigen Wettkampf sieht wie folgt aus:

Köche

1. Platz: Jana Meier (Wellness & Natur Resort Reischlhof, Wegscheid)
2. Platz: Hans Oertl (Roland Juffler GmbH, München)
3. Platz: Katharina Heß (Sebastianihof, Schalkham)

Hotelfachleute

1. Platz: Maria Gantner (Hotel Bayerischer Hof, München)
2. Platz: Johann Schindler (SORAT Insel-Hotel, Regensburg)
3. Platz: Anna-Lena Erras (Wellness & Natur Resort Reischlhof, Wegscheid)

Restaurantfachleute bzw. Fachleute für Restaurant und Veranstaltungsgastronomie

1. Platz: Valentin Wisgott (Maritim Hotel, Ingolstadt)
2. Platz: Anna Lina Leupold (Der Birkenhof Spa und Genuss Resort, Neunburg vorm Wald)
3. Platz: Luca Paolo Scimia (Landhotel Weißes Ross, Illschwang)

Hotelkaufleute bzw. Kaufleute für Hotelmanagement

  1. Platz: Alea-Marie Ranneberg (Parkhotel Frank, Oberstdorf)
  2. Platz: Tanya Lindorfer (Platzl Hotel Inselkammer, München)
  3. Platz: Leander Hausmann (Parkhotel Frank, Oberstdorf)

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