Entscheider-News vom Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.
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Der Anwalt der Branche: Der DEHOGA Bundesverband

23.02.2026 | DEHOGA Bundesverband

Der DEHOGA Bundesverband ist Interessenvertreter und Sprachrohr des Gastgewerbes gegenüber Politik, Presse und Öffentlichkeit. Über 60.000 Mitglieder machen den DEHOGA zu den Spitzenverbänden der Wirtschaft in Deutschland. 17 Landesverbände und die vier Fachabteilungen der Systemgastronomie, Gemeinschaftsgastronomie, Discotheken und Catering machen den Verband zu einem großen Player in der Wahrnehmung durch Politik, Wirtschaft und den deutschen Menschen, die in der Regel auch alle Gäste sind. Hier die TOP-Themen lesen!

Logo DEHOGA Bundesverband
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oneDEHOGA-App / Foto: DEHOGA Bundesverband
oneDEHOGA-App / Foto: DEHOGA Bundesverband
7 % Mehrwertsteuer auf alle Speisen - da kann man schon mal die Raketen steigen lassen ;-)
7 % Mehrwertsteuer auf alle Speisen - da kann man schon mal die Raketen steigen lassen ;-)
Die Zukunft der Branche auf dem Petersberg: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 43. Deutschen Jugendmeisterschaften in den gastgewerblichen Ausbildungsberufen. / Foto: DEHOGA/Thomas Fedra
Die Zukunft der Branche auf dem Petersberg: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 43. Deutschen Jugendmeisterschaften in den gastgewerblichen Ausbildungsberufen. / Foto: DEHOGA/Thomas Fedra
Starkes Engagement für die Berufsbildung im Gastgewerbe: Der Vorsitzende des DEHOGA-Berufsbildungsausschusses Hans Schneider (r.) zusammen mit seiner Stellvertreterin Yvonne Schwarzer (2.v.r.) und seinem Stellvertreter Philip Ibrahim sowie DEHOGA-Geschäftsführerin Sandra Warden (nicht auf dem Bild: Stellvertreter Martin Bosch). / Bild: DEHOGA Bundesverband
Starkes Engagement für die Berufsbildung im Gastgewerbe: Der Vorsitzende des DEHOGA-Berufsbildungsausschusses Hans Schneider (r.) zusammen mit seiner Stellvertreterin Yvonne Schwarzer (2.v.r.) und seinem Stellvertreter Philip Ibrahim sowie DEHOGA-Geschäftsführerin Sandra Warden (nicht auf dem Bild: Stellvertreter Martin Bosch). / Bild: DEHOGA Bundesverband

DEHOGA startet Kampagne zur Wochenarbeitszeit

Arbeitswelt und Lebensrealitäten haben sich grundlegend verändert. Das Arbeitszeitrecht nicht. Genau hier setzt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) an und startet die bundesweite Kampagne „Wochenarbeitszeit jetzt“. Ziel ist die Ablösung der starren täglichen Höchstarbeitszeit durch eine praxistaugliche Wochenarbeitszeitregelung im Einklang mit der EU-Arbeitszeitrichtlinie. Im Mittelpunkt der DEHOGA-Kampagne stehen authentische Stimmen aus der Branche: Unternehmer, Mitarbeiter und Teams machen glaubwürdig deutlich, warum flexible Arbeitszeiten für sie wichtig sind.

Praxis statt Paragrafenstarre

„Der Frust über das starre Arbeitszeitgesetz ist riesig“, erklärt DEHOGA-Präsident Guido Zöllick. „Das Korsett der täglichen Höchstarbeitszeit von acht Stunden, im Ausnahmefall von zehn Stunden, passt nicht zu einer Branche mit Veranstaltungen, Saisonspitzen und Beschäftigten, die lieber an einigen Tagen länger im Einsatz sein wollen und dafür an anderen Tagen früher gehen oder frei haben.

Genau diese Freiheit verhindert das heutige Gesetz.“ Zöllick betont, dass es nicht um mehr Arbeit gehe, sondern um eine bessere Verteilung. Er begrüßt, dass Union und SPD im Koalitionsvertrag die Umstellung auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit vereinbart haben. „Den Worten müssen jetzt konkrete Schritte folgen.“

Fakten, Beispiele, Rückenwind aus Europa

Über die Kampagnenplattform www.wochen-arbeitszeit.de, die auch auf der DEHOGA-Website eingebunden ist, sowie die Social-Media-Kampagne #wochenarbeitszeitjetzt informiert der Verband faktenbasiert über Vorteile, räumt mit Vorurteilen auf und zeigt anhand konkreter Praxisbeispiele, wie moderne Arbeitszeiten Betriebe stärken, Mitarbeiterwünsche berücksichtigen und echte Win-win-Situationen schaffen. Bereits 13 EU-Staaten haben flexible Arbeitszeitregelungen. Deutschland muss jetzt nachziehen.

Jede Stimme zählt – gemeinsam aktiv werden

Die DEHOGA-Kampagne will wachsen und die Reform vorantreiben. Weitere Statements von Unternehmern und Mitarbeitern sind ausdrücklich erwünscht. Die Testimonial-Kacheln der Kampagne werden reichweitenstark über die DEHOGA-Kanäle ausgespielt.

Betriebe und Mitarbeiter, die sich einbringen wollen, wenden sich an ihren Landesverband oder direkt an den Bundesverband. Zöllick sagt: „Jede zusätzliche Stimme erhöht die Sichtbarkeit und den politischen Handlungsdruck. Jetzt ist die Zeit für moderne Regeln. Jetzt ist die Zeit für die Wochenarbeitszeit.“

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Frühere DEHOGA Bundesverband News

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Meldung vom 02.02.26

Schnelle Hilfe rund um die Uhr für das Gastgewerbe

Die oneDEHOGA-App ist die neue digitale Lösung für DEHOGA-Mitglieder, um einen schnellen und praxisnahen Zugang zu allen relevanten Informationen und Services des DEHOGA zu erhalten. Erstmals bündelt sie das gesamte DEHOGA-Wissen in einem schlanken, modernen Werkzeug. Informationen müssen nicht mehr mühsam gesucht werden, sondern stehen dank KI-Technologie gezielt, aktuell und sofort zur Verfügung.

Für diese Zielgruppen entwickelt:

Die App richtet sich exklusiv an DEHOGA-Mitgliedsbetriebe und perspektivisch auch an deren Mitarbeiter. Sie unterstützt Unternehmen bei rechtlichen, organisatorischen und betrieblichen Fragen – vom Arbeitsrecht über Hygiene bis hin zu Checklisten und Vorlagen für den täglichen Betrieb. Die Nutzer können ihr Tätigkeitsfeld auswählen und erhalten Informationen über die Gastronomie, Beherbergung oder beide Branchen.

Sie bietet den Mitgliedern darüber hinaus Zugang zu rein landespezifischen Themen und Inhalten – auf Wunsch sogar bis auf Bezirks- und Kreisebene.

„Die oneDEHOGA-App bündelt alles, was man für die tägliche Arbeit braucht: Wissen, Kommunikation, Services und Mehrwerte. Sie eröffnet eine neue Form der Zusammenarbeit. Mitglieder profitieren von gebündeltem Gastgeber-Wissen – über alle teilnehmenden Landesverbände hinweg“, sagt Dr. Thomas Geppert, Geschäftsführer der oneDEHOGA GmbH.

Gerrit Buchhorn, Geschäftsführer der oneDEHOGA GmbH: „Wir sind stolz darauf, so viele Landesverbände zusammengebracht zu haben, um die App gemeinsam aus der Taufe zu heben. Die oneDEHOGA-App ist ein praxisnahes Werkzeug, das Betriebe schneller handlungsfähig macht.“

„Mit der oneDEHOGA-App machen wir einen entscheidenden Schritt in Richtung Digitalisierung. Sie zeigt, wie moderne Verbandsarbeit funktioniert: nah an den Betrieben, praxisorientiert für unsere Mitglieder und zukunftsfähig für die Branche“, ergänzt Jana Schimke, Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA Bundesverbandes.

Die oneDEHOGA-App steht den Mitgliedern folgender Landesverbände zur Verfügung: DEHOGA Bayern, DEHOGA Berlin, DEHOGA Brandenburg, DEHOGA Bremen, DEHOGA Hamburg, DEHOGA Hessen, DEHOGA Lippe, DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern, DEHOGA Niedersachsen, DEHOGA Westfalen, DEHOGA Rheinland-Pfalz, DEHOGA Sachsen, DEHOGA Sachsen-Anhalt, DEHOGA Schleswig-Holstein, DEHOGA Thüringen.

Das sind die Vorteile:

  • Individualisierbarer Newsfeed: Informationen über alle relevanten Entwicklungen in der Branche – gefiltert nach Gastronomie und/oder Beherbergungsbranche.
  • KI-Chat für Lösungen und Zeitersparnis: Schneller Zugriff auf geprüfte Informationen statt aufwendiger Recherche.
  • DEHOGA-eigene Wissensdatenbank sorgt für Sicherheit: KI-gestützte Antworten basieren ausschließlich auf verifizierten DEHOGA-Inhalten.
  • Praxisnah: Direkter Zugang zu Checklisten, Vorlagen und Dokumenten.
  • 24/7-Verfügbarkeit: Orientierung und Unterstützung auch außerhalb der Geschäftszeiten.
  • Finanzieller Mehrwert für Betriebe: Zugang zu branchenspezifischen Benefits.

-> Die oneDEHOGA-App ist ab sofort im App Store und Google Play Store verfügbar. Weitere Informationen gibt es hier: www.onedehoga.de 

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Meldung vom 28.01.26

Starkes Signal für den Tourismusstandort Deutschland

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) begrüßt die am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossene Nationale Tourismusstrategie der Bundesregierung ausdrücklich. Sie fokussiert auf einen stabilen Wachstumskurs der heimischen Wirtschaft durch konsequenten Bürokratieabbau, spürbare Entlastungen sowie mehr Flexibilität für die Branche.

Guido Zöllick, Präsident des DEHOGA Bundesverbandes, erklärt:

„In wenigen Monaten ist dem Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus Dr. Christoph Ploß gelungen, was in der vorherigen Bundesregierung zuletzt Jahre gedauert hat. Die Fertigstellung der Nationalen Tourismusstrategie der Bundesregierung mit konkreten Zielen binnen kurzer Zeit lässt hoffen, dass jetzt zügig ihre Umsetzung erfolgt.

Aus Sicht des Gastgewerbes setzt die Strategie mit ihren Schwerpunkten zum Bürokratieabbau, zur Fachkräftegewinnung oder auch zur Flexibilisierung des Arbeitszeitrechts die richtigen Akzente. Die Strategie betont die große wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Tourismus und insbesondere des Gastgewerbes.

Weiterhin lassen die Vorschläge zur Digitalisierung oder auch zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur den klaren Fokus auf mehr Wettbewerbsfähigkeit erkennen. Dass das Bundeskabinett sich heute gemeinschaftlich auf diese Punkte verständigt hat, ist ein wichtiges Signal zur richtigen Zeit. Die Betriebe in Deutschland warten auf Reformen, von denen alle profitieren und die spürbar sind.

Positiv bewertet der DEHOGA insbesondere die angestrebte Reform des Arbeitszeitgesetzes. Die Umstellung von der täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit schafft für Betriebe und Beschäftigte die dringend benötigte Flexibilität – gerade im People-Business Gastgewerbe mit seinen starken Nachfragespitzen.

Auch der klare Fokus auf konsequenten Bürokratieabbau, weniger Berichtspflichten, straffere Verfahren, Praxischecks und keine Übererfüllung von EU-Vorgaben entspricht dem dringenden Entlastungsbedarf in unserer Branche ebenso wie verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten und die Senkung der Körperschaftsteuer. Mit dem Setzen von Arbeitsanreizen, schnelleren Verfahren und einer zentralisierten „Work-and-Stay-Agentur“ sind weitere wichtige Stellschrauben benannt, um den gastgewerblichen Arbeitsmarkt zukunftsfest zu machen.“ 

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Meldung vom 19.12.25

7 Prozent stärken die Gastronomie und sichern Arbeitsplätze, Existenzen und soziale Treffpunkte

„Die 7 Prozent Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie sind die wichtigste Maßnahme zur Stärkung unserer Restaurants, Wirtshäuser, Cafés und Caterer“, begrüßt Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband), die Zustimmung des Bundesrats zum Steueränderungsgesetz am heutigen Freitag. „Die Maßnahme stellt die längst überfällige Steuergerechtigkeit her.

Damit werden Existenzen und Arbeitsplätze gesichert. Lebendige Innenstädte und attraktive ländliche Regionen gibt es nur mit einer vielfältigen Gastronomie“, hebt der DEHOGA-Präsident hervor und betont: „Mit dieser Entscheidung erkennt die Politik die hohe gesellschaftliche Relevanz der Betriebe an und stärkt die so wichtigen Begegnungsorte. Gastronomie macht unser Land lebendig und liebenswert, ermöglicht Tourismus und ist unverzichtbar für Austausch, sozialen Zusammenhalt und die Daseinsvorsorge.“ An den Betrieben hängt enorm viel.

„Fest verwurzelt in den Städten und Gemeinden sichern die Betriebe Wirtschaftskreisläufe und regionale Wertschöpfungsketten mit der Landwirtschaft, dem Lebensmittelhandwerk, den Winzern und Brauereien, den Lebensmittel- und Getränkeherstellern sowie mit Einrichtern, Ausstattern, Groß- und Fachhändlern. Schließt ein Restaurant, betrifft das nicht nur Gastronomen und ihre Mitarbeiter, sondern auch zahlreiche Produzenten und Dienstleister vor Ort“, verdeutlicht Zöllick.

7 Prozent Mehrwertsteuer auf alle Speisen beseitigen bestehende Wettbewerbsnachteile und sorgen endlich für Steuerfairness. „Durch die Entscheidung wird die Benachteiligung gegenüber anderen Essensanbietern wie Lieferdiensten oder dem Einzelhandel beendet, für die seit jeher nur 7 Prozent Mehrwertsteuer gelten“, erklärt Zöllick weiter. „Es ist nur konsequent und richtig, dass diese Ungleichbehandlung jetzt endlich verlässlich beseitigt wird.“

Die Maßnahme verschafft der Branche angesichts dramatisch gestiegener Kosten und der bevorstehenden Mindestlohnerhöhung zudem den dringend benötigten Rückenwind, um zu überleben. „Wo Spielräume vorhanden sind, werden Gastronominnen und Gastronomen diese nutzen für Investitionen in die Betriebe, Sicherung von Arbeitsplätzen, faire Löhne und attraktive Preisangebote“, so Zöllick.

Die 7 Prozent stärken zudem die Gemeinschaftsgastronomen und Caterer, die täglich 17 Millionen Menschen in Schulen, Kitas, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Betriebsrestaurants versorgen, und beseitigen Abgrenzungsschwierigkeiten.

„Der jahrzehntelange unermüdliche Einsatz des DEHOGA auf Bundes- und Landesebene hat sich gelohnt – nicht nur für die Gastronomie als Branche der Chance und Integration mit ihren zwei Millionen Beschäftigten und für ihre Partner, sondern mit Blick auf die großen struktur- und sozialpolitischen Effekte auch für die Gesellschaft insgesamt“, sagt Zöllick.

„Wir sind dankbar und freuen uns, dass die Politik Wort hält und sich die Regierungsfraktionen konsequent für die einheitliche Besteuerung von Essen mit 7 Prozent eingesetzt haben. Die große Zustimmung im Bundesrat zeigt, dass der Erhalt der gastronomischen Vielfalt auch den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am Herzen liegt – sie wissen um die große gesellschaftliche Bedeutung der Restaurants, Wirtshäuser und Cafés.“ 

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Nachricht vom 21.10.25

Auszeichung im Gastgewerbe - Bayern holt Mannschaftsgold

Spitzenleistungen, Leidenschaft und Teamgeist: Zwei Tage lang kämpften Deutschlands 51 beste Auszubildende im Gastgewerbe bei den 43. Deutschen Jugendmeisterschaften im Steigenberger Icon Grandhotel & Spa Petersberg um die Titel „Deutscher Jugendmeister 2025“. Im Ausbildungsberuf Hotelfachmann/-frau gewann Carolin von Arend vom Europa-Park GmbH & Co. – Hotelbetriebe KG, Rust (Baden-Württemberg).

Bei den Fachleuten für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie überzeugte Lilli Hermann vom Gasthaus Rössle, Elzach (Baden-Württemberg). Bei den Köchen sicherte sich Jana Meier vom Wellness & Natur Resort Reischlhof, Wegscheid (Bayern) den ersten Platz. In der Mannschaftswertung holte Bayern Gold, Baden-Württemberg errang Silber, und Bronze ging an Nordrhein-Westfalen.

Bei der feierlichen Siegerehrung vor rund 400 Gästen gratulierte Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), den Nachwuchstalenten und zeigte sich beeindruckt: „Die 43. Deutschen Jugendmeisterschaften haben erneut Maßstäbe gesetzt und bewiesen, wie attraktiv, vielfältig und anspruchsvoll die Ausbildung im Gastgewerbe ist. Das hohe Maß an Professionalität und das starke Miteinander der Teilnehmenden sind inspirierend und ein starkes Signal für die Zukunft der Branche.“

Zöllick dankte zugleich den Ausbildern, die sich mit Herzblut und Einsatz für die Fachkräfte von morgen engagieren und appellierte an die Politik: „Damit wir diese Erfolgsgeschichten auch künftig schreiben können, braucht das Gastgewerbe faire Rahmenbedingungen wie dauerhaft sieben Prozent Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie, mehr Flexibilität und weniger Bürokratie. Nur so sichern wir Qualität und Perspektiven in Gastronomie und Hotellerie.“

Dr. Christoph Ploß MdB, Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus, sagte in seiner Ansprache:

„Die Deutschen Jugendmeisterschaften zeigen, wie Nachwuchsförderung im Gastgewerbe geht – und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung von morgen. Es freut mich zu sehen, dass unsere Reform der dualen Ausbildung ein echter Erfolg war. Allen Wettbewerbsteilnehmern gilt meine höchste Anerkennung: Sie haben in den letzten Tagen nicht nur ihr exzellentes fachliches Können, sondern auch große Leidenschaft und beeindruckenden Teamgeist bewiesen.

Hans Schneider, Vorsitzender der Wettkampfleitung, erklärte:

„Schon die Teilnahme an den Jugendmeisterschaften markiert den Startschuss für eine vielversprechende Karriere in einer der spannendsten und facettenreichsten Branchen überhaupt. Der Petersberg macht Lust auf weitere Spitzenleistungen. Wer es bis hierhin schafft, kann es überall schaffen – national wie international. Die Deutschen Jugendmeisterschaften haben Strahlkraft weit über die Branche hinaus.“

Vom 18. bis 19. Oktober 2025 herrschten in den Räumen des Steigenberger Icon Grandhotel & Spa Petersberg Wettkampfstimmung und Nervenkitzel pur. Auf dem Petersberg zeigte der Branchennachwuchs sein Können in Theorie und Praxis. Von schriftlichen Aufgaben über die Warenerkennung bin zum Zubereiten von Speisen und Getränken – gefordert waren Fachwissen, Präzision und Kreativität.

Die Fachmänner und Fachfrauen für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie mixten Cocktails, deckten Tische ein und führten ein Verkaufsgespräch. Die Hotelfachleute stellten ihr breites Know-how beim Rezeptionsgespräch, der Vorbereitung eines Hotelzimmers sowie mit innovativen Ideen für ein neues Hotel-Leitbild unter Beweis. Spannend war auch die gemeinsame Teamaufgabe, bei der die Nachwuchskräfte aus Restaurant- und Hotelfach eine Bar-Karte entwickelten, Drinks kreierten und einen stilvollen Empfangsservice ausrichteten.

Den festlichen Höhepunkt bildete das Wettbewerbsessen am Sonntagabend: Dabei komponierten die Nachwuchsköche ein 4-Gang-Menü aus Vorspeise, vegetarischem Zwischengang, Hauptgang und Dessert. Grundlage war ein vorgegebener Warenkorb unter anderem mit Lachs, Auberginen, Kürbis, Wachteleiern, Rinderhüfte, Garnelen sowie Maronen und Ricotta.

Bewertet wurden nicht nur Geschmack, Kreativität und Präsentation, sondern auch Sauberkeit am Arbeitsplatz, Zeiteinteilung, Rohstoffverarbeitung und Zubereitungstechniken. Die Restaurant- und Hotelfachtalente begleiteten die Gäste souverän und formvollendet durch den Abend.

Bei der feierlichen Siegerehrung am Montag nahmen die Teilnehmer ihre Medaillen aus den Händen von DEHOGA-Präsident Guido Zöllick, Marion Wenzel, Vizepräsidentin Verband der Servicefachkräfte, Restaurant- und Hotelmeister (VSR), sowie Thorben Grübnau, Präsidiumsmitglied Verband der Köche Deutschlands (VKD), entgegen. Gemeinsam mit Hans Schneider, Vorsitzender der Wettkampfleitung, und den Juryvorsitzenden Roland Kestel (Köche), Joachim Vorrath (Restaurantfach) und Elisabeth Frahling (Hotelfach) ehrten sie die Nachwuchstalente.

Als Anerkennung für ihre herausragenden Leistungen wurden die Teilnehmer mit attraktiven Preisen ausgezeichnet – darunter Weiterbildungs- und Hotelgutscheine sowie Fachliteratur. Der traditionsreiche Wettbewerb gilt als wichtigstes Nachwuchsevent der Branche. Träger der Deutschen Jugendmeisterschaften sind der DEHOGA Bundesverband, der Verband der Köche Deutschlands (VKD), der Verband der Servicefachkräfte, Restaurant- und Hotelmeister (VSR) sowie die FBMA-Stiftung.

Zu den Hauptsponsoren und Förderern zählen die Koelnmesse und MKN sowie die hoga Unternehmerversorgung, die Franz-Herrlein-Stiftung, die Metro AG und die Bitburger Braugruppe.
Die Besten ihres Fachs 2025

Hotelfachmann/-frau

  • Carolin von Arend – Europa-Park GmbH & Co. – Hotelbetriebe KG, Rust (Baden-Württemberg)
  • Frida Straube – Frankfurt Marriott Hotel, Frankfurt (Hessen)
  • Maria Gantner – Hotel Bayerischer Hof, München (Bayern)

Fachmann/-frau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie

  • Lilli Hermann – Gasthaus Rössle, Elzach (Baden-Württemberg)
  • Annalena Janzen – Bürgerpark Schäppchen, Lübbecke (Nordrhein-Westfalen)
  • Lea Berk – Güterbahnhof Restaurant, Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern)

Koch/Köchin

  • Jana Meier – Wellness & Natur Resort Reischlhof, Wegscheid (Bayern)
  • Niklas Hues – Trüffel & Bohne, Rhede (Nordrhein-Westfalen)
  • Lina Marie Meinecke – Weinhaus Uhle, Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern)

  • Weitere Infos zum Steigenberger Icon Grandhotel & Spa Petersberg

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Meldung vom 21.08.25

Halbjahresbilanz Gastgewerbe 2025

Das Gastgewerbe in Deutschland ist noch immer weit entfernt vom Vor-Corona-Niveau. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, setzten die Hoteliers und Gastronomen nach vorläufigen Ergebnissen im ersten Halbjahr 2025 real -15,1% weniger um als im Jahr 2019, dem letzten Jahr vor der Coronakrise (nominal +10,9%, Originalwerte). „Damit gehen wir auf das sechste Verlustjahr in Folge zu“, sagt Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband).

„Insbesondere die Gastronomie ist stark betroffen. Im sechsten Jahr in Folge verzeichnet sie hohe reale Umsatzverluste. Insbesondere die Erhöhung der Mehrwertsteuer für Speisen von 7% auf 19% zum 01.01.2024 hat den Druck massiv verschärft“, erklärt Zöllick. Gegenüber 2019 weist die Gastronomie für das erste Halbjahr 2025 einen realen Umsatzverlust von -17,4% aus (nominal +11,2%). Zum Vorjahr betrug das reale Umsatzminus -4,1% (nominal +0,1%)

Die Einführung der 7% auf Speisen wird zur Existenzfrage

Angesichts der dramatischen Umsatzverluste und der gleichzeitig massiv gestiegenen Kosten muss die Gastronomie dringend gestärkt werden. „Nur die Rückkehr zur 7%-Mehrwertsteuer auf Speisen kann die notwendige Luft zum Atmen verschaffen“, macht DEHOGA-Präsident Guido Zöllick deutlich.

„Unsere Betriebe sind mehr als nur Orte zum Essen und Trinken - sie sind Herzstücke unserer Städte und Dörfer, schaffen Treffpunkte, sichern Arbeitsplätze und machen Innenstädte lebendig und attraktiv. Ohne die 7% Mehrwertsteuer droht nicht nur ein Sterben gastronomischer Vielfalt, sondern auch ein spürbarer Verlust an Lebensqualität und Aufenthaltskultur in unseren Innenstädten.

Gerade im ländlichen Raum sind Gasthäuser oft die letzten verbliebenen Orte der Begegnung. Fällt die Gastronomie dort weg, verlieren ganze Regionen dauerhaft ihre Mitte. Die Einführung der 7% Mehrwertsteuer auf Speisen ist die überfällige steuerliche Gleichbehandlung von Essen und entscheidet über die Zukunft vieler Restaurants.“

Gastronomie massiv unter Druck

Zeitgleich zu den sinkenden Umsätzen explodierten die Kosten: Personal +34,4%, Lebensmittel +27,1%, alkoholfreie Getränke +33,7%, alkoholische Getränke +17,9%, Energie +27,6% (Juli 2025 gegenüber Januar 2022). Die hohen Preise belasten nicht nur die Restaurants, Gasthäuser und Cafés, sondern auch die Gäste. Preissensibilität und Konsumzurückhaltung nehmen zu.

Viele Gäste gehen seltener essen, wählen günstigere Gerichte, verzichten auf Vorspeisen oder das zweite Getränk. Der DEHOGA beobachtet ein „Trading down“. Verlierer sind die Restaurants und Gasthäuser, denn die Verbraucher weichen auf Essen zur Mitnahme oder den Lebensmitteleinzelhandel aus, denn dafür gelten seit jeher nur 7% Mehrwertsteuer. 

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Meldung vom 23.05.25

Kompetenz für den Nachwuchs: Yvonne Schwarzer aus Kyritz neue stellvertretende Vorsitzende

Als Vorsitzender in seinem Amt bestätigt wurde Hans Schneider vom Landgasthof-Hotel Riesengebirge im fränkischen Neuhof an der Zenn (Bayern). Als neue stellvertretende Vorsitzende wählten die BAB-Mitglieder Yvonne Schwarzer vom Hotel & Restaurant Waldschlösschen in Kyritz (Brandenburg). Philip Ibrahim vom Mercure Hotel MOA in Berlin und Martin Bosch vom Hotel-Restaurant Linde in Heidenheim (Baden-Württemberg) wurden als stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt.

Schneider freut sich auf das Miteinander mit seinen nun drei Vorstandskollegen: „Mit diesem starken Team bündeln wir unterschiedliche Kompetenzen und Perspektiven aus ganz Deutschland. Gemeinsam gestalten wir die berufliche Bildung im Gastgewerbe aktiv mit – praxisnah, vorausschauend und mit dem klaren Ziel, jungen Menschen attraktive Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten und die Qualität der Ausbildung dauerhaft zu sichern.“

Der Ausschuss setzt sich aus Experten aller DEHOGA-Landesverbände, Fachverbände und Fachabteilungen zusammen. Als ständige Gäste wirken zudem Vertreter des Verbands der Köche Deutschlands (VKD), des Verbands der Servier- und Restaurantmeister (VSR), der Gastronomischen Akademie Deutschlands (GAD), der Hotelfachschulen sowie der Dualen Hochschule Baden-Württemberg mit.

Neben dem Austausch über Best Practice zum Beispiel beim Nachwuchsmarketing oder den Weiterbildungsprogrammen der Länder initiiert der Ausschuss auch die Neuordnung von Aus- und Fortbildungsordnungen, gestaltet Unterstützungsangebote für die Ausbildungsbetriebe wie die Zertifizierung TOP-Ausbildungsbetrieb und berät das DEHOGA-Präsidium in bildungspolitischen Fragen.

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