News vom Leaders Club Deutschland
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Der Leaders Club als Sprachrohr der Branche

02.02.2026 | Leaders Club Deutschland

2001 gegründet, hat sich der Leaders Club zur Aufgabe gemacht, als Sprachrohr der Branche die wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Bedeutung der Gastronomie in Deutschland zu stärken. Innovativ und mutig, so wollen die Macher Wissen weitergeben sowie Neugründungen, zukunftsweisende Konzepte und die Entwicklung der Branche fördern. Lesen Sie hier Nachrichten des Netzwerks, das sich mit www.leadersclub.de als Herzensangelegenheit versteht!

Leaders Club Gastro Sessions Logo
Leaders Club Gastro Sessions Logo
Gremium 2026 / Foto: Leaders Club Deutschland
Gremium 2026 / Foto: Leaders Club Deutschland
Das Siegerfoto vom Leaders Club Award 2025 / Foto: Leaders Club Deutschland
Das Siegerfoto vom Leaders Club Award 2025 / Foto: Leaders Club Deutschland
6. Leaders Club Online Exchange Deutschland / Foto: Leaders Club Deutschland
6. Leaders Club Online Exchange Deutschland / Foto: Leaders Club Deutschland
Leaders Club Gastro Sessions Impression / Foto: Leaders Club Deutschland
Leaders Club Gastro Sessions Impression / Foto: Leaders Club Deutschland

Leaders Club Deutschland AG mit personellen Veränderungen & Acting Country

Auch im 25. Jahr seines Bestehens sieht sich der Leaders Club Deutschland mit einem schlagkräftigen Führungsgremium weiterhin gut aufgestellt. Präsident Marc Uebelherr dankt den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Frank Buchheister und Frank Klix für ihren großen Einsatz und ihre vielfältigen Verdienste in den vergangenen Jahren.

„Frank Buchheister und Frank Klix haben den Leaders Club mit ihrem Einsatz, ihrem Know-how und ihrer Leidenschaft nachhaltig geprägt. Ihr Einsatz für die Weiterentwicklung des Clubs war außergewöhnlich. Im Namen des gesamten Leaders Club Deutschland danke ich beiden von Herzen und freue mich, dass sie den Leaders Club als Mitglieder - und Frank Buchheister in seiner neuer Position - auch weiterhin bei dieser wichtigen Arbeit unterstützen werden.“

Kompetenz und Erfahrung für die Zukunft

Silja Steinberg ist erfolgreiche Gastronomin aus München und verantwortet den Hofbräukeller am Wiener Platz sowie das Hofbräu-Festzelt auf dem Münchner Oktoberfest. Die familiengeprägten Betriebe führt sie mit klarem Fokus auf Qualität, Tradition und zeitgemäße Führung. Als langjähriges Mitglied des Leaders Club bringt sie ihre tiefe Branchenkenntnis und unternehmerische Erfahrung in den Vorstand ein und übernimmt nun denVorstandsvorsitz.

„Mit Silja Steinberg gewinnen wir eine Vorstandsvorsitzende, die Gastronomie nicht nur versteht, sondern lebt. Ihre unternehmerische Erfahrung, ihre Nähe zur Praxis und ihr Engagement für unsere Branche machen sie zur idealen Besetzung für diese Aufgabe“, unterstreicht Marc Uebelherr.

Johannes Roiner leitet die Geschäfte bei Fabbri 1905 für Deutschland & Österreich und bringt umfassende Erfahrung in Unternehmensführung, Vertrieb und strategischer Entwicklung mit. Er verfügt weiterhin über umfassendes Know-how in der Lebensmittelbranche und ist Mitglied des Vorstandes beim Leaders Club International.

Rasmus Stjernholm ist gelernter Koch, erfahrener Gastronom, Coach und Gründer von GASTRO CONSULTING STJERNHOLM. Er verfügt über langjährige Führungs- und Beratungserfahrung in der Gastronomie und Systemgastronomie.

Stefan Tschoner, etablierter Gastronom aus München, betreibt gemeinsam mit Andreas Kolenda mehrere LA BURRITA-Standorte mit modernem California Street Food. Außerdem ist er Mit-Geschäftsführer des Big Green Flagship Store Eggcelllent BBQ in München.

Der Leaders Club feiert 2026 sein 25-jähriges Bestehen. Im Jubiläumsjahr gehören dem Vorstand Silja Steinberg (Vorsitzende), Erhan Baz, Simi Berst, Torsten Petersen, Johannes Roiner und Inge Vogt an. Im Aufsichtsrat engagieren sich René Dost, Anna Foidl, Stefan Gebauer, Dirk Hanisch, Friederike Lekscha, Rasmus Stjernholm, Stefan Tschoner, Claudia Widauer und Marc Uebelherr als Vorsitzender.

Leaders Club International: Leaders Club Deutschland wird Acting Country für die Jahre 2026 & 2027

Für die kommenden zwei Jahre übernimmt der Leaders Club Deutschland die Rolle des Acting Country für den Leaders Club International. Der Leaders Club International ist ein Zusammenschluss nationaler Leaders Clubs mit dem Ziel, den internationalen Austausch zu stärken und globale Foodservice-Trends frühzeitig zu identifizieren.

In diesem Zusammenhang übernimmt Frank Buchheister die Rolle des President Acting Country. Er verantwortet damit für den Leaders Club Deutschland die Organisation der Veranstaltungen des Leaders Club International in Deutschland.

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Frühere Leaders Club News

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Meldung vom 15.11.25

Großes Kino in Konstanz

Und der Branchen-Oscar geht an … die Senns.Bar&Foodlounge! Der diesjährige Leaders Club Award in Konstanz bot wieder einmal alles, was eine gelungene Preisverleihung braucht: Im Rahmen einer feierlichen Gala im Restaurant Glorious Bastards durften fünf nominierte Gastronomen auf die begehrte Auszeichnung des Leaders Club Deutschland hoffen.

Allesamt originell, kreativ und zukunftsweisend, verbreiteten sie mit ihren Ideen und ihrem Mut die in diesen herausfordernden Zeiten so wichtige Aufbruchstimmung unter den Hospitality-Kollegen. Die dankten es ihnen mit begeistertem Applaus und kürten Spitzenkoch Andreas Senn aus Salzburg zum Gewinner der Goldenen Palme 2025. Über Silber freute sich das Team der Münchner Kneipe 80, die bronzene Palme ging ebenfalls nach München an das Bergson Kunstkraftwerk.

Die Location war so einzigartig wie die fünf Nominierten: Das Glorious Bastards im LAGO-Center in Konstanz ist die erste Deutschland-Dependance von Heiner Raschhofers mehrfach preisgekröntem Konzept, das 2018 den Deutschen und 2019 den Internationalen Leaders Club Award gewann.

Auf 2.000 qm finden sich hier mehrere gastronomische Welten unter einem Dach: der perfekte Rahmen für das jährliche Highlight im Leaders Club-Kalender. Beim festlichen Dinner und der rauschenden After-Show-Party mit DJ und Live-Musik feierten die Gäste ausgiebig die schönste Branche der Welt und ihre frisch gekürten Aushängeschilder.

Lösungen für die Transformation der Branche

Die Award-Zeremonie selbst fand im benachbarten Saal des CineStar-Kinos statt. Dort hieß es „Vorhang auf” für fünf Konzepte, die nicht nur das gesamte Spektrum der Gastronomie in Deutschland und Österreich abbilden, sondern auch innovative Lösungen für die aktuelle Transformation der Branche finden.

Mit dem Münchner Kunstkraftwerk Bergson, dem Happy Franky in Troisdorf, der Kerb Foodhall in Berlin, der Münchner Kneipe 80 und der Senns.Bar&Foodlounge in Salzburg präsentierten sich die Neudenker und Macher von morgen den rund 300 anwesenden Profis aus Gastronomie und Hotellerie, Industrie und Beratung ausführlich in Wort und Bild. Im Anschluss folgte gemäß Drehbuch die Abstimmung durch das Publikum – und es wurde spannend!

Nervenkitzel und Freudentränen

Gegen den Nervenkitzel während der Auszählung half die spektakuläre LED-Lichtshow des Lichtkünstlers Feuerfuchs. Schließlich durfte das bewährte Moderatoren-Duo aus Leaderin Silja Steinberg und Club-Präsident Marc Uebelherr erst die bronzene, dann die silberne und als Höhepunkt die goldene Palme verleihen: Happy End und auch ein paar Tränen der Freude beim glücklichen Gewinner Andreas Senn.

„Wir hätten nie damit gerechnet, uns mit unserem kleinen Konzept gegen so beeindruckende Mitbewerber durchzusetzen. Dass wir mit unserer Vision überzeugen konnten, Spitzenküche einem breiten Publikum zugänglich zu machen – das ist wirklich überwältigend.“

Große Küche in kleinem Rahmen

Spitzenkoch Andreas Senn, ausgezeichnet mit zwei Michelin-Sternen und vier Hauben, öffnet seit Januar 2025 seine Küche – und das ganz wörtlich. Mit den 20 Sitzplätzen an der SENNS.BAR & FOODLOUNGE schafft er in seinem Salzburger Fine Dining-Restaurant eine ungezwungene und zugängliche Möglichkeit, Weltklasse-Produkte zu genießen – ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen.

Zu einer Auswahl von rund zwei Dutzend offenen Weinen serviert das Team acht Originalgerichte aus der 2-Sterne-Küche ab 8 €. Darunter Klassiker wie die Steamed Buns mit Rosa Bianca Aubergine, Edamame und Miso oder Ochsenmarkknödel mit Hefe, Karfiol und weißem Alba-Trüffel (28 €).

Eine Reise durch Texturen, Aromen und Techniken, die mit einem Durchschnittsbon von 50 € beweist: Exzellenz muss nicht elitär sein. Abgerundet wird das Erlebnis durch die „Sen(n)sational Cocktails“: fünf von Senn selbst komponierte Signature-Drinks, die das kulinarische Konzept flüssig weiterdenken.

Die Philosophie der SENNS.BAR & FOODLOUNGE ist identisch mit der des Hauses: Nur das Beste kommt auf den Teller oder ins Glas. Im einzigartigen Ambiente der ehemaligen Glockengießerei im Salzburger Gusswerk entstehen Gerichte mit Tiefgang, getragen von Neugier, Präzision und kompromisslosem Fokus auf Geschmack. Das gilt auch für die Kreationen des neuen Barchefs, der zu den besten seiner Zunft zählt: Stanislaus Fürst setzt auf sensorische Erlebnisse, die weit über die klassische Barkultur hinausgehen.

Die SENNS.Bar ist kein Ableger, sondern eine Einladung: An Kenner, Entdecker und Genießer – und an alle, die sich gerne an der Schwelle zwischen Bar und Küche aufhalten, lieber flexibel à-la-carte als ein Gourmetmenü bestellen und den spontan-legeren Auftritt der großen Show vorziehen. Ein Ort für spontane Abende, intensive Gespräche und ganz große Küche im kleinen Rahmen.

Leuchttürme der Branche

„Der Award und die Nominierten waren wie jedes Jahr ganz großes Kino”, kommentierte Moderator und Leaders Club Präsident Marc Uebelherr den ganz besonderen Abend. „Heute wurden wieder Heldengeschichten unserer Branche geschrieben.”

Seit seiner Premiere im Jahr 2002 bietet der Leaders Club Award eine Bühne für die Leuchttürme der deutschen und österreichischen Gastronomie. Hier treffen kreative Newcomer auf visionäre Konzepte etablierter Unternehmer. Gemeinsam zeigen sie, wie kreativ, wandelbar und inspirierend die Hospitality-Branche ist.

„Mit dem Award senden wir ein starkes Signal“, betont Leaders-Club-Vorstandsvorsitzender Frank Buchheister. „Die Gastronomie lebt – sie ist innovativ und voller Ideen. Die Sieger und Nominierten des Awards stehen beispielhaft für diesen Mut, Neues zu wagen, den wir mit dem Leaders Club Award sichtbar machen und würdigen wollen.“ 

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Meldung vom 15.10.25

„Zwischen Liebe und Frust – Quo vadis Gastronomie“

Am 14. Oktober 2025 fand von 10:00-12:00 Uhr der 6. Online Exchange des Leaders Club Deutschland statt. Unter dem Titel „Zwischen Liebe und Frust – Quo vadis Gastronomie“ beleuchtete das digitale Format die aktuelle Lage der Branche zwischen wirtschaftlichem Druck, Fachkräftemangel und großen Zukunftsfragen und zeigte zugleich auf, welche Chancen sich aus dieser Dynamik ergeben.

Über 150 Teilnehmer nahmen an der Online-Veranstaltung teil, die von Michael Kuriat (Marketingexperte, Speaker & Gastronom) moderiert wurde. In kompakten zwei Stunden gaben hochkarätige Branchenexperten praxisnahe Einblicke, fundierte Analysen und konkrete Handlungsempfehlungen:

Ingrid Hartges (DEHOGA Bundesverband) sprach über die politischen Rahmenbedingungen und die Bedeutung klarer Signale in der Mehrwertsteuerfrage.
„Mit den 7% werden endlich die Wettbewerbsnachteile der Restaurants und Cafés beseitigt. Die einheitliche Besteuerung von Speisen sorgt so für die überfällige Stärkung unserer öffentlichen Wohnzimmer.“

Ilona Renner (foodservice, dfv Mediengruppe) ordnete die aktuellen Marktbewegungen ein.
„Wir sehen derzeit eine Neuverteilung von Gästeströmen und Konsumverhalten. Wer nah an den Bedürfnissen der Menschen bleibt, kann auch in schwierigen Zeiten erfolgreich sein.“

Jochen Pinsker (Circana) präsentierte Daten zu Gästeerwartungen und Frequenzen.
„Die Gäste kommen gezielter, dafür mit höheren Ansprüchen an Qualität, Erlebnis und Nachhaltigkeit.“

René Dost (REDO Unternehmensgruppe) gab Einblicke aus der Praxis.
„Gastro ist geil - aber sie braucht wieder Herz, Kraft und Respekt.“

Tim Wetzel (Hotel-Restaurant Schwanen,Metzingen, DEHOGA BaWü) teilte seine Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag.
„Gerade jetzt zeigt sich, wofür wir in unserer Branche brennen: für Menschen, für Genuss und für Momente, die bleiben. Diese Leidenschaft ist es, die uns durch schwierige Zeiten trägt.“

Erich Nagl (ETL ADHOGA) ermutigte den Lauf der Dinge selbst in die Hand zu nehmen, in dem er die prägnantesten Punkte der Vorbereitung auf 2026 zusammenfasste.
„Wer seine Zahlen versteht, kann auch in turbulenten Zeiten mutige Entscheidungen treffen.“

Leaders Club Präsident Marc Uebelherr brachte es zum Abschluss auf den Punkt:
„Zwischen Liebe und Frust steckt unglaublich viel Energie. Der Online Exchange hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, sich untereinander zu vernetzen, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.“

Über den Chat und das Q&A-Tool konnten sich die Teilnehmenden aktiv einbringen und Fragen stellen. Eine Aufzeichnung des Online-Exchange wird im Nachgang zur Verfügung gestellt. 

Mit Formaten wie dem Online-Exchange, die Leaders Club Academy, den Gastro-Sessions, dem Leaders Club Award und dem Deutschen Gastro-Gründerpreis, aber auch mit nationalen- und internationalen Trendtouren und regelmäßigen lokalen MeetUps vernetzt der Leaders Club Deutschland seit über zwei Jahrzehnten Menschen, die Gastronomie leben und lieben, um echte Einblicke aus der Branche zu gewinnen, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln.

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Meldung vom 20.05.25

Leaders Club lädt zum „Familientreffen” nach München

Marken. Menschen. Emotionen. Drei Schlagworte, die in der Hospitality-Branche derzeit in aller Munde sind. Bei den diesjährigen Gastro Sessions des Leaders Clubs im Münchner Hofbräukeller wurden sie mit Leben gefüllt: von den mehr als 200 Teilnehmenden, die bei persönlichem Austausch und intensivem Netzwerken neue Freundschaften schlossen, ebenso wie von starken Marken wie L’Osteria, Hofbräu, Allresto und Maisel, die eindrucksvoll verdeutlichten, was kraftvolles Branding für den geschäftlichen Erfolg bedeutet.

Der am häufigsten gehörte Begriff war allerdings eindeutig „Emotionen”: Sie sind mehr denn je der Schlüssel für echte Begeisterung bei Gästen und Mitarbeitern. Und der Grund, warum die Gastro Sessions längst mehr sind als eine Fachkonferenz: nämlich ein echtes Familientreffen.

Hofbräukeller-Wirtin Silja Steinberg betonte bei ihrer Begrüßung die Emotionen als roten Faden der täglichen Arbeit ihres fast 100-köpfigen Teams: „Sie verbinden uns durch alle Höhen und Tiefen, die stressigen Schichten, die Tränen und die lachenden Gäste.

Wir sind nicht nur Gastgeber, sondern Stimmungsmanager, die ihr Herz jeden Tag in den Gastraum tragen!” Damit war die Tonalität für das dicht gepackte, von Johannes Roiner moderierte Programm der nächsten beiden Tage gesetzt: Es ging um gute Gefühle, wie man sie erzeugt, was sie bewirken und warum sie gerade in schwierigen Zeiten einen so großen Stellenwert für die Menschen haben.

Denn längst sind Hunger und Durst nicht mehr die Hauptmotive für Besuche in der (bedienten) Gastronomie: „Die Qualität des Service, Erlebnis, Atmosphäre, die Wertschätzung als Gast – all diese Gründe zählen inzwischen deutlich höher”, wie Marktforscher Jochen Pinsker, Circana, anhand aktueller Daten feststellte.

Stefania Lettini, Inhaberin von Lettinis Genusshelden in Düsseldorf, ergänzte: „Es geht um Authentizität: Copy-Paste und austauschbare Convenience zerstören die Identität und den Charakter eines Konzepts. Je digitaler die Welt, desto echter muss das Gefühl sein.”

Die Marke zur Love Brand machen

Wie lassen sich diese Authentizität, diese Emotionen auch in multiplizierten Konzepten – der zuweilen immer noch skeptisch beäugten Systemgastronomie – leben und skalieren? John Schlüter, Chief Marketing Officer bei L’Osteria, weiß es: „Blicken wir weniger auf das System als auf die Marke und machen wir sie über alle Kanäle und Zielgruppen hinweg zur Love Brand: mit beliebten und ehrlich überzeugten Botschafter, unverwechselbarem Merchandise und begeisterten Mitarbeiter.”

Denn wenn das Team auf YouTube den eigens komponierten Song singt, werden Restaurants und Marken buchstäblich zu Resonanzräumen, die Emotionen und Identität widerspiegeln, wie Gastronomin Frieda Lekscha erklärte: „Es geht darum, Momente zu schaffen, die im Kopf, Herz und Nervensystem gespeichert werden.” Dabei darf heute gerne Künstliche Intelligenz helfen – aber nur, wenn sie nicht beliebige Ergebnisse liefert, sondern „Gänsehaut kann”.

Genau solche Momente erlebten die Teilnehmer zum Abschluss des ersten Session-Tages in der „Kneipe 80”, einem Pop-up-Projekt von Marc Uebelherr und Alex Brenner, das mit junger Dynamik, Wohnzimmer-Feeling und unperfektem Retro-Charme die Generationen „Kassettenkinder” und „Z” in fröhlicher Eintracht zum Tanzen bringt. Für Gänsehaut sorgte an diesem Abend – ganz ohne KI – zudem Musiker Rolf Stahlhofen, „Sohn Mannheims” und Gründer der Initiative „Water is Right” mit einem spontanen Konzert.

Wider die emotionale "Hangriness" 

Auch Tag zwei der Sessions stand im Zeichen der Frage, wie die Gastronomie den Hunger nach echten Gefühlen stillen kann. Speaker wie Jeff Maisel (Maisel & Friends), Andreas Reichert (Allresto Flughafen München) oder Michaela Reitterer, (Boutique Hotel Stadthalle in Wien), teilten ihre Leidenschaft für Marken und Menschen mit dem Publikum und verrieten, wie sie tagtäglich die emotionale „Hangriness” der Gesellschaft, sprich: die hungerbedingte Gereiztheit, in Zufriedenheit verwandeln.

„Dabei gilt es, jedes Konzept von Anfang an so zu planen, dass Menschen darin erfolgreich arbeiten und ihre Begeisterung an die Gäste weitergeben können”, wie es Hubert Sterzinger formulierte. „Auch die Auswahl des richtigen Kassensystems ist Teil der emotionalen Architektur eines Restaurants”, gab der vielfach ausgezeichnete Gestalter gastronomischer Wohlfühlwelten zu Bedenken.

Wer Emotionen nicht nur geschickt konstruiert, sondern auch offen kommuniziert, kann heutzutage auch als Mensch zur Marke werden. Wie Gastronom René Dost, der in den sozialen Medien so erfolgreich ist, dass seine Gäste regelmäßig Selfies mit ihm machen wollen.

Auch für ihn ist Authentizität der Schlüssel, ebenso wie das schonungslose Sprechen über seine Fehler, die er das beste Investment in die eigene Kompetenz nennt. Allerdings warnte Dost vor zu viel (Bauch-)Gefühl in der Unternehmensführung: „Wenn ich in meinem Leben Geld verbrannt habe, dann meistens, weil ich emotional und begeisterungsfähig bin.”

 Weitere gastronomische Workhacks aus den Gastro Sessions 2025:

  • „Um der KI Gänsehaut beizubringen, sollte man sie nicht wie eine Maschine behandeln, sondern als Spiegel und Sparringspartner.” Frieda Lekscha, Geeske und der swarte Roelf
  • „Menschen + Marken + Emotionen = Gastronomie.” Johannes Roiner, FABBRI 1905
  • „Gastgeber sein kann man nur am Gast. Nicht im Büro.” René Dost, REDO Unternehmensgruppe
  • „Architektur muss dazu beitragen, dass der Spüler mit dem CEO auf Augenhöhe ist.” Hubert Sterzinger, Superstudio21
  • „Nutzen Sie die Magie der Sensorik, um Ihre Gäste emotional zu erreichen.” Karin Tischer, food & more
  • „Bekanntheit alleine verkauft nicht. Die qualifizierte Bekanntheit ist entscheidend. Was machst du besser als jeder andere?” Alexander Biesalski, Biesalski & Company
  • „Funktion ist gut, aber Emotion ist besser.” Andreas Reichert, Allresto
  • „Mitarbeiter, die Spaß haben, sind Mitarbeiter, die Spaß machen.” Frank Simmeth, Simmeth Training
  • „Authentizität ist kein Aufwand. Man muss sich nur dafür entscheiden. Wissen erhöht den Genuss.” Stefania Lettini, Lettinis Genusshelden
  • „Nur wenn alle im Team größer werden, können wir wachsen.” Jeff Maisel, Brauerei Gebr. Maisel

Mit diesen und weiteren Learnings bleiben die diesjährigen Gastro Sessions des Leaders Clubs im Gedächtnis: Nicht nur wegen des Teilnehmerrekords, der wunderbar herzlichen Gastgebern des Hofbräukellers und der Sause in der Kneipe 80, sondern vor allem wegen der vielen wichtigen Impulse und Inspirationen für zukünftige Erfolge im People Business Gastronomie. Learnings, die Coach Frank Simmeth treffend zusammenfasste: „Gute Gefühle gehören in die DNA jedes Betriebs!”

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