Pimp my Restaurant. So geht es
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Pimp my Restaurant. So geht es

31.01.2020 | Magdalena Ruppert

Wie sich Ihre Gastronomie neu erfinden lässt

Bildquelle: Hotelier.de
Bildquelle: Hotelier.de

Es gibt unzählig viele Anlässe, die eine Überarbeitung des Restaurantkonzepts nötig machen können: Entweder es wurde gerade eine neue Gewerbeimmobilie angemietet oder erstanden und diese muss erstmal so hergerichtet werden, dass das Interieur zum gastronomischen Konzept passt, oder es gilt einen Tapetenwechsel in einer bestehenden Gastronomieeinrichtung einzuläuten.

Der Tapetenwechsel kann sowohl optischer als auch inhaltlicher Natur sein, was bedeutet: Sowohl neue Möbel als auch ein anderes Speisenangebot sind erlaubt und in manchen Fällen vielleicht sogar ausdrücklich erwünscht. Da Umbauten häufig aus Kostengründen und kulinarische Änderungen aus Mangel an Mut gescheut werden, gibt es in diesem Artikel Tipps und Tricks, wie sich das Restaurant mit vergleichsweise einfachen Mitteln neu erfinden lässt.

Folien rein für eine optische 180-Grad-Wendung

Es ist die eine Option, das komplette Interieur aufwendig zu entfernen und anschließend wieder neu einbauen zu lassen. Wirtschaftlich ist diese umfangreiche Aufgabe allerdings nur selten. Stattdessen lassen sich vor allem glatte Flächen – also Wände und Fronten – heutzutage im Handumdrehen mit einer stylischen Möbelfolie ausstatten. Mit Blick auf die Auswahl bleiben optisch betrachtet keine Wünsche offen, was auch bedeuten kann: Aus der einfarbigen und fast schon langweilig und eintönig aussehenden Wand wird mit der passen Möbelfolie eine Wand in Marmor-, Stein-, Holz- oder Textiloptik. Selbst Beton- und Lederoptik sind denkbar.

Allerdings gilt mit Blick auf die Auswahl an Dekoren auch: Zunächst muss ein Gesamtkonzept für das Restaurant erarbeitet werden. Dann kann beispielsweise die offene Küche mit Holzdekor in eine ansehnliche Show-Kitchen umgestaltet werden, während die Gäste an ihren Tischen vor edlen Mauern in Betonoptik Speisen und Getränke genießen.

Upcycling ja, aber bitte nicht schäbig

Wer Geld bei der Einrichtung oder Neugestaltung sparen möchte, kann sicherlich den Upcycling-Weg beschreiten, der aktuell absolut im Trend liegt. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn Upcycling bedeutet nicht, dass ein wilder Stilmix aus Flohmarktartikeln die neue Gaststube füllen darf, denn das wirkt schnell schäbig. Upcycling funktioniert immer dann besonders gut, wenn beispielsweise aus einer Geschäftsauflösung heraus mehrere gleiche Möbelstücke für günstiges Geld erworben werden können. Diese Möbel tragen dann eine Handschrift und können so aufbereitet werden, dass es zum Stil des Restaurants passt.

Tipp: Im Pub-Ambiente muss es ein wenig dunkel und verrucht sein; typisch amerikanisch wären hingegen Tische ohne Tischdecken und groß dimensionierte, lederne Sitzbänke. Upcycling muss allerdings nicht bedeuten, dass das komplette Restaurant dahingehend umgebaut wird. Denkbar ist auch, mit ein paar durchdachten Details etwas Neues, Pfiffiges zu erschaffen. Für Beleuchtungsideen eignen sich beispielsweise immer Flaschen mit Lichterketten. In einem trendigen Café könnten sich hölzerne Obstkisten als Gestaltungselement durchsetzen – und zwar vom Hocker bis zur Deckenlampe.

Auch Details wie etwa Türgriffe aus einem Suppenlöffel können zum echten Hingucker im alten-neuen Restaurant werden. Übrigens: Upcycling soll es sogar in der Restaurantküche geben, heißt es. Dabei verwenden zwei Köche aus New York vor allem Produkte, die bereits aussortiert wurden – und machen daraus in der Regel etwas wahrlich Köstliches.

Mutig sein, andere (gastronomische) Wege gehen

Neue (gastronomische) Wege zu gehen, kann durchaus ankommen, auch wenn es bedeutet, viel Mut aufbringen zu müssen. So wäre es eine Idee, optisch und strukturell den Streetfood-Trend aufzugreifen. Das hochwertig zubereitete Essen wird nicht an der Straßenecke verkauft, sondern im Streetfood-Truck, der im Restaurant steht. Die Sitzgelegenheiten bestehen aus Bartischen, die zwar im Raum aber optisch auf der freien Wiese stehen.

Je nachdem, welche Speisen angeboten werden, kann das Drumherum entweder im US-Style gehalten werden – wenn es Burger und Pommes aus dem Truck gibt – oder einen Ausflug nach Asien bedeuten, wenn Frühlingsrollen und anderes asiatisches Essen serviert wird.

Mutig war auch Christoph Hormel, der in Biberbach an der Riß mittlerweile Soulfood anbietet und damit wirklich ankommt. Was auf der Speisekarte steht, scheint auf den ersten Blick zunächst gewöhnungsbedürftig: Sandwiches, Bowls und Drinks. Kommt das an? Tut es, denn es trägt dem Wunsch der Verbraucher Rechnung, regionale Produkte zu Speisen verarbeitet zu wissen, die gesund sind und lecker schmecken. Darüber hinaus erfreuen sich Restaurantkonzepte, die den Gedanken der Nachhaltigkeit aufgreifen, mittlerweile immer größerer Beliebtheit.

Dieses Trendthema gastronomisch anzupacken, bedeutet vor allem auf regionale Produkte zu setzen – das verringert lange Transportwege und steigert die Wertschätzung für die Region. Ein Spezialangebot kann sich allerdings auch an eine spezielle Zielgruppe richten: Vegane und vegetarische Gerichte stehen mittlerweile im häufiger auf den Speisekarten der Restaurants, low carb und ketogene Speisen sind ebenfalls auf dem gastronomischen Vormarsch. Auch Whisky- und Kaffeebars sind mitunter keine Seltenheit mehr. Wichtig ist, dass das, was angepriesen wird, auch der Wahrheit entspricht und so gekocht wird, dass die Zielgruppe auch damit leben kann.

Ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte, sind die Kinderkarten, die in Deutschland in vielen Restaurants angeboten werden. Auf ihnen stehen zu 70 Prozent ungesunde Speisen, heißt es seitens des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Auch wenn’s aufwendiger ist, sollten auf einer Kinderkarte nicht nur ausschließlich die Speisen stehen, die Kinder per se mögen – also obst- und gemüsefreie Nudeln mit Soße oder Pommes – sondern Pfiffiges, was Kinder anspricht.

Tipp: Gemüse lässt sich mit Ausstechern aus der Weihnachtsbäckerei schnell in eine ansprechende Form bringen und der Pfannkuchen darf mithilfe von Obst auch gut und gerne zum lachenden Smiley werden – das kommt bei den Eltern an und den Kindern schmeckt’s auch.

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