Design für Verkehrsgastronomie immer wichtiger
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Design für Verkehrsgastronomie immer wichtiger

05.03.2009 | Anja Heß

Die Frankfurter Architekturdesigner Lebensraum gestalten maritime Lounge und original italienische Cafébar am Frankfurter Flughafen

Wie die Verkehrsgastronomie auf veränderte Bedürfnisse der Reisenden reagiert, kann man jetzt am Frankfurter Flughafen begutachten. Zwei neue Gastro-Konzepte mit originellem Design sorgen für besonderes Ambiente und Erlebnischarakter. Durch die zunehmende Aufenthaltsdauer an Flughäfen haben sich die Bedürfnisse der Reisenden stark verändert. Traf man hier bisher vor allem auf die übliche funktionale Einrichtung mit Standardelementen aus dem Ladenbau, die Gäste nur wenig zum Verweilen motivierte.

So zeigen jetzt zwei neue Konzepte, wie Wohlfühlqualität erlebbar wird und wie Design für ein authentisches Ambiente sorgt. Die soeben eingeweihte italienische Cafébar Mondo und die Long Island Air Lounge der Frankfurter Architekturdesigner Lebensraum zeigen auf, wie man zukünftig den Ansprüchen einer internationalen Klientel begegnen will.

Design schafft Unverwechselbarkeit
Wie kommt man von der reinen Versorgungsgastronomie hin zu einer Wohlfühlgastronomie? Für Ivo Goeckmann, verantwortlicher Designer von Lebensraum, sind es vor allem das Design und das damit verbundene Gastro-Konzept, die ein authentisches Erlebnis schaffen. Sowohl das Mondo als auch die Long Island Air Lounge haben durch die klare Designsprache eine unverwechselbare Identität bekommen.

Beide Projekte stehen für eigene Welten, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. So erlebt der Gast im Mondo die Atmosphäre einer original italienischen Cafébar und in der Long Island Air Lounge echtes Bootsambiente. „Natürlich erfordern solche Projekte auch eine andere Herangehensweise”, sagt Goeckmann. Denn Authentizität bedeutet, sich sehr an Vorbildern zu orientieren. „Z. B. sind wir eigens nach Turin geflogen, um uns die Inspirationen direkt vor Ort zu holen”.

Details spielen eine große Rolle Damit Design-Konzepte auch wirklich authentisch sind, muss man vor allem auf die Details achten, so Goeckmann. Sie sind es, die dem Gast letztendlich das besondere Erlebnisgefühl vermitteln. Im Mondo sind das zum Beispiel die deckenhohen verspiegelten Vitrinen oder der lange Bartresen mit antik gestalteter Holzvertäfelung und Zinnleiste. „Typisch italienisches Flair macht das Mondo neben den Speisen und Getränken so erfolgreich”, versichert auch Stefan Weber von casualfood GmbH und Betreiber des Mondo.

In der Long Island Air Lounge versetzen speziell entworfenes Interieur und nautische Elemente die Gäste in eine Stimmung wie auf einer Yacht. Das spiegeln die schmalen Stühle und Tische wie auch die als Koje gestaltete Sitzecke wider. Betreiber und Szenegastronom Nikos Gatzias beauftragte nicht zum ersten Mal das Duo Lebensraum, denn hierfür braucht es spezielles Know-how, über das die Architekturdesigner verfügen.

Verkehrsgastronomie hat spezielle Anforderungen
Wenn man designorientierte Gastro-Konzepte auf Verkehrsflächen umsetzen will, muss man allerdings Vieles bedenken. Designkompetenz reicht nicht aus. Technik, Sicherheit und die Vorgaben für den Brandschutz stellen bei einem Drehkreuz mit hohem Passagieraufkommen hohe Anforderungen an die Umsetzung. „Da müssen wir jede Menge Vorschriften beachten, die so in der normalen Gastronomie nicht vorkommen”, beschreibt Michael Kleespies, verantwortlicher Innenarchitekt von Lebensraum, die planerische Herausforderung am Flughafen.

Lebensraum — architecture designed
Lebensraum — architecture designed hat sich auf Design und Architektur in der Gastronomie spezialisiert und insbesondere auf Konzepte in Verkehrsflächen. Die renommierten Frankfurter Architekturdesigner bündeln Raum- und Produktdesign sowie die bauliche Überwachung unter einem Dach. Passende Beleuchtungs- und Klangkonzepte runden ihre ganzheitliche Arbeitsweise ab. Die beiden Partner von Lebensraum, der Designer Ivo Goeckmann, und der Innenarchitekt Michael Kleespies, haben sich mit ihren designorientierten Entwürfen für Bars, Restaurants und Beachclubs in der Gastronomie-Szene seit mehr als vier Jahren einen Namen gemacht.