Betriebsvergleich Hotellerie -  TREUGAST agere. Betriebsvergleich 2012
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Betriebsvergleich Hotellerie - TREUGAST agere. Betriebsvergleich 2012

21.11.2012 | elkebirke.de
Betriebsvergleich Hotelgewerbe - Optimismus sorgt für positive Budgets: TREUGAST agere. Betriebsvergleich 2012 analysiert das Gastgewerbe, ermittelt die Kennzahlen der Branche, ermöglicht Vergleiche und zeigt Optimierungspotenziale
Berlin/München, 20. November 2012 – Die Hotellerie in Deutschland bleibt auf Erfolgskurs. Die Mehrzahl der Hoteliers blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück. Die Umsätze zogen an, die Raten konnten gesteigert und die Auslastung optimiert werden.

Doch bei aller Freude über die guten Zahlen wird der Faktor Personal die Performance in den nächsten Jahren besonders bestimmen und über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Hohe Personalkosten werden neben steigenden Lebensmittelpreisen und explodierenden Energiekosten weiterhin wesentlich bestimmen, wie gut oder schlecht die Betriebe performen.

Darüber hinaus wird neben den ökonomischen Herausforderungen vor allem eine soziale Komponente die wirtschaftliche Entwicklung im Gastgewerbe beeinflussen: Bis 2030 fehlen vier Millionen Erwerbstätige im Dienstleistungsbereich. Die Ursache dafür liegt nicht nur im vielfach zitierten demographischen Wandel, die Hauptgründe sind vor allem hausgemacht.

Die duale Ausbildung wird zwar viel gelobt, doch die Ergebnisse der DIHKAusbildungsumfrage zeigen: Die angehenden Köche, Restaurant- und Hotelfachleute bewerten die Inhalte und Ausbildungszeiten so schlecht, wie in kaum einer anderen Branche. Überdies liegt das Restaurant- und Hotelfach in der Gesamtbewertung auf den letztenbeiden Plätzen. Mögliche Gründe für die schlechte Beurteilung: Es gibt kaum Übernahmechancen nach der Ausbildung. Während Banken und Versicherungen jährlich fast 80 Prozent aller Azubis übernehmen, liegt die Zahl im Gastgewerbe dieses Jahr bei 27 Prozent. Das bedeutet: 63 Prozent der ausgebildeten Fachkräfte stehen Branchen offen, die besser bezahlen sowie Betriebe, die bessere Aufstiegschancen bieten.

Das Gastgewerbe kann den Fachkräftemangel nicht länger nur auf externe Faktoren schieben, mahnen die Branchenanalysten der TREUGAST. Der einzelne Hotelier darf sich nicht auf seinen wirtschaftlichen Erfolgen ausruhen. Er muss tätig werden. Handlungsfelder gibt es genug, beispielsweise in den Bereichen Personalrekrutierung, Nachwuchsförderung oder bei der langfristigen Bindung guter Mitarbeiter an das Unternehmen. Nur so kann es gelingen, das Image der Branche dauerhaft zu stärken und den Nachwuchs nicht an andere zu verlieren.

Die ersten Ergebnisse des Betriebsvergleichs

Die kleineren Mittelstandsbetriebe entwickeln sich gut. Der Mittelstand mit einem Umsatz zwischen 500.000 Euro bis 1 Mio. Euro erlebt einen Aufschwung. Dank einer auf rund 53 Euro gestiegenen Rate und einer Auslastung von 56,1 Prozent (+9,5 Prozent gegenüber Vorjahr) klettert der Umsatz auf durchschnittlich 792.400 Euro. Im Ergebnis erreichen die Pachtbetriebe eine solide Rendite von 4,8 Prozent und die Eigentumshäuser 6,2 Prozent.

Diese Zahlen können laut TREUGAST jedoch durch ein strategisch stärker ausgerichtetes Kostenmanagement, insbesondere bei den Waren- und Personalkosten, verbessert werden. Die Budgets 2012 zeigen zumindest erste positive Veränderungen bei den Warenkosten. Die Hoteliers erwarten aufgrund der gestiegenen Umsatzerwartung und den partiell gestraften Kostenstrukturen daher verbesserte Zahlen im Betriebsergebnis II: 8,7 Prozent (Pacht) und 10,2 Prozent (Eigentum).

Die Großhotellerie mit einem Umsatz ab 2,5 Mio. Euro und einem Beherbergungsanteil ab 56 Prozent, gehört auch in diesem Jahr erneut zu den Gewinnern. Die auf knapp 69 Prozent gestiegene Auslastung ist einer gesunkenen Rate geschuldet und führt im Ergebnis zu einem im Vorjahresvergleich reduzierten RevPAR von aktuell 47,65 Euro (-2,24 Euro). Das Betriebsergebnis II ist jedoch mehr als doppelt so hoch wie in der Großhotellerie mit einem Beherbergungsanteil bis zu 55 Prozent.

Die Großhotellerie mit einem Umsatz ab 10 Mio. Euro verzeichnet ebenfalls ein deutliches Umsatzplus von rund 17 Prozent. Dieses Ergebnis wird allerdings durch die veränderte Betriebsgröße der untersuchten Hotels beeinflusst: Die durchschnittliche Zimmerzahl hat sich von 258 Zimmern in 2010 auf 333 Einheiten erhöht. Die Auslastung weist ein Plus von3,4 Prozent auf und liegt bei 67,1 Prozent. Die Rate ist jedoch um rund 12,5 Prozent gesunken. Dies führt zu einem reduzierten RevPAR von 78,47 Euro (-6,64 Euro). Für das laufende Jahr erwarten die Betreiber dieser Hotels bei steigender Auslastung und Rate einen erneuten Umsatzanstieg um nahezu acht Prozent.

Die Branchenanalysten haben erstmalig Hostels getrennt als Sondergruppe ausgewertet. Das Segment punktet bei einem Ertrag je verfügbarem Bett (RevPAB) von 9,59 Euro durch ein stattliches Betriebsergebnis von 20,5 Prozent vor Zinsen und Abschreibungen. Dieses Ergebnis wird nicht zuletzt durch eine schlanke operative Kostenstruktur von durchschnittlich knapp 45 Prozent erzielt. Operative Einsparungspotentiale ergeben sich in erste Linie bei den erhöhten Warenkosten für das Frühstück. Sie überschreiten mit gut 50 Prozent auf Speisen und Getränke deutlich die angemessene 30-Prozentmarke. Die Hostelbetreiber erwarten ebenfalls bei steigenden Raten und Auslastungen für das laufende Jahr Umsatzzuwächse. Sukzessiv reduzierte Warenkosten sollen dazu führen, dass das budgetierte Betriebsergebnis im Vergleich zu 2011 einen weiteren Prozentpunkt nach oben klettert.

Besonderheiten des Betriebsvergleichs
Der Betriebsvergleich 2012 enthält die Zahlen des Jahres 2011 und die Budgets von 2012. Erstmalig stellt die Marktuntersuchung die Budgets auch in absoluten Zahlen dar, um die Aussagekraft weiter zu verbessern und die Vergleichbarkeit mit den eigenen Budgets bzw. Ergebnissen zu erhöhen. Der Betriebsvergleich ist klar nach anwenderfreundlichen Gesichtspunkten strukturiert, in Betriebsarten und Umsatzgruppen unterteilt und untersucht Klein-, Mittelstands- und Großhotellerie.

Die Analyse erfolgt praxisnah nach den Kontenrahmen Uniform System of Accounts for the
Lodging Industry (USALI) und SKR 70. Dieser „Mittelstandskontenrahmen“ für die Hotellerie
und Gastronomie wird zukünftig an die Anforderungen der DATEV angepasst und nach den Kontenrahmen SKR 3 oder 4 erfolgen.

Der Betriebsvergleich richtet sich an Hoteliers, Projektentwickler und Unternehmer und liefert Hintergrundwissen und Durchschnittswerte aus der Branche. Die Entscheider können sich an der Konkurrenz messen, Optimierungspotenziale erkennen oder die eigene Performance bestätigt sehen. In Hinblick auf kommende Investitionen und Entscheidungen liefert der Betriebsvergleich ebenso Banken und Investoren eine hochqualifizierte fachliche Entscheidungshilfe.

Das TREUGAST International Institute of Applied Hospitality Sciences gibt den Betriebsvergleich Hotellerie und Gastronomie bereits zum zehnten Mal heraus, zum dritten Mal in Kooperation mit den Branchenexperten von Agere. Das Institute erstellt ebenso die jährlichen Standardwerke Investment Ranking Hotellerie Deutschland und Österreich sowie Trendgutachten Hospitality.

Tipps

Der Betriebsvergleich kostet 69,- Euro (inkl. MwSt.) und ist zu bestellen bei:
TREUGAST Solutions Group, Bavariaring 26, 80336 München
Telefon +49 (0)89 62 28 66 10, Telefax +49 (0)89 62 28 66 31
E-Mail: institut@treugast.com">institut@treugast.com, www.treugast.com

Über die TREUGAST Solutions Group im Lexikon lesen

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