Verbraucherzentrale zu den Hotelzimmerpreisen
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Verbraucherzentrale zu den Hotelzimmerpreisen

22.01.2010 | Hotelverband Deutschland (IHA)

(Berlin, 21. Januar 2010) Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat am 20. Januar 2010 die deutsche Hotellerie im Zuge der Senkung des Mehrwertsteuersatzes erneut zu Preisreduzierungen aufgefordert und einen von ihr beim Institut für angewandte Verbraucherforschung (IFAV) beauftragten, nicht-repräsentativen Preisvergleich von Dezember- und Januar-Preisen als Beleg für "eher teurere als günstigere Übernachtungen" ins Feld geführt. Der Hotelverband Deutschland (IHA) hält die Umfrage für methodisch zweifelhaft

Bis 31. Dezember 2009: 3.700 km Ungleichbehandlung entlang der deutschen Grenze.
Bis 31. Dezember 2009: 3.700 km Ungleichbehandlung entlang der deutschen Grenze.

Der Hotelverband Deutschland (IHA) erklärt:
- Preisvergleiche zum Vormonat haben keine Aussagekraft, wenn z.B. ein nachfrageschwacher mit einem buchungsstärkeren Monat verglichen wird. Allein Preisvergleiche zum Vorjahreszeitraum sind sinnvoll, zum Ausgleich saisonaler Effekte sollten sie zudem auf mehreren Monaten basieren.

- Insbesondere die Stadthotellerie greift wie die Fluggesellschaften auf Preismanagementsysteme zurück, die die Zimmerraten mehrmals täglich der tatsächlichen oder vermuteten Nachfragesituation anpassen. Neben dem konkreten Buchungszeitpunkt haben auch Paketangebote, Buchungsrestriktionen, Buchungskanäle, Kundenbindungsprogramme, Up-grades u.v.m. Einfluss auf die tatsächlich erzielten Zimmerpreise. All diese Effekte bildet die vom vzbv gewählte Erfassungsmethodik nicht adäquat ab, um Aussagen zu Preisniveau und -entwicklung zu treffen.

- Den Bereich der wichtigen Mengenabnahmeverträge zu Brutto- oder Nettopreisen mit Firmenkunden blendet die Stichprobenuntersuchung der vzbv aus, so dass sie sich auch der Mutmaßungen zur Preisentwicklung im Geschäftsreisesegment enthalten sollte.

-  Seriös lassen sich derzeit noch keine Aussagen über die durchschnittliche Preisentwicklung der Hotelzimmer in Deutschland am Jahresanfang 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum treffen. Die Januardaten 2010 aus dem weltweit größten Hotelbetriebsvergleich von STR Global werden erst Ende Februar vorliegen, die aussagekräftigeren Februardaten Ende März.

- Unternehmerische Investitionen in Preise, Mitarbeiter, Hardware oder Software setzen verlässliche Rahmenbedingungen voraus, die in zahlreichen Kommunen und Städten schon deshalb nicht gegeben sind, weil durch die Diskussion immer neuer "Bettensteuern" die Wirtschaftspolitik des Bundes bewusst konterkariert wird.

- Der Blick allein auf die Preisentwicklung im Nachgang der Mehrwertsteuersenkung ist eindimensional. Preissenkungen sind kein Allheilmittel für eine Branche, die in Folge der weltweiten Wirtschaftskrise laut STR Global voraussichtlich einen durchschnittlichen Preisrückgang um acht Prozent und ein Minus bei der Zimmerauslastung von sechs Prozent hinnehmen musste.  

Gute Gründe für den reduzierten Mehrwertsteuersatz:
- Die Mehrwertsteuersenkung sichert zehntausende akut gefährdete Jobs und schafft neue Arbeits- und Ausbildungsplätze. Die Hoteliers verlagern ihre Betriebe nicht ins Ausland. Sie stehen fest zum Standort Deutschland.

- Aber auch das regionale Handwerk und die Zulieferer werden profitieren. Denn der reduzierte Mehrwertsteuersatz gibt den Hoteliers wertvolle Handlungsspielräume für dringend notwendige Investitionen.

- Die Gäste dürfen sich über ein noch attraktiveres Preis-Leistungs-Verhältnis freuen.

- In 21 von 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union galten bereits reduzierte Sätze für die Hotellerie, darunter bei allen touristischen Mitbewerbern. Die Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes sorgt für die längst überfällige Steuergerechtigkeit in Europa.

Mehr Infos zum Hotelverband Deutschland (IHA)


Kontakt:
Stefanie Heckel
Pressesprecherin
Hotelverband Deutschland (IHA)
DEHOGA Bundesverband
10873 Berlin

Fon 030/59 00 99 69-0
Fax 030/59 00 99 69-9
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