Otto Modersohn im Grafschaftsmuseum
Kostenlose Anfragen an unsere Lieferanten stellen und Preisinformationen erhalten

Otto Modersohn im Grafschaftsmuseum

24.05.2010 | Stadtverwaltung Wertheim
Wertheim. Noch bis zum 15. August zeigt das Grafschaftsmuseum und Otto-Modersohn-Kabinett in Wertheim Ansichten des norddeutschen Malers Otto Modersohn (1865 bis 1943)
Otto Modersohn: Klein-Görlitz vor dem Gewitter, 1912, Öl/Malpappe (Otto Modersohn Museum Fischerhude)
Otto Modersohn: Klein-Görlitz vor dem Gewitter, 1912, Öl/Malpappe (Otto Modersohn Museum Fischerhude)
Er hat sie ab 1912 jährlich im April bei Besuchen seines Bruders Ernst in Bad Blankenburg und ihres ebenfalls dort lebenden Vaters gemalt. Die Ausstellung „Es waren besonders schöne und unvergessliche Tage“ – Otto Modersohn – Die Frühjahrsreisen nach Thüringen 1912-1918“ gibt auch Einblicke in das Wirken und Leben des bedeutsamen Theologen Ernst Modersohn.

Ernst Modersohn war 1906 als Theologe von der Deutschen evangelischen Allianz nach Thüringen berufen worden. Die Allianz ist ein Zusammenschluss evangelisch und evangelikal gesinnter Christen verschiedener Gemeinden und Gruppen. Ernst Modersohn verfasste etwa 250 theologische Bücher und Schriften und war eine sehr prägende Gestalt für die Allianz. In der NS-Zeit - vor allem während des 2. Weltkriegs - hatte er Schreib-, Rede- und Reiseverbot.

Von Otto Modersohn sind Tagesbuchaufzeichnungen von 1914 bis 1918 erhalten, die ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sind. Sie schildern, wie sehr ihm die Gegend um Bad Blankenburg gefallen hat. Anfang Mai 1916 fuhr Otto Modersohn mit seiner dritten Frau Louise von Bad Blankenburg an den Main und zum ersten Mal nach Wertheim. „Am 1. Mai 1916 traten wir dann unsere Reise nach dem Main an, die uns unvergessliche Eindrücke brachte und vielleicht meine schönste Reise war“.

Somit ist die Reise nach Thüringen gleichsam die Vorbereitung auf die Aufenthalte in Wertheim und Franken, und damit bekommt diese Ausstellung mit den Thüringer Bildern einen zusätzlichen Stellenwert. Deshalb werden ergänzend zahlreiche Bilder aus Würzburg und Wertheim, die sich dauerhaft im Modersohn-Kabinett des Grafschaftsmuseums befinden, gezeigt.

Zum ersten Mal werden die mehr als 20 Bilder aus Thüringen, die sich im Nachlass des Künstlers in Fischerhude befanden, in der Öffentlichkeit präsentiert. Otto Modersohn hat unbekannte Orte aufgesucht, die aber die Schönheit der Landschaft und das Empfinden für die Natur offenbaren. Modersohn hat nicht das Spektakuläre, sondern das Intime gesucht.

Grafschaftsmuseum und Otto-Modersohn-Kabinett Rathausgasse 6-10 97877 Wertheim Telefon 09342 /301 511 grafschaftsmuseum@t-online.de

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 bis 12 und 14.30 bis 16.30 Uhr Samstag 14.30 bis 16.30 Uhr Sonn- und Feiertage 14 bis 17 Uhr Führungen jederzeit auf Anfrage

Hotels in Wertheim buchen


Stadtverwaltung Wertheim

Referat 12
Familie, Kultur, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
97877 Wertheim

Tel.: 09342/301-300 oder -302
Fax.: 09342/301-503


Kommentare

Sie können der Erste sein, der diesen Beitrag kommentiert