GQH Gesellschaft zur Qualitätssicherung im Hotel mbH: Diebe kommen nachts
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GQH Gesellschaft zur Qualitätssicherung im Hotel mbH: Diebe kommen nachts

25.05.2010 | GQH Gesellschaft zur Qualitätssicherung im Hotel mbH

Für eines der menschlichen Grundbedürfnisse muss in den meisten Hotels deutlich mehr getan werden, denn 70.000 Diebstähle pro Jahr sprechen nicht gerade für eine sichere Umgebung. Diese setzen Gäste aber voraus

Um die Sicherheit in ihrem Hotel kümmern sich Hoteliers meist zu wenig. Das stellt Ulrich Jander, Geschäftsführer des Fachverbandes für Qualität in Hotels, Krankenhäusern und Altenheimen (FQH), immer wieder fest. Der TÜV Rheinland weist darauf hin, dass es jedes Jahr in deutschen Hotels, Gaststätten und Pensionen rund 70.000 Diebstähle gibt, Aber nur wenige Häuser verfügen über Alarmierungsmöglichkeiten oder Videoüberwachung.

Nach Ansicht des FQH werden vor allem Raubüberfälle auf Hotels zukünftig noch zunehmen. Dabei gehen die Täter fast immer nach dem gleichen Schema vor. Sie kommen oft nachts, wenn kaum Personal anwesend ist. Bevorzugt werden Häuser in verkehrsgünstiger Lage, sodass eine schnelle Flucht möglich ist. Häufig sind abgelegene Hotels, bei denen die Polizei einen langen Anfahrtsweg hat, das Ziel von Überfällen. Nach Aussage des Fachverbandes haben es die Einbrecher meist auf den Bargeldbestand in der Kasse abgesehen und wollen schnell wieder verschwinden.

Ulrich Jander kennt allerdings auch einen Fall, bei dem Diebe sich mit Generalschlüsseln Zutritt zu den Gästezimmern verschafft und dort die Wertgegenstände der Hotelgäste gestohlen haben, Währenddessen wurde der Nachtportier gefesselt und eingesperrt. Zum besseren Schutz vor- Überfällen empfiehlt der FQH, das Hotel von der zuständigen Polizeidienststelle einem Sicherheitscheck unterziehen zu lassen. Kriminalbeamte beraten, wie sich ein Gebäude vor Einbrechern schützen lässt. Eine Videoüberwachung, wie sie an Tankstellen oder bei Banken schon lange üblich ist, wirkt auf potenzielle Täter sehr abschreckend, so der Verband.

Man sollte allerdings den Rechner, von dem der Videofilm aufgezeichnet wird, nicht direkt an der Rezeption platzieren. Dann hätten die Täter die Möglichkeit, den Film zu löschen oder Datenträger zu entwenden. Empfohlen wird außerdem eine Notrufeinrichtung zu einem Sicherheitsdienst. Wenn diese ausgelöst wird, kann die Leitstelle über Lautsprecher hören, was im Hotel gesprochen wird und sofort entsprechend reagieren. Für solche Systeme sind ebenfalls Handmelder erhältlich. Diese lassen sich mitnehmen und von überall auslösen, zum Beispiel wenn jemand zum Hoteleingang geht, um einen spät anreisenden Gast herein zu lassen.

Neuer Standard "Hotel Safety & Security" Eine regelmäßige Kommunikation kann ebenfalls eine gute Maßnahme zur Verbesserung der Sicherheit sein. Dafür muss sich der Nachtportier in abgesprochenen Abständen entweder bei einem Kollegen oder beim Sicherheitsdienst melden. Tut er das nicht, weiß die Gegenseite sofort, dass etwas nicht in Ordnung ist. Sollte es doch zu einem Überfall kommen, ist es ratsam, immer den Forderungen der Täter nachzugeben. Diese stehen bei einem Überfall unter enormer Anspannung und sind daher in ihrem Handeln unberechenbar.

Videoüberwachung oder zertifizierte Hotelsafes auf den Zimmern helfen die Zahl der Diebstähle zu reduzieren. Die Sicherheit lässt sich zudem deutlich erhöhen, wenn der Zutritt zum Fahrstuhl und den Gästeetagen nur berechtigten Personen ermöglicht wird. Im 1.000 Zimmer großen "Sheraton Frankfurt Hotel & Towers" logieren viele internationale Gäste.

Dort wurde ein neues Sicherheitssystem eingeführt. Die Aufzüge sind nun ausschließlich mit einer gültigen Zimmerschlüsselkarte benutzbar. Gäste können nur mit ihren Zimmerschlüsseln über den Fahrstuhl die Etagen erreichen, auf denen sich ihr Zimmer befindet. Alle anderen Etagen sind für sie nicht zugänglich. Gäste der Club- und Towers-Etagen erhalten Schlüsselkarten, die so kodiert sind, dass sie auch die Türen zur Lounge im neunten Stock öffnen. Anderen Gästen bleibt der Zutritt vorenthalten beziehungsweise sie müssen klingeln, um Einlass zu bekommen. Nicht nur die betroffenen Gäste oder bei größeren Vorfällen die Öffentlichkeit, sondern auch etwaige Anspruchsteller oder Versicherungen fragen danach, ob alles zur Vermeidung von Vorkommnissen wie Diebstahl getan wird.

Die Zertifizierung nach SQS Service Qualität und Sicherheit ist ein EU Standard. Dieser Standard zielt darauf ab, die Sicherheit im Hotel sowie die Fragen des persönlichen Schutzes von Gästen systematisch auf das höchstmögliche Niveau zu heben. Er umfasst Kriterien wie Sicherheits- Hygienephilosophie, Managementstrukturen, Mitarbeiterqualifikation und -Schulung, die Gründung und Arbeit eines Sicherheitsteams im Hotel und viele andere Aspekte.

Eine freiwillige und unabhängige Prüfung sowie anschließende Zertifizierung durch den Fachverband für Qualitätsmanagement in Hotels hat für Hotels interne und externe Effekte: Das Sicherheitsmanagement im Hotel wird möglicherweise weiter optimiert, gleichzeitig wird das Personal für Sicherheitsfragen zusätzlich sensibilisiert, Unternehmerische Risiken lassen sich so verringern. Die Zertifizierung zeigt den Gästen, dass das Hotel Sicherheitsfragen sehr ernst nimmt und aktiv präventive Maßnahmen ergreift.


Weitere Informationen:
Gesellschaft zur Qualitätssicherung im Hotel mbH
Odenwaldstrasse 19
65428 Rüsselsheim

Tel 06142-31581
information@jander.net">information@jander.net

Mehr Info: www.sqs-hotel.eu

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