SPD fordert Konzept zur Stärkung des Kulturtourismus in Deutschland
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SPD fordert Konzept zur Stärkung des Kulturtourismus in Deutschland

21.06.2010 | Deutscher Bundestag

Berlin: (hib/AW/HIL) Die SPD-Fraktion fordert die Bundesregierung auf, zusammen mit den Ländern und den kommunalen Spitzenverbänden, ein Konzept für den Kulturtourismus in Deutschland zu entwickeln

Rathen/Sächsische Schweiz: Basteiaussichtsfelsen, Blick auf das Elbtal, den Kurort Rathen, Tafelberge und Felsen, Bundesland Sachsen, Fotograf Colorvision Uthoff, Hans R., Bildquelle Deutsche Zentrale für Tourismus e.V.
Rathen/Sächsische Schweiz: Basteiaussichtsfelsen, Blick auf das Elbtal, den Kurort Rathen, Tafelberge und Felsen, Bundesland Sachsen, Fotograf Colorvision Uthoff, Hans R., Bildquelle Deutsche Zentrale für Tourismus e.V.

In einem Antrag (17/1966) verweist die Fraktion auf das große Wachstumspotenzial dieser Branche. Nach einer Untersuchung des Deutschen Tourismusverbandes aus dem Jahr 2006 erwirtschafte der Städte- und Kulturtourismus rund 82 Milliarden Euro jährlich und biete 1,6 Millionen Menschen einen Arbeitsplatz.

Die Sozialdemokraten sprechen sich dafür aus, die Empfehlungen der Enquete-Kommission ”Kultur in Deutschland“ aus der vergangenen Legislaturperiode in dieses Konzept einfließen zu lassen. So soll von der Regierung geprüft werden, in welcher Form die empfohlene Plattform für strategisches Marketing von Bund und Ländern unter Einbeziehung der Dachverbände aus Kunst, Kultur und Tourismus und ein regelmäßiger Wettbewerb ”Kulturregion Deutschland“ verwirklicht werden können. Zudem fordert die Fraktion, dass die Barrierefreiheit zu einem Markenzeichen des Deutschlandtourismus entwickelt und eine behindertengerechte Infrastruktur verstärkt gefördert wird. Ebenso müssten die Rahmenbedingungen für das bürgerschaftliche Engagement im Kulturbereich weiter verbessert werden.

Eindringlich mahnen die Sozialdemokraten die Bundesregierung, sich gemeinsam mit den Ländern für den Erhalt und die Pflege der 33 Unesco-Welterbestätten in Deutschland einzusetzen und dafür die finanziellen Mittel bereit zu stellen. Eine Aberkennung des Welterbetitels wie im Fall der ”Kulturlandschaft Dresdner Elbtal“ im Jahr 2009, die dem Ruf Deutschlands als Kulturnation international geschadet habe, dürfe sich nicht wiederholen.


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