Fit for Business mit Neuland
Kostenlose Anfragen an unsere Lieferanten stellen und Preisinformationen erhalten

Fit for Business mit Neuland

21.01.2011 | Top Hotel
In vier konzeptionellen Schritten kam das Landhotel Geyer im Altmühltal dieses Jahr zu einem neuen Multifunktionsraum. Entworfen und umgesetzt hat diesen die Firma Neuland
Multifunktionale Nutzung: Bei Bedarf verwandelt sich der neue Fitnesscenter im Landhotel Geyer ruckzuck in einen vollausgestatteten Veranstaltungsraum / Bildquelle: Top Hotel
Multifunktionale Nutzung: Bei Bedarf verwandelt sich der neue Fitnesscenter im Landhotel Geyer ruckzuck in einen vollausgestatteten Veranstaltungsraum / Bildquelle: Top Hotel
Hohe Flexibilität sowie ein durchdachtes Farb- und Lichtkonzept – insbesondere diese Merkmale sind es, die das neue Raumangebot des Vier-Sterne-Hotels in Kipfenberg-Pfahldorf kennzeichnen. Genutzt werden die zusätzlichen 100 Quadratmeter vornehmlich als Fitnessraum; sie eignen sich jedoch auch für Meetings und Workshops und ergänzen so die bereits vorhandene Seminar- und Tagungsfläche.

Konzipiert und eingerichtet wurde der Multifunktionsraum für 200.000 Euro in vier Schritten:

Schritt 1:
Formgebung und Struktur »Nach vielen internen Gespächen einigten wir uns darauf, wieder die Firma Neuland zu beauftragen «, erklärt Hotelier Josef Geyer. Das Eichenzeller Unternehmen sollte zum einen einen Möblierungsentwurf liefern, der auch individuelle Möbel und den Innenausbau mit einschloss. Zum anderen war ein umfassendes Gestaltungskonzept erforderlich, das »eine ausgeklügelte Beleuchtungsplanung und ein detailliertes Farb- und Materialkonzept beinhaltete«. Die Herausforderung lag dabei in der Form des Raumes, da rechte Winkel fehlten. Zudem galt es, zwei mittig stehende Stützen und eine Treppe zu berück sichtigen, die als Zugang zu den Personal räumen und als Fluchtweg diente.Darüber hinaus verfügt der Raum über kein direktes Tageslicht.

Josef Geyer: »Neuland legte uns schließlich ein Vorkonzept mit drei alternativen Vorschlägen vor, aus denen wir den Entwurf einer schräg eingefügten Ellipsenform wählten.« Dessen spannungsreiches Formenspiel machte das Fehlen der rechten Winkel zum Thema, schuf erstmals Proportionen und damit ein Raumgefühl. Zugleich bildet es die Basis für die gewünschte, flexible Nutzung, da sich die ovale Grundform auch in verschiedenen Einrichtungsgegenständen wiederfindet.

Schritt 2: Maximale Flexibilität Auch wenn in dem neuen Raum in erster Linie die Fitnessgeräte stehen, soll er auch für Businessveranstaltungen genutzt werden können. »Die Fitnessgeräte müssen also mit nur wenigen Handgriffen unsichtbar werden, der Gymnastikspiegel an der Wand muss ruck - zuck verschwinden und das Mediacenter mobil sein«, erläutert Beate Gock, Innenarchitektin und verantwortliche Planerin für dieses anspruchsvolle Neuland-Projekt. Umgesetzt hat sie diese Vorgaben mithilfe von raumteilenden, mobilen Glaswänden, hinter denen sich ausreichend Stauraum für nicht benötigtes Equipment befindet. Die Spiegel verschwinden während der Meetings hinter großflächigen Pinwänden und der mobile Technikwagen bei Nichtgebrauch in einem anderen Raum.

Schritt 3: Einzigartigkeit schaffen Beate Gock: »Neben der Funktionalität wünschte sich die Hotelleitung für den Raum eine hohe Wohlfühlatmosphäre, die nicht zwangsläufig den bodenständigen Charakter des Landhotels aufgreifen sollte, sondern vielmehr einen ganz eigenen Stil ausdrücken durfte.« Geschaffen haben die Planer deshalb einen harmonischen Mix aus zeitgemäßen Materialien, Farben und Designs. Kombiniert werden dafür unter anderem strapazierfähiges Ahorn-Industrieparkett mit einem grasgrünen Langhaarteppich und verschiedene Blautöne mit Rot, Gelb und Orange.

Als Sichtschutz dienen satinierte, mit Gräsermotiven bedruckte Scheiben. Und auch das Lichtkonzept trägt zur Wohlfühlatmosphäre bei: Die ovale, hinterleuchtete Decke erzeugt einen nach oben offenen Eindruck und kaschiert die Rauminstallationen. Mithilfe zweier Farbleuchten lassen sich zudem verschiedene Stimmungen erzeugen – passend für produktive Meetings oder effektive Workouts.

Schritt 4: Zur richtigen Zeit investieren »Am vierten und finalen Schritt waren schließlich auch wir maßgeblich beteiligt«, berichtet Josef Geyer. Die Familie übernahm in dieser Phase die Bauleitung, organisierte alle notwendigen Baumaßnahmen und legte in manchen Fällen sogar selbst Hand an. Lediglich der Einbau der Möbel sowie die Auswahl der benötigten Medien wie Plasmabildschirm und Audioanlage erfolgte durch Neuland.

Geyers Fazit: »Wir sind mit dem Ergebnis sehr glücklich und unsere Gäste jedesmal positiv überrascht, wenn sie den Raum das erste Mal nutzen.« Mittelfristig, so ist er sich sicher, wird sich die Baumaßnahme auch durch mehr Auslastung bemerkbar machen.

Info: www.landhotel-geyer.de; www.neuland-objekt.eu


Aus der TOPHOTEL | 12/2010

Links