Hospitality-Branche und Hotelbauprojekte im Aufwind
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Hospitality-Branche und Hotelbauprojekte im Aufwind

08.03.2011 | Konzept Text PR
Die Vorzeichen in Tourismus, Hotellerie und Hotelprojektentwicklungen stehen auf Wachstum – TREUGAST analysiert die Branche
Hotelprojekte in Deutschland
Hotelprojekte in Deutschland
Investment Rating der Strategischen Gruppen
Investment Rating der Strategischen Gruppen
Entwicklung der Übernachtungen in Beherbergungsstätten 2004-2010
Entwicklung der Übernachtungen in Beherbergungsstätten 2004-2010
Nominale Umsatzentwicklung Beherbergung und Gastronomie in Deutschland 2000-2010
Nominale Umsatzentwicklung Beherbergung und Gastronomie in Deutschland 2000-2010
München, März 2011 – Wer hätte gedacht, dass das Wort „Krise“ und mit ihr einhergehende Rückgänge so schnell wieder wett gemacht werden können? Die Nachfrage aus dem In- und Ausland ist wieder da, Deutschland ist nach Spanien das beliebteste Urlaubsland in Europa und verdrängt Frankreich vom zweiten Platz.

Nicht zuletzt auch wegen der Mehrwertsteuersenkung hat sich die Umsatzsituation der Hospitality-Branche deutlich verbessert. Die Performancezahlen der Hotels sind wieder auf einem guten Niveau. Last but not least zieht der Markt für Hoteldevelopments an. Die Aussichten für die Midscale-Hotels haben sich deutlich verbessert und werden die Branchenentwicklung insgesamt positiv beeinflussen.

Eine aktuelle Erhebung des TREUGAST International Institute für das Trendgutachten Hospitality zeigt, dass die Zahl der geplanten Projekte mit 347 nach wie vor sehr hoch ist (Vorjahr 363). Allerdings gibt es jedoch Verschiebungen zugunsten der Projekte im 3-Sterne Segment (+ 9 gegenüber Vorjahr). In allen anderen Segmenten haben im letzten Jahr mehr Hotels eröffnet, so dass sich die Zahl der Projekte verringert hat bzw. aus der Planung genommen wurden.

Die Zahlen bestätigen den Trend, dass insbesondere 3-Sterne Hotels mit ihrem guten Preis-
Leistungs-Verhältnis wieder in der Gunst der Investoren zulegen konnten. Zahlreiche neue ausländische wie inländische Hotelgesellschaften streben auf den deutschen Hotelmarkt und wollen hier Marken im Midscale-Segment positionieren. Darüber hinaus wurden Marken wie Holiday Inn oder InterCity Hotels in den letzten Jahren konzeptionell aufgefrischt.

Aus der aktuellen Erhebung wird ebenfalls deutlich, dass sich das Investitionsvolumen noch einmal
leicht erhöht hat. So summiert sich das Volumen der im Bau befindlichen und der geplanten Hotels auf rund € 6,570 Mrd. (Vorjahr € 6,415 Mrd.). In dieser Investitionskostenschätzung sind auch die Zahlen der Konversionen sowie der Erneuerungen von Hotelimmobilien (Umbauten, Renovierungen, Erweiterungen) enthalten. Mit einem erneuten Anstieg der Zahl der Konversionen setzt sich ein Trend weiter fort, der in den letzten Jahren bereits angestiegen ist. Die Umwandlung einer Gebäudeart in eine andere (Konversion), hier in Hotels, ist mit großen Herausforderungen baulicher Art verbunden. Nicht jede Immobilie eignet sich hierzu, deshalb ist es umso erstaunlicher, dass die Zahlen immer noch ansteigen.

Offenbar gibt es in manchen Städten Deutschlands nicht mehr so viele Flächen in attraktiven
Lagen, die sich für Hotels eignen und ein Überangebot an Büro- und Gewerbeflächen.
Die Senkung der Mehrwertsteuer auf Beherbergungsdienstleistungen hat dazu geführt, dass frei gewordene Mittel in die Verbesserung der Produktqualität investiert wurde. Hierunter fallen nicht nur Renovierungen kleiner Art, sondern auch grundlegende Erneuerungen oder Um- und Anbauten in den Hotels.

In den hier erhobenen Zahlen lässt sich gegenüber dem vergangenen Jahr eine Zunahme feststellen, die die Verfügbarkeit der zusätzlichen Mittel dokumentiert. Der Investitionsstau scheint sich langsam aber sicher aufzulösen. Lange verschobene Pläne zur Kapazitätserweiterung wurden von einigen Hoteliers in Angriff genommen, um sich im Wettbewerb behaupten zu können. Hierunter fallen nicht nur Ketten- und Markenhotels, sondern auch Erweiterungen bei Individualhotels wie dem Atrium Hotel in Mainz, das neben Zimmern auch ein Konferenzzentrum errichtet.

Hotels im Midscale-Segment haben nicht nur auf Investorenseite an Beliebtheit zugelegt, sondern auch die Produktkonzepte entsprechen am besten den Anforderungen der Gäste von Morgen, die ein möglichst umfassendes Service- und Leistungsangebot fordern und dies zu einem attraktiven Preis.

Diesen Verschiebungen trägt TREUGAST Rechnung, indem es die Midscale-Kettenhotellerie in der Bewertung der Strategischen Gruppen aufwertet (siehe Investment Rating der strategischen Gruppen). Für alle anderen Gruppen wurde die Bewertung beibehalten. Für das Jahr 2011 / 2012 ergibt sich folgende Bewertung: - siehe Abbildung Investment Rating der Strategischen Gruppen

Zur Erfassung und Prognose der Wettbewerbsverhältnisse in der deutschen Hotellerie wird jährlich für das Trendgutachten die bewährte Methode der Segmentierung des Marktes in Unternehmenstypen angewandt. Auf der Basis des Instruments der strategischen Gruppen des US-Ökonomen Michael E. Porter wurden für die Hotelbranche Gruppen von Unternehmen definiert, die im Laufe der Zeit ähnliche Wettbewerbsstrategien verfolgen sowie ähnliche Vorteile und Fähigkeiten haben.

TREUGAST identifiiziert mittel zweier zentraler Verhaltenskriterien (Standardisierungsgrad und Standard) die Positionierung der strategischen Gruppen. Zu ihnen zählen die Allround- /
Basisanbieter, Spezialisten, Individuelle Luxusanbieter, Budget-Kettenhotellerie (1 bis 2 Sterne), Midscale-Kettenhotellerie (3 Sterne) und die Upscale und Upper Upscale Kettenhotellerie (4 bis 5 Sterne). Die voraussichtliche Entwicklung einer strategischen Gruppe basiert auf einer Vielzahl von den Erfolg beeinflussenden Faktoren.

Mittels eines Analyserasters wurden von TREUGAST über 35 dieser erfolgsrelevanten Faktoren und Indikatoren identifiziert und entsprechend ihrer Wertigkeit zueinander gewichtet. Sofern dies möglich war, wurde die im Betrachtungszeitraum zu erwartende Entwicklung der Indikatoren berücksichtigt, so z. B. die voraussichtliche Entwicklung des
Bruttoinlandsproduktes, basierend auf den Einschätzungen der Wirtschaftsforschungsinstitute.

Das Jahr 2010 bescherte laut Statistischem Bundesamt mit einem Zuwachs von 3 % auf 380,3 Mio. den höchsten Wert an Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben seit 1992. Die Hotellerie konnte hierbei mit 228,3 Mio. Übernachtungen sogar einen Anstieg von 6 % verzeichnen.

Besonders positiv hat sich die Zahl der Übernachtungen von ausländischen Gästen entwickelt. Nach einem Rückgang von 3 % im Jahr 2009, stieg deren Anteil deutlich um 10 % auf 60,3 Mio. Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) rechnet für das Jahr 2020 mit rund 80 Mio. Auslandsübernachtungen in Deutschland. Damit zählt Deutschland zu den beliebtesten Reisezielen für Ausländer in Europa.

Insbesondere die Geschäfts- und Ferienhotellerie profitiert hiervon. Als weltweiter Messeplatz Nr. 1 und bedeutende Tagungs- und Kongressdestination ergeben sich in Deutschland für die Hotellerie weitere Wachstumschancen, auch wenn auf dem Markt durch auch Überkapazitäten vorhanden sind.

Die positiven Faktoren bei der Nachfrage, die gesamtwirtschaftliche Erholung und die des privaten Konsums sowie die im letzten Jahr wirksam gewordene Mehrwertsteuersenkung für Beherbergungsleistungen haben die Umsätze im Gastgewerbe nominal um 2,2 % steigen lassen (real -0,7 %). Damit ist erstmals seit dem Jahr 2006 wieder ein nominales Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen gewesen. Besonders getrieben wurde dies durch das Beherbergungsgewerbe, das nominal mit 6,9 % und real um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr zulegte.

Nach dem Umsatzeinbruch im Jahr 2009, der in der Hotellerie erstmals höher ausfiel als in der Gastronomie, traf der starke Zugewinn vor allem Businesshotels in den Städten. Die Rückgänge in der Ferienhotellerie fielen dagegen nicht so stark aus. Insbesondere die Metropolen in Deutschland, die stark vom Messegeschäft sowie von Tagungen und Kongressen abhängen, holten enorm auf, wie die Tabelle der Kollegen von STR mit den Year-to-date Performance-Ergebnissen deutscher Städte deutlich macht.

Mit einem Anstieg des REVPAR um über 19 % wurden im Jahr 2010 die Erwartungen der Branchenexperten deutlich übertroffen. Während die Marktregeneration nach früheren Krisenereignissen deutlich langsamer verlief, konnte so schon innerhalb eines Jahres das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden.

Für das Jahr 2011 ist mit einer Stabilisierung des Marktes zu rechnen. Die zukünftige Entwicklung ist jedoch stark von hotelexternen Faktoren abhängig und daher mit erhöhter Unsicherheit behaftet (nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Währungskrise etc.).

Eine Analyse des Marktgeschehens und zu Trends und Entwicklungen in einzelnen Marktsegmenten veröffentlicht TREUGAST im Mai / Juni diesen Jahres: Das Trendgutachten Hospitality 2011 / 2012. Es ist dann zu einem Preis von 99,00 € zzgl. MwSt. erhältlich. www.TREUGAST.com

Die tatsächlichen Hotelneueröffnungen undgeplanten Hotels siehe im Link unten.

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