Tourismus für Wirtschaftsstandort Deutschland unverzichtbar
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Tourismus für Wirtschaftsstandort Deutschland unverzichtbar

11.11.2011 | Deutscher Tourismusverband e.V.
Deutschlandtourismus sichert Arbeitsplätze - Fachkräftemangel bremst künftiges Wachstum
Die Nordsee bei Cuxhaven / Bildquelle: Sascha Brenning - Hotelier.de
Die Nordsee bei Cuxhaven / Bildquelle: Sascha Brenning - Hotelier.de
München, 10. November 2011: "Der Tourismus am Standort Deutschland wird in seiner wirtschaftlichen Wirkung nach wie vor unterschätzt", konstatierte Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV) auf dem Deutschen Tourismustag 2011 in München.

Der "ökonomische Riese" Deutschlandtourismus erzielt nach Erhebungen der dwif GmbH einen Bruttoumsatz von jährlich rund 233 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die als umsatzstark bekannte Automobilindustrie erwirtschaftete im vergangenen Jahr rund 317 Milliarden Euro und prägt damit die Wahrnehmung als Industriestandort.

"Der Deutschlandtourismus ist als nicht-exportabhängige Branche eine robuste und enorm wichtige Größe für die deutsche Wirtschaft", erläuterte Dr. Gabriele Weishäupl, Vizepräsidentin des DTV. "Mit seinen ortsgebundenen Arbeitsplätzen in klein- und mittelständischen Betrieben trägt er darüber hinaus massiv zur Arbeitsplatzsicherung bei, und das flächendeckend auch abseits der urbanen und industriellen Zentren im ländlichen Raum", so Meyer weiter.

"Unsere Forderung an die Politik lautet daher: Mehr Anerkennung für den Wirtschaftsfaktor Tourismus bei politischen Grundsatzentscheidungen, wie z.B. bei der Förderung der touristischen Infrastruktur oder dem Abbau von Hemmnissen, wie ‚Bettensteuer' oder Luftverkehrsabgabe."

Positiver Beschäftigungsausblick
Der Dienstleistungssektor Tourismus steht für rund 2,8 Millionen Arbeitsplätze. Allein im Gastgewerbe gibt es laut Deutschem Hotel- und Gaststättenverband über 1,2 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Aber auch im Einzelhandel oder bei Verkehrsträgern wirkt die Querschnittsbranche Tourismus als Jobfaktor.

Die seit 2010 gültige Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen sorgte für Investitionen und Einstellungen. Für 2012 prognostiziert die Herbst-Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages zur Konjunkturentwicklung im Dienstleistungssektor einen der größten Beschäftigungszuwächse. Die Ausgangslage für die Dienstleistungsbranche Tourismus ist grundsätzlich gut.

Fachkräftemangel bremst Beschäftigungsaufbau
Eine Gefahr für die weitere positive Entwicklung in der Dienstleistungsbranche Tourismus stellt der Fachkräftemangel dar. Gerade in ländlich strukturierten Räumen, die industriell schwach entwickelt sind und in größerer Distanz zu Industrie- und Dienstleistungszentren liegen, kommt dem Tourismus als Einnahmequelle und Beschäftigungsfaktor eine große Bedeutung zu. Gut ausgebildete Fachkräfte zieht es vermehrt in urbane Gegenden. Das birgt insbesondere für den Tourismus die Gefahr der Qualitätsverschlechterung bei steigenden Gästeansprüchen.

"Beim Thema Qualität müssen Deutschlands Touristiker Prioritäten setzen", appelliert Meyer an die Branche. "Nur so können wir das Reiseland mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis in Europa werden." In 2012, so der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes weiter, wolle der DTV daher verstärkt Antworten auf die Frage der Fachkräftebindung finden.

Der DTV


Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an
Deutscher Tourismusverband e.V.
Nicole Habrich
Tel. 02 28 / 985 22 -14
habrich@deutschertourismusverband.de">habrich@deutschertourismusverband.de

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