Hotelsterne Österreich: Französisches Sternefiasko im Alpenland undenkbar
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Hotelsterne Österreich: Französisches Sternefiasko im Alpenland undenkbar

02.08.2012 | Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband Hotellerie hat bereits 2010 mit der Initiative der Hotelstars Union zukunftsweisendes Klassifizierungssystem für Österreich eingeführt
In Österreich sind Hotels mit Ihren Zimmern auf der sicheren Seite / Bildquelle: Sascha Brenning - Hotelier.de
In Österreich sind Hotels mit Ihren Zimmern auf der sicheren Seite / Bildquelle: Sascha Brenning - Hotelier.de
Das aktuelle französische Sternesystem lässt Frankreichs Hoteliers auf die Barrikaden steigen. Seit dieser Woche bewerten 50 Privatfirmen alle französischen Hotels nach neuen Kriterien. Neben den zusätzlichen Kosten mit hohen Geldstrafen von bis zu 15.000 Euro bei Nichtanwendung des eingeführten Regelwerks führen auch einige der nunmehr 250 Kriterien zu Unmut in der Branche. Je nach Anwendung dieser Bestimmungen sollen zwei Sterne sogar dann möglich sein, wenn Hotelzimmer über kein eigenes Badezimmer verfügen.
 
270 Kriterien umfassendes Klassifizierungssystem
Laut Klaus Ennemoser, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), sind solche Fehlentwicklungen für Österreich unvorstellbar. Bereits 2010 wurde auf Initiative des Fachverbandes Hotellerie die Hotelstars Union (HSU) gegründet. Dieser Plattform zur Vergabe harmonisierter Hotelsterne gehören heute elf Mitgliedsländer an, nämlich Deutschland, Estland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz, Tschechien und Ungarn.

Die Hotelstars Union stellt mit ihrem 270 Kriterien umfassenden Klassifizierungssystem eine transparente und nachvollziehbare Vergabe bei den Hotelsternen in diesen Ländern sicher, die gemeinsam einen Markt mit 150 Millionen Einwohnern abdecken.
 
Transparenter Kriterienkatalog
Für Österreichs 8.000 mit 23.000 geprüften Sternen klassifizierte Beherbergungsbetriebe bedeutet dies, dass bereits heute berechenbare Richtlinien als Grundlage für die Zukunft bei der Vergabe von Hotelsternen gelten. Der neue Kriterienkatalog ist transparent und lesefreundlich. Die Erfordernisse werden einzeln aufgezählt und können bereits vor dem Kommissionsbesuch durch den Hotelier selbst überprüft werden.

Damit gilt: "Nicht mehr K.O, sondern O.K. bei der Vergabe von Hotelsternen", so Ennemoser. Besonders positiv ist aus seiner Sicht, dass die Vergabe der Hotelsterne in Österreich grundsätzlich als kostenfreies Service der Wirtschaftskammer allen Mitgliedsbetrieben - im Unterschied zu den meisten anderen Ländern - angeboten wird.
 
Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt 18.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mit 126 Millionen Nächtigungen jährlich legt Österreichs Hotellerie einen wichtigen Grundstein für eine direkte Wertschöpfung im Tourismus von 15,2 Milliarden Euro. Jeder fünfte Vollzeitarbeitsplatz wird im Tourismus und in der Freizeitwirtschaft generiert. (PM)

Tags: Hotelklassifizierung Österreich

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