Wenn es im Hotel strahlt — Checks mit dem Geigerzähler werden zum Standard
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Wenn es im Hotel strahlt — Checks mit dem Geigerzähler werden zum Standard

26.08.2014 | Gesellschaft zur Qualitätssicherung im Hotel mbH
Frankfurt/Main, August 2014) Messezeit – aus aller Welt kommen Aussteller in Businesshotels und führen manchmal Ausstellungsware mit, die radioaktiv strahlt. Immer öfter enthalten Metalle aus Recycling radioaktive Elemente. Die strahlenden Bestandteile stammen u.a.  rückgebauten Atomkraftwerken oder radioaktiver Abfall aus einem Krankenhaus. Darauf macht der auf Hotelsicherheit spezialisierte TV-Experte Ulrich Jander aufmerksam. Bei seinem Hotelbegehungen, die im Auftrag namhafter Hotelbetreiber oder großer Konzerne und Versicherungen unternimmt, sind Checks mit einem Geigenzähler Standard
„In den USA ist der Einsatz solcher Geigerzähler an der Tagesordnung, aber hier in Deutschland sind sie noch Mangelware“, so Jander. Die Fälle mit Strahlungen in Hotels häufen sich. Jüngst hatte durch Zufall hatte ein Behördenmitarbeiter, der ein Warngerät mit sich trug, auf einer internationalen Fachmesse radioaktiv verseuchtes Material festgestellt.

Vor Jahren sorgte ein Hotel in der Rhein-Main-Region für Aufsehen, als ein Uranhandel im Hotelzimmer aufgedeckt wurde. Das Zimmer war komplett kontaminiert. Dies sind keine Einzelfälle, so Jander. Auch in Lebensmitteln kann radioaktives Material enthalten sein, so seine Warnung.

Lesetipp:

Wie geht man damit um, wenn man Radioaktivität feststellt? Ansprechpartner ist nach der Störfallverordnung der Regierungspräsident oder die Bezirksregierung – die leiten dann die entsprechenden Maßnahmen ein. „Achten Sie als Hotelier darauf, ob hier ggf. eine Unterbrechungsversicherung bei einer vorübergehenden Betriebsschließung die Kosten übernimmt“, rät Jander.

Eine Sicherheits-Checkliste bei Strahlungsfällen gibt es so nicht. Strahlungen sind nicht leicht festzustellen und können somit nur zufällig mittels eines Geigerzählers entdeckt werden. Es ist einem Gast auch nicht anzusehen ob dieser verstrahltes Material in seinem Gepäck mit sich führt. „Reiner Uranschmuggel findet meistens in Bleikoffer statt, die geschützt“, weiß Jander. „Solange diese nicht geöffnet werden, geht auch keine Gefahr davon aus.“

Bei einem konkreten Verdacht sollten sich Hotelbetreiber an die zuständig Feuerwehr wenden,  die in den meisten Fällen einen sog. Strahlenmesszug vorhalten und auch hierfür die Messgeräte besitzen. Bei einem solchen Verdachtsfall wird der betroffene Bereich abgesperrt. Der Sperrbereich liegt etwa bei 50 Meter – ab dieser Entfernung sind Strahlungen meist nicht mehr relevant.

Weitere Informationen bei Strahlungsfällen:

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