Oktoberfest in München - profitable Zeiten für den Tourismus und die Hotellerie
Kostenlose Anfragen an unsere Lieferanten stellen und Preisinformationen erhalten

Oktoberfest in München - profitable Zeiten für den Tourismus und die Hotellerie

26.09.2014 | Markus Müller

Am 20. September hat das Oktoberfest 2014 endlich seine Pforten eröffnet und wie im Vorfeld bereits zu erwarten war, haben viele Gäste ihre Unterkunft bereits in nächster Nähe gebucht. Mehrere Millionen Besucher zieht es für diesen Anlass jährlich nach München, kein Wunder also, dass nicht nur das Volksfest voll, sondern auch die Übernachtungsmöglichkeiten rar sind...

Auch in diesem Jahr ist bereits von den ersten überfüllten Festzelten die Rede, noch schlimmer steht es zum Teil aber um Pensionen und Hotels - denn hier muss mit kräftigen Preisanstiegen gerechnet werden. Trotz allem haben Wiesn-Besucher jedoch die eine oder andere Möglichkeit, dennoch sicher in und um München zu unterzukommen.

Hotelpreise steigen stark an
Während der Wiesn-Saison werden die Preisaufschläge mitunter immer verrückter, sodass selbst kleine Pensionen plötzlich das Preisniveau eines Vier-Sterne-Hotels erreichen. Geht es nach dem Hotelverband Dehoga, so ist dies allerdings völlig normal. "Während einer Großveranstaltung sind Aufschläge üblich." Dehoga-Sprecher Ingo Schmidt

Auch in Bayern selbst bewahren die Verantwortlichen Ruhe, denn schließe gebe es nicht den einen Hotelpreis, stattdessen richtet sich dieser stets nach der aktuellen Nachfrage. Der Aufschlag kann daher bei einigen Hotels lediglich bei 10 bis 20 Euro liegen, das Vergleichsportal Check24 hat allerdings auch Preisaufschläge von bis zu 850 Prozent ausfindig gemacht und hierbei handelt es sich keinesfalls nur um einzelne Ausreißer.

Stattdessen wird deutlich, dass sogar mehr als 40 Prozent aller Hoteladressen Erhöhungen um mehr als 200 Prozent getätigt haben und es demnach ganz offensichtlich vor allem darum geht, das schnelle Geld zu machen - dass die Kunden dabei auf der Strecke bleiben und womöglich unzufrieden sind, eine schlechte Empfehlung geben oder anderweitig verprellt werden, ist hier erst einmal völlig egal. Allerdings gibt es während der Festzeit auch durchaus positive Beispiele zu entdecken, die keine Aufschläge verlangen. Klar ist aber auch, dass gerade diese Zimmer schon früh im Voraus ausgebucht sind.

Tipps zur Hotelsuche

  • Preislich macht es kaum einen Unterschied, ob das Oktoberfest nun am ersten oder letzten Wochenende besucht wird.
     
  • Je früher sich Besucher um eine Reservierung kümmern, desto besser. Dies kann beispielsweise auch schon viele Wochen vorher geschehen.
     
  • München verfügt über ein gut funktionierendes und ausgebautes Netz öffentlicher Verkehrsmittel, Übernachtungsmöglichkeiten bieten sich daher auch ein wenig weiter außerhalb in Städten wie Dachau, Olching, Erding oder Ebersberg an.
     
  • Am wenigsten zahlen erfahrungsgemäß allerdings diejenigen, die sich nach privaten Angebote umschauen. In diesem Zusammenhang ist womöglich auch das sogenannte Couchsurfing eine interessante Alternative.
     

Abgesehen davon sind die Hotelpreise in Deutschland in diesem Jahr übrigens eher moderat gestiegen, im Gegensatz zum ersten Halbjahr 2012 sind sie lediglich um drei Prozent höher, so die Auswertung des Hotel Price Index.

Die Wiesn - nicht nur für Hotels ein lohnendes Geschäft
Allein im Jahr 2010 gaben Festbesucher in den 16 Tagen des Oktoberfests rund 450 Millionen Euro aus, die letztendlich sowohl München als auch den einzelnen Unternehmern zugutekamen. Hinzu kamen weitere 205 Millionen Euro, die unter anderem für Verpflegung, Einkäufe, Taxifahrten oder die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel aufgebracht wurden, weitere 301 Millionen Euro waren es allein für das Hotelgewerbe. Allerdings profitiert auch die Stadt als Kommune von der Wiesn und zwar vornehmlich durch die Gewerbesteuer, wenngleich diese kaum genau zu beziffern ist.

Auch für Jobsuchende zahlt sich das Oktoberfest aus, denn im Vorjahr wurden auf der Theresienwiese etwa 13.000 Arbeitsplätze geboten. Dabei beschäftigen die Brauereien, Schausteller und andere Gewerbetreibende etwa 8.000 Mitarbeiter fest, während zusätzliche 5.000 als Saison-Arbeiter einen befristeten Job fanden. Allein schon aufgrund der hohen Trinkgelder ist ein Job als Kellnerin hier beispielsweise durchaus lukrativ.

Findige Geschäftsleute können bei der Wiesn ebenfalls auf ihre Kosten kommen und nutzen das Oktoberfest als rentable Einnahmequelle. Das kann die private Internet-Jobbörse oder der Shuttleservice mit Stretchlimo sein, aber auch Versandhändler von Trachtenmode und Accessoires im Wiesn-Look verdienen vor und während der Festtage gut.

Selbst abseits von München findet das Oktoberfest Anklang, sodass mittlerweile bereits über 2.000 Oktoberfest-Kopien weltweit stattfinden, darüber hinaus kommen außerdem viele ausländische Touristen, um dem Spektakel beizuwohnen.

Bilanz nach dem ersten Wiesn-Wochenende
Obwohl das erste Wiesen-Wochenende eher tristes Herbstwetter bot, so reisten allein an den ersten beiden Tagen rund eine Million Menschen an, um das Münchner Oktoberfest zu besuchen. Diese Bilanz zog die Festleitung, laut der außerdem eine Million Maß Bier, Zehntausende Bratwürste und ein Dutzend Ochsen über den Tresen gingen. Wer auch die kommenden Tage und Wochen mit aktuellen Berichten verfolgen möchte, kann dem Oktoberfest-Blog auf Sueddeutsche.de folgen.

Faszination Wiesn
Die Faszination rund um das Oktoberfest kann im Grunde in wenigen Worten zusammengefasst werden. Im Dirndl oder in Lederhosen mit einer Maß Bier in der Hand sind alle gleich, möchten gleichermaßen Sorgen und Nöte vergessen und selbst wildfremde Menschen liegen sich plötzlich glückselig in den Armen, während im Hintergrund zu Helene Fischer und anderen Chartstürmern gegrölt wird. An diesen wenigen Tagen wird auf anstrengenden Smalltalk oder Standesdünkel verzichtet, stattdessen finden nahezu alle Arten von Menschen zueinander.

Dennoch darf auch hier die Kriminalität nicht aus den Augen gelassen werden. Rund 1.500 Delikte werden in diesem Zeitraum pro Jahr verzeichnet, dennoch gibt es, in Relation zu den Besucherzahlen (etwa 7 Millionen pro Jahr), nur wenige echte Aggressionen. Gefährliche Körperverletzungen gab es in den vergangenen Jahren beispielsweise stets leicht über 100, für ein Fest dieses Ausmaßes ist dies allerdings eine verhältnismäßig geringe Zahl.

Andere Presseberichte