Bundeskartellamt benachteiligt HRS im Wettbewerb
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Bundeskartellamt benachteiligt HRS im Wettbewerb

24.04.2015 | HRS - Das Hotelportal

Köln, 24. April 2015 — Während das Hotelportal HRS durch die Entscheidung des Bundeskartellamts seit Dezember 2013 im Wettbewerb benachteiligt wird, haben andere europäische Behörden Kompromissbereitschaft bewiesen

So haben die Wettbewerbsbehörden in Schweden, Italien und Frankreich einen Zusagenvorschlag des Online-Buchungsportals Booking.com im Hinblick auf die sogenannten „Bestpreisklauseln” mit Hotels akzeptiert. Anders verhält es sich in Deutschland: Hier wird HRS als einzigem Unternehmen der Branche untersagt, Bestpreisklauseln mit Hotels zu vereinbaren.

Bereits seit Februar 2012 verzichtet HRS auf die Durchsetzung der Klausel. Erst drei Jahre später hat das Bundeskartellamt eine Abmahnung in Richtung Booking.com ausgesprochen — eine branchenweit einheitliche Regelung lässt dennoch auf sich warten. „HRS wird als deutscher Mittelständler vom Kartellamt einseitig gegenüber US-amerikanischen Börsenkonzernen benachteiligt. Wenn so die deutsche Standortpolitik aussieht, dann kann einem nur angst und bange um den Mittelstand werden”, sagt HRS-Geschäftsführer Tobias Ragge.

Vor diesem Hintergrund begrüßt HRS die Zielstrebigkeit und Einigungsbereitschaft der anderen europäischen Kartellbehörden. Hierdurch zeigt sich erneut, dass die Kompromisslosigkeit des Bundeskartellamtes und die damit verbundene Ungleichbehandlung von HRS gegenüber dem Wettbewerb der falsche Ansatz ist. „Derzeit werden Bestpreisklauseln in 15 Ländern diskutiert. Die aktuellen Zugeständnisse in Europa zeigen, dass Kompromisse durchaus möglich sind. Einzig das Bundeskartellamt hat hier einen Sonderweg eingeschlagen und isoliert sich von der Einschätzung anderer Wettbewerbsbehörden sowie der EU-Kommission”, so Ragge.

Lesetipp von Hotelier.de:

Der nun für Italien, Frankreich und Schweden getroffene Kompromiss habe sich aus Sicht der dortigen Wettbewerbsbehörden als geeignet erwiesen, alle bestehenden wettbewerbsrechtlichen Bedenken auszuräumen. Dies hätten umfangreiche Markttests bestätigt. HRS zeigt sich ebenfalls offen für eine Kompromisslösung: „Im Hinblick auf unser eigenes Verfahren haben wir den französischen Behörden bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert und würden diesen Weg der Einigung mitgehen”, so Ragge.

Auch eine Implementierung in weiteren Ländern ist im Interesse von HRS, um einem einheitlichen Markt mit einheitlichen Regeln zu begegnen. Dafür ist jedoch eine Überarbeitung des „Deutschen Sonderwegs” notwendig. „Wir erwarten vom Bundeskartellamt, seine Entscheidung gegenüber HRS zu überdenken und sich an den europäischen Standards zu orientieren, statt weiter an seiner einseitigen Betrachtung festzuhalten”, fordert Tobias Ragge.

Im Gegensatz zu einem Totalverbot der Bestpreisklauseln ermöglicht ein Kompromiss den Hotels eine freie Preisgestaltung und schützt gleichzeitig die Investitionen der Portale. „Wir erachten eine ausgewogene Regelung als sinnvoll, da einerseits die unternehmerische Freiheit der Hoteliers gewahrt bleibt und gleichzeitig dem Investment in Know-how und technische Infrastruktur des Portals Rechnung getragen wird. Dies erlaubt eine optimale Lösung für den Kunden, der Transparenz und Benutzerfreundlichkeit erwartet”, begründet Tobias Ragge.

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