Swiss Deluxe Hotels begrüssen Motion gegen Preisparitätsklausel
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Swiss Deluxe Hotels begrüssen Motion gegen Preisparitätsklausel

07.10.2016 | Swiss Deluxe Hotels

Zürich, 6. Oktober 2016 — Swiss Deluxe Hotels begrüssen die Motion «Verbot von Knebelverträgen der Internetplattformen gegen die Hotellerie», die von Ständerat Pirmin Bischof während der Herbstsession 2016 eingereicht wurde. Das Anliegen Bischofs (Motion 16.3902) beauftragt den Bundesrat, Gesetzesänderungen vorzulegen, um die sogenannten «engen Preisparitätsklauseln» zwischen Buchungsplattformen und Hotelbetrieben zu verbieten

Dabei geht es um nichts geringeres, als die unternehmerische Freiheit der Hotelbetriebe in der Schweiz wiederherzustellen und gleiche Bedingungen wie für ihre ausländischen Hauptkonkurrenten zu schaffen.

Ein Grossteil der Hotelübernachtungen wird heutzutage über internationale Online-Buchungsplattformen gebucht. Aufgrund der Marktdominanz der Buchungsplattformen sind die Hotels faktisch gezwungen, diese Distributionskanäle zu nutzen. Neben der Zahlung hoher Kommissionen — abhängig von Destination und Positionierung auf dem Buchungsportal — werden Hotels zur Einhaltung der sogenannten engen Paritätsklauseln verpflichtet. Dies hat die Wettbewerbskommission (WEKO) in einem Entscheid von 2015 festgelegt.

Damit dürfen die Hotelbetriebe auf ihren eigenen Websites keinerlei günstigere Angebote mehr anbieten als auf einer Buchungsplattform. Mit der Einschränkung dieses für jeden Hotelbetrieb essentiellen Direktvertriebskanals wird die unternehmerische Freiheit massiv behindert. «Die flexible Preisgestaltung ist eines der wichtigsten Instrumentarien im Führen eines Hotelbetriebs, speziell wenn dieser saisonalen Schwankungen und kurzfristigen Marktentwicklungen unterworfen ist», sagt Jan E. Brucker, Präsident Swiss Deluxe Hotels.

Auf Initiative des Branchenverbandes hotelleriesuisse hatte die WEKO 2012 eine kartellrechtliche Untersuchung gegen die drei marktbeherrschenden Online Travel Agencies (OTA) in der Schweiz eröffnet. Mit ihrem Entscheid 2015 hat die WEKO jedoch lediglich die sogenannten weiten Paritätsklauseln der Buchungsplattformen verboten. Bezüglich der engen Paritätsklauseln wollte die WEKO «mangels aussagekräftiger Erfahrungswerte» zum damaligen Zeitpunkt unverständlicherweise noch keine definitive Beurteilung vornehmen.

Unsere europäischen Nachbarn haben für ihre Hotellerie bereits auf gesetzlicher oder richterlicher Ebene reagiert. Deutschland und Frankreich haben solche Knebelklauseln in der Zwischenzeit verboten. In Italien ist eine Gesetzesänderung im Senat hängig, in Österreich berät das Parlament diesen Herbst über entsprechende gesetzliche Bestimmungen, die auf Ende 2016 in Kraft treten sollen. «Somit besteht auch in der Schweiz dringender Handlungsbedarf auf politischer Ebene die engen Paritätsklauseln zu verbieten, damit die Schweizer Hotellerie nicht einen weiteren Wettbewerbsnachteil im internationalen Markt erleidet.», erklärt Andreas Züllig, Präsident von hotelleriesuisse.

Swiss Deluxe Hotels und hotelleriesuisse erwarten vom Parlament, dass es diese Motion unterstützt und rasch entsprechende Gesetzesänderungen einleitet.

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