Der negative Einfluss von Airbnb
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Der negative Einfluss von Airbnb

09.09.2018 | Hotelier.de

Immer häufiger nutzen Touristen in Berlin die Unterkünfte von Airbnb, um zentral übernachten zu können. Schon in den vergangenen Jahren wurden daher kritische Stimmen in der Hotelbranche laut. Doch wie groß ist der Druck durch den neuen Konkurrenten tatsächlich und warum ziehen Touristen die privaten Apartments vor? 

Auch Escort Agenturen machen Erfahrungen mit  Airbnb
Auch Escort Agenturen machen Erfahrungen mit Airbnb

Private Unterkünfte mit Diskretion

Tatsächlich schätzen die Nutzer von Airbnb die Möglichkeit, in die Welt der Einheimischen einzutauchen. Zwar kann die Marketing-Botschaft des US-amerikanischen Konzerns von einer weltumspannenden Freundschaft unter Fremden als überspitzt abgetan werden. Dennoch scheinen besonders junge Personengruppen die Angebote der Plattform sehr gerne zu nutzen. Vor allem die Möglichkeit, wie in der eigenen Wohnung zu leben, scheint dabei eine Differenz zu den etablierten Hotels darzustellen. Diese legen den Fokus keineswegs auf den lockeren Eindruck privater Atmosphäre.

Gleichsam erhalten die Gäste der privaten Vermieter das volle Nutzungsrecht der Wohnung. Neben dem Schlafzimmer stehen ihnen damit auch Küche und Bad zur Verfügung. Auch Escort Angebote können dort in Anspruch genommen werden, ohne das Missfallen des Gastgebers zu erregen. Manche Escort Agentur berichtet davon, dass die von Airbnb vermittelten Unterkünfte eine immer größere Rolle einnehmen.

Die Reaktionen der Branche

Natürlich erkannte die Hotelbranche das veränderte Nutzerverhalten in den vergangenen Jahren. Doch bislang scheint es für viele Unternehmen keinen Grund zur Anpassung des eigenen Angebots zu geben. Zu verschieden sind bislang die Zielgruppen, die sich für die jeweilige Art der Übernachtung entscheiden. Menschen mit gutem Geschmack und dem Wunsch nach Komfort, die sogleich über ein höheres Budget verfügen, tendieren eher zur Übernachtung in einem Hotel.

Junge Reisende, die über die passende App auf dem Smartphone verfügen und denen eine einfach eingerichtete Wohnung ohne kulinarische Ergänzung genügt, tendieren eher zu Airbnb. Sollte diese klare Trennung jedoch in den kommenden Jahren weiter aufweichen, so sähen sich wohl auch die großen Hotels dazu gezwungen, etwas an der eigenen Ausrichtung zu ändern.

Der Einfluss auf die Mietpreise

In unserer Hauptstadt lässt sich der Eindruck nicht verwehren, dass auch die Entwicklung der Mietpreise auf die private Vermietung zurückgeht. Denn Besitzer von Wohneigentum sehen in der Vermietung über kurze Zeiträume die Gelegenheit, deutlich höhere Preise zu verlangen, als sie dies bei normalen Mietern könnten. Eine Wohnung mit 70 Quadratmetern könnte kaum für mehr als 750 Euro pro Monat vermietet werden. Touristen sind derweil dazu bereit, diesen Preis pro Woche zu bezahlen. Letztlich bietet gerade die touristische Hauptsaison die Möglichkeit, die Erträge zu vervierfachen.

Unter dem Strich steht Berlin damit in einer Reihe mit anderen großen Metropolen Europas. Auch in Barcelona, Amsterdam oder Paris lässt sich eine Entwicklung beobachten, die zu immer höheren Mietpreisen in den zentralen Wohnlagen führt. Experten fordern aus diesem Grund schon lange, dass die Politik entscheidende Schritte gegen diese Entwicklung unternimmt. Denn eigentlich dient sie einigen Menschen dazu, sich auf Kosten der städtischen Bevölkerung und der Hotelbranche zu bereichern.

Nicht nur die Hoteliers selbst sehen sich durch Airbnb mit unangenehmen Veränderungen konfrontiert. Für politische Einschränkungen des Wettbewerbs wird jedoch kaum der Druck auf die Hotelbranche sorgen. Stattdessen sind es die negativen Einflüsse auf die ohnehin stark steigenden Mietpreise, die mit ihrem sozialen Sprengstoff für eine Regulierung des Marktes sorgen könnten. Bislang sind jedoch keine Signale zu erkennen, die in diese Richtung deuten.

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