Circa 9 Millionen Übernachtungen in über 390 Jugendherbergen bei ungefähr 2,3 Millionen DJH-Mitgliedern - das sind die beeindruckenden Fakten einer Übernachtungsmöglichkeit, die Kindern, Familien, Wanderern und auch vielen ausländischen Gästen eine tolle Herberge mit viel Geschichte bietet, denn die erste und älteste Jugendherberge der Welt gibt es immer noch in der Burg von Altena! Jetzt lesen, was bei dieser angestammten Unternehmung so los ist!
Jugendherbergen in Bayern sind Motor für lokale Wirtschaft
Die dwif-Consulting GmbH (Deutsches Wirtschaftswissenschaftliches Institut für Fremdenverkehr) bescheinigt in einer aktuellen Studie zu den wirtschaftlichen Effekten der Jugendherbergen in Bayern dem Verband durchgehend positive Wirkungen für den jeweiligen Standort und die Regionen. Die Untersuchung ergab, dass die Jugendherbergsgäste in Bayern insgesamt einen jährlichen Umsatz von mehr als 150 Mio. EUR auslösen.
Die Tourismusforscher der dwif hatten dazu die interne und externe Wertschöpfung aller Jugendherbergen in Bayern analysiert. Datengrundlage bildete das Geschäftsjahr 2023. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand der Jugendherbergsbetrieb im engeren Sinne.
Die Kerndaten im Bericht
- Gästeankünfte ca. 505.000
- Übernachtungen ca. 1,2 Mio.
- Tagesausgabe pro Kopf ca. 103 EUR
- Umsatz Aufenthaltsort ca. 123 Mio. EUR
- Umsatz Reisekosten ca. 30 Mio. EUR
- Wertschöpfung ca. 31 EUR pro Übernachtung
- Beschäftigung 1 Arbeitsplatz in einer Jugendherberge schafft 1,7 neue Arbeitsplätze in der Region
Daniel Sautter, geschäftsführender Vorstand im DJH Bayern: „Die Jugendherbergen in Bayern sind in wirtschaftlicher und damit auch in tourismuspolitischer Sicht ein wichtiger Akteur. Die Untersuchung bestätigt, dass durch den Betrieb einer Jugendherberge positive Impulse für die lokale und regionale Wertschöpfungskette gesetzt werden.
Davon profitieren sowohl Einzelhandel und Dienstleister als auch Handwerk, Kultur und der Arbeitsmarkt insgesamt. Jugendherbergen selbst sind attraktive Arbeitgeber – jeder Arbeitsplatz in einer Jugendherberge schafft 1,7 weitere qualifizierte Beschäftigungsverhältnisse."
Das dwif-Gutachten bestätigt ein weiteres Mal die hohe Bedeutung eines flächendeckenden Netzes von Jugendherbergen. Insbesondere ländliche und strukturschwächere Regionen können vom Betrieb einer Jugendherberge profitieren. Die Häuser tragen nachweislich zur wirtschaftlichen Stabilität in der Fläche bei. Es bleibt zentrales Anliegen des Jugendherbergswerks Bayern, das bestehende Netz zu erhalten.
Sautter: „Zu den bestätigten wirtschaftlichen Wirkungen einer Jugendherberge kommen positive Effekte unserer Häuser als Bildungsorte und Sozialisationsräume hinzu. Klar ist, dass der ‚Lernort Jugendherberge‘ gelingende Bildungs- und Berufsbiografien fördert. Jugendherbergen sind damit auch ein wesentlicher Bestandteil der Bildungsinfrastruktur in den Regionen.“
Netz der Jugendherbergen bedroht
Gleichzeitig kämpft das Jugendherbergswerk Bayern mit massiven Herausforderungen, um die Netzstruktur der aktuell 47 Jugendherbergen erhalten zu können. Insbesondere ein enorm hoher Investitionsbedarf in die bauliche Substanz schwächt die Leistungsfähigkeit des Landesverbands.
„Trotz aller Anstrengungen zur Verbesserung der eigenen wirtschaftlichen Kraft, wird das Jugendherbergswerk diese Mammutaufgabe nicht ohne staatliche Unterstützung bewältigen können; Kürzungen im Bereich des Jugendprogramms der Bayerischen Staatsregierung wären ein äußerst fatales Signal. Unter diesen Umständen würde die Strahlkraft der Jugendherbergen in die Regionen hinein massiv leiden“, so Sautter.
Insgesamt sieht sich das Jugendherbergswerk durch das dwif-Gutachten in seiner Arbeit bestätigt. Jugendherbergen können und müssen auch künftig das junge touristische Gesicht Bayerns bleiben, und sie können maßgeblich zur wirtschaftlichen Prosperität in allen Regionen des Freistaats beitragen.
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Frühere DJH News
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Sommerurlaub, Kurztrip oder Ferienfreizeit: Jugendherbergen öffnen für Familien
Auf Klassenfahrt in die Jugendherberge: Mit diesem Gedanken verbinden Menschen jeden Alters unzählige Erinnerungen, denn für viele ist das Übernachten mit den Mitschülern im Mehrbettzimmer das erste große Abenteuer ohne Eltern.
Heute kann Jugendherberge aber auch anders erlebt werden und zwar mit Mama und Papa, Oma und Opa, den Geschwistern oder einfach mit allen gemeinsam: Die rund 400 Häuser des gemeinnützigen Deutschen Jugendherbergswerkes e.V. (DJH) haben sich nicht erst seit der Corona-Pandemie zu einem echten Geheimtipp für Familienaufenthalte mit Mehrwert entwickelt.
Ausstattung und Service
So ist aktuell mehr als die Hälfte der DJH-Jugendherbergen als „besonders geeignet für Familien“ zertifiziert. Hier gibt es zum Beispiel Familienzimmer mit kindgerechter Ausstattung von Babybett bis Flaschenwärmer. Dazu kommt ein passend abgestimmtes Speiseangebot für Groß und Klein, das vor allem für Familien mit vielen Kindern bei gewählter Vollpension sehr preisattraktiv ist.
Besonders für Familien geeignete Jugendherbergen bieten außerdem unterschiedliche Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten in einem geschützten Umfeld drinnen wie draußen an. „Hier finden Kinder schnell neue Freunde zum Spielen und auch die Eltern kommen in einer sehr entspannten und unkomplizierten Atmosphäre mit anderen ins Gespräch“, erklärt DJH-Hauptgeschäftsführer Oliver Peters.
Freizeit für die ganze Familie
Sport, Umwelt, Kultur, Natur oder Ernährung: In puncto Programmangebote können Familien in Jugendherbergen aus einem großen und abwechslungsreichen Fundus auswählen. So kann man in der Jugendherberge Osnabrück zum Beispiel eine Waldwerkstatt mit Schnitzkurs, Spurensuche im Wald und Feuermachen besuchen, in der Jugendherberge Mardorf ein Eltern-Kind-Massage-Wochenende genießen oder in der Jugendherberge Dahme beim Teikojutsu-Familien-Wochenende einen Selbstverteidungskurs für Kinder & Eltern mit Ostseeblick belegen.
Angebote gibt es aber auch für Alleinerziehende oder Großeltern, die gerne einmal eine Auszeit mit ihren Enkelkindern erleben möchten. Dabei sind die Angebote der Jugendherbergen so unterschiedlich wie die Häuser selbst. In der Jugendherberge Verden können Sportbegeisterte den hauseigenen Kletterpark benutzen.
Die Jugendherberge Heringsdorf liegt direkt an der Strandpromenade eines der beliebtesten Ostseebäder Deutschlands und in Duisburg steht die Jugendherberge mitten in der beeindruckenden Industriekulisse des Landschaftsparks. Auch bei aktiven Freizeitthemen, wie etwa Wassersport, haben die Jugendherbergen passende Angebote parat – von der eigenen Segelschule (Bad Zwischenahn) bis zum Kanu-Paddelkurs (zum Beispiel in Leibertingen-Wildenstein) ist alles dabei. Insgesamt liegen mehr als 130 der rund 400 Jugendherbergen direkt an Seen oder Flüssen.
Außergewöhnliche Übernachtungsorte
Über 80 Prozent der DJH-Häuser haben ihren Standort zudem in kleinen und mittleren Städten, abseits der großen Metropolen und teilweise in beeindruckenden Bauten – darunter mehr als 30 Burgen und Schlösser. Oder wie wäre es mit einer Übernachtung in einer Klosteranlage (Benediktbeuern), in einer alten Holländermühle (Strehla), in einer ehemaligen Feuerwache (Plauen) oder in Baumhäusern, Jurten, Stelzen- und Lehmhäusern (Panarbora bei Köln)?
„An solchen Orten zu übernachten, gemeinsam mit der Familie, schafft eine ganz besondere Atmosphäre und spannende Geschichten, die noch lange nach dem Urlaub erzählt werden. Dies gilt aber natürlich auch für die Abenteuer, die mit Gleichaltrigen und ohne die Eltern erlebt werden“, so Oliver Peters.
Betreute Ferienfreizeiten
Neben dem Urlaub oder dem Kurztrip mit der Familie, bietet das DJH auch abwechslungsreiche Ferienfreizeiten für Kinder ohne die Eltern an. Hier stehen Spaß, Teamgeist und intensive Erlebnisse in der Gruppe im Fokus - für Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren. Erfahrene Teamer und Betreuer begleiten Teilnehmende und sind für sie da – besonders dann, wenn die Heranwachsenden zum ersten Mal ohne Familie unterwegs sind.
„Gerade im Sommer haben wir lange Ferienzeiten, in denen die Kinder betreut werden müssen. Hier bieten unsere Freizeiten nicht nur eine tolle Abwechslung für die Kinder, sondern auch ein Stück weit Entlastung für die Eltern“, sagt Oliver Peters. Für die anstehende Ferienzeit rechnet der DJH-Hauptgeschäftsführer erneut mit einer großen Nachfrage von Familien – besonders an den beliebten Urlaubsorten am Wasser oder in den Bergen. Freie Plätze sind aber mit etwas Glück überall noch verfügbar, auch für die diesjährigen Herbstferien.




