Lindner Hotels AG erfolgreich restrukturiert
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Lindner Hotels AG erfolgreich restrukturiert

01.09.2025 | Lottmann Communications

Wirtschaftlich restrukturiert und stabilisiert / Häuser und Arbeitsplätze konnten gesichert werden / Adrian Lindner designierter neuer CEO

Lindner Hotels AG Logo
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Adrian Lindner, designierter CEO Lindner Hotel Group / © Lindner Hotel Group
Adrian Lindner, designierter CEO Lindner Hotel Group / © Lindner Hotel Group
Eingang Lindner Hotel Düsseldorf Seestern / Bildquelle: Nicole Zimmermann
Eingang Lindner Hotel Düsseldorf Seestern / Bildquelle: Nicole Zimmermann

Die Lindner Hotels AG hat das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung seit Eröffnung am 1. März 2025 innerhalb weniger Monate erfolgreich abgeschlossen. Nachdem der Insolvenzplan einstimmig von den Gläubigern angenommen wurde, erfolgte am 26. August 2025 die gerichtliche Bestätigung. Die Lindner Hotels AG kehrt wirtschaftlich restrukturiert und stabilisiert in den regulären Geschäftsbetrieb zurück.

„Wir haben den Sanierungsprozess in einer wirtschaftlich angespannten Zeit mit Konsequenz und Klarheit innerhalb kurzer Zeit umgesetzt. Dass die Lindner Hotels AG nun wieder uneingeschränkt handlungsfähig ist, ist ein großer gemeinsamer Erfolg“, resümiert Dr. Frank Kebekus, Generalbevollmächtigter der Lindner Hotels AG. „Wichtig ist: Der Finanzplan wurde vollständig eingehalten, der Betrieb lief reibungslos weiter – und alle Beteiligten haben die notwendigen Schritte mitgetragen.“

Prof. Dr. Dirk Andres, gerichtlich bestellter Sachwalter, ergänzt: „Die Lindner Hotels AG ist heute entschuldet und operativ stabil. Das ist in dieser Form keineswegs selbstverständlich.“

Neue Geschäftsführung

Mit Abschluss des Verfahrens geht auch ein Wechsel in der Geschäftsführung einher: Adrian Lindner übernimmt als Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer die Leitung des Unternehmens gemeinsam mit dem bisherigen Vorstandsmitglied und Chief Financial Officer Dr. Christoph Scherk.

Frank Lindner, bisher Chief Technical Officer, wird dem Unternehmen mit seiner fachlichen Kompetenz weiter zur Verfügung stehen, die operative Vorstandsverantwortung jedoch abgeben. Dieser Schritt war bereits für letztes Jahr geplant worden. Frank Lindner entschied sich aber aufgrund der Insolvenz dafür, dem Unternehmen in dieser schwierigen Zeit über den Prozess hinweg als Vorstand vorerst erhalten zu bleiben.

„Die Priorität war von Anfang an klar: den Hotelbetrieb aufrechterhalten, Arbeitsplätze sichern und unsere Organisation zukunftsfähig aufstellen“, erklärt Adrian Lindner, Vorstandsvorsitzender der Lindner Hotels AG. „Unser Erfolg ist dem großartigen Einsatz unseres Teams und der konstruktiven Zusammenarbeit mit allen Partnern zu verdanken. Wir schätzen es sehr, dass uns so viele die Treue gehalten haben und möchten allen dafür herzlich danken.“

Mit Adrian Lindner übernimmt ein Vertreter der dritten Generation der Familie Lindner die Geschäftsführung. Nach seinem wirtschaftswissenschaftlichen Studium hat er zunächst mehrere Jahre in einer Unternehmensberatung in München und New York gearbeitet. Während der Covid-Pandemie wechselte er in die Lindner Unternehmensgruppe und übernahm Führungspositionen im Konzern.

Zu Beginn des Insolvenzverfahrens ging er bei der Lindner Hotels AG in Verantwortung und steuerte das Unternehmen federführend mit Dr. Christoph Scherk und Frank Lindner durch den Prozess. „Wir haben viel Vertrauen im Markt verloren. Aber wir haben in den letzten Monaten sehr viel erreicht und werden hart daran arbeiten, in Zukunft wieder als zuverlässiger Partner wahrgenommen zu werden.“, sagt Adrian Lindner.

Standorte bleiben erhalten

Ein wesentliches Ergebnis des Verfahrens ist, dass kein einziges Hotel infolge der Insolvenz geschlossen werden musste. Die Schließungen der Häuser auf Sylt und am Nürburgring erfolgten unabhängig davon, da die jeweiligen Verträge ohnehin im Jahr 2025 ausgelaufen wären. Die Abgabe Main Plaza Frankfurt erfolgt kurzfristig. Der Verpächter verfolgt mittelfristig eigene Umnutzungspläne ohne Hotelnutzung.

Bereits im Frühjahr wurden mit zahlreichen Verpächtern von unprofitablen Häusern konstruktive Vereinbarungen getroffen. Dadurch konnten insolvenzbedingte Schließungen verhindert und der operative Betrieb an allen Standorten fortgeführt werden. Aktuell bestehen Fortführungsvereinbarungen für alle betroffenen Häuser, teilweise auf temporärer Basis. Gespräche zu langfristigen Lösungen laufen.

Im Zuge der Sanierung wurde das Hotelportfolio anhand rein wirtschaftlicher Kriterien optimiert. Standorte wie Hochgurgl, Oberstaufen und Wiesensee wurden an andere Betreiber abgegeben. Die Arbeitsplätze in den einzelnen Betrieben sind vollständig gesichert.

Personelle Anpassungen fanden ausschließlich im Verwaltungsbereich statt. Unter anderem wurde die Ebene der Senior Vice Presidents und die Abteilung Architecture & Technical Services abgeschafft. Diese Umstellungen waren notwendig, um effizienter zu arbeiten und die Organisation zukunftssicher aufzustellen.

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Frühere Lindner News

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Meldung vom 03.04.25

Sanierung der Lindner Hotels AG auf gutem Kurs

Keine kurzfristigen Hotelschließungen – Betrieb läuft an allen Standorten weiter / Insolvenzplan soll im zweiten Quartal stehen – Abschluss des Verfahrens weiterhin im Sommer 2025 erwartet

Die Sanierung der Lindner Hotels AG schreitet zügig voran und verläuft bisher planmäßig. Der generalbevollmächtigte Dr. Frank Kebekus erklärt: „Wir führen den Betrieb der Lindner Hotels AG reibungslos weiter und stehen in einem sehr engen und konstruktiven Austausch mit allen Beteiligten und Partnern.“

Besonders erfreulich: In den Verhandlungen mit den Verpächtern konnten konstruktive Lösungen erzielt werden, sodass eine kurzfristige Schließung von Hotels verhindert und Arbeitsplätze in den Hotels erhalten bleiben konnten. Auch strukturelle Anpassungen am Unternehmenssitz in Düsseldorf wurden nach Eröffnung des offiziellen Eigenverwaltungsverfahrens erfolgreich umgesetzt.

„Der gesamte operative Betrieb innerhalb der Gruppe läuft stabil“, so Kebekus weiter. „Wichtig ist vor allem, dass der Finanzplan bisher voll eingehalten wird. Wir blicken mit Zuversicht in die bevorstehende Sommersaison.“

Als nächster Schritt werden nun die Sanierungsbeiträge der verschiedenen Gläubigergruppen gebündelt und in einem Insolvenzplan zusammengefasst. Dieser soll im zweiten Quartal 2025 finalisiert und dem Amtsgericht Düsseldorf zur Abstimmung vorgelegt werden. „Unser Ziel ist es weiterhin, im Sommer dieses Jahres das Eigenverwaltungsverfahren planmäßig über einen Insolvenzplan abzuschließen“, so Dr. Kebekus.

Als Generalbevollmächtigter begleitet er die Vorstände Frank Lindner und Dr. Christoph Scherk durch das Verfahren. Dem Antrag auf Eigenverwaltung hatte das Amtsgericht Düsseldorf am 16. Dezember 2024 zugestimmt, die Verfahrenseröffnung erfolgte zum 1. März 2025.

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Meldung vom 18.12.24

Lindner Hotels AG im Eigenverwaltungsverfahren nachhaltig restrukturieren

„Die Lindner Hotels AG will sich mit den Instrumenten der Insolvenzordnung nachhaltig restrukturieren und damit alle Chancen wahren, die Zukunft ihrer erfolgreichen Konzepte mittel- und längerfristig abzusichern“, erklärt der erfahrene Restrukturierungsexperte Dr. Frank Kebekus von der Kanzlei KebekusPartner Rechtsanwälte. Er unterstützt die Vorstände der Lindner Hotels AG, Frank Lindner und Dr. Christoph Scherk, im Eigenverwaltungsverfahren der Lindner Hotels AG als Generalbevollmächtigter.

Zuvor war das Amtsgericht Düsseldorf deren Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gefolgt und hat Prof. Dr. Dirk Andres von der Kanzlei AndresPartner als vorläufigen Sachwalter für die Lindner Hotels AG bestellt. Die Belegschaft der Hotelgruppe wurde darüber informiert, dass die Lindner Hotels AG trotz erfolgreicher konzeptioneller Arbeit nicht die Erträge erwirtschaftet hat, um nachlaufende Verpflichtungen in Folge der Pandemie und des Ukraine-Krieges dauerhaft bewältigen zu können.

Die Restrukturierungsmaßnahmen der vergangenen Monate und Jahre konnten die Rezessionseffekte, diverse Kostenblöcke wie Mieten, Energiekosten, Materialkosten oder die Zinsentwicklung nicht länger kompensieren. „Somit war es insbesondere angesichts der Verpflichtungen der AG aus der Vergangenheit wirtschaftlich wie strategisch geboten, ein Eigenverwaltungsverfahren für die Lindner Hotels AG zu beantragen, um die AG mit den Instrumenten der Insolvenzordnung nachhaltig zu restrukturieren“, so Kebekus weiter.

Hotel- und Geschäftsbetrieb reibungslos fortführen

Der Hotel- und Geschäftsbetrieb soll in der gesamten Unternehmensgruppe, bei allen Gesellschaften und an allen Standorten so reibungslos wie möglich fortgeführt werden. 

Die Mitarbeitenden wurden ermutigt, die Gäste weiterhin willkommen zu heißen und ihnen mit freundlichem und aufmerksamem Service, mit den bei Lindner gelebten Standards angenehme und komfortable Aufenthalte anzubieten. Weitere Unternehmen oder Standorte der Hotelgruppe sind von dem für die Lindner Hotels AG beantragten Verfahren nicht unmittelbar betroffen. Für sie wurde kein Insolvenzantrag gestellt.

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