10 Jahre Grand Hotel Heiligendamm - Mondäne Entspannung an der Ostsee
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10 Jahre Grand Hotel Heiligendamm - Mondäne Entspannung an der Ostsee

04.02.2014 | Sascha Brenning - Hotelier.de

Ständig wechselnde Direktoren, Insolvenz, ein daraus resultierendes Interessentenkarussell aus dem jetzt der Wirtschaftsprüfer Paul Morzynski als neuer Besitzer hervorging: Die Meldungen über das Luxushotel waren in der Vergangenheit nicht nur positiv. Wie aber 'fühlt' sich das Haus an, was steckt in den so bekannten, weißen Gemäuern? Hotelier.de war im Jubiläumsjahr zu Gast und kehrte angetan zurück...

Toller Blick auf die Ostsee. Links das Haus Mecklenburg. Das Gebäude rechts gehört nicht zum Hotelkomplex / Alle Fotos © Sascha Brenning - Hotelier.de
Toller Blick auf die Ostsee. Links das Haus Mecklenburg. Das Gebäude rechts gehört nicht zum Hotelkomplex / Alle Fotos © Sascha Brenning - Hotelier.de
Der Wohnbereich in einem Deluxe Zimmer im 'Haus Mecklenburg' - Stilvoller Aufenthalt garantiert!
Der Wohnbereich in einem Deluxe Zimmer im 'Haus Mecklenburg' - Stilvoller Aufenthalt garantiert!
In schöner Abendstimmung: Das 11 m x 18 m große Schwimmbecken mit Whirlpool (rechts)
In schöner Abendstimmung: Das 11 m x 18 m große Schwimmbecken mit Whirlpool (rechts)
Die gemütliche Nelson Bar. Hier sehr zu empfehlen: Ein Mai Tai
Die gemütliche Nelson Bar. Hier sehr zu empfehlen: Ein Mai Tai

Da steht man also vor dem Hotel, welches in den Medien eine hohe Präsenz wie kein anderes hat: Dem Grand Hotel Heiligendamm. Wir alle kennen die ständigen sowie meist negativen Meldungen, wir wissen auch um das berühmte Foto, bei dem zwei weiße Gebäude in der Sonne um die Wette strahlen. Jetzt aber hinein und das Auto auf den Parkplatz direkt vor den Eingang platziert. Der Page nimmt sich sogleich des Gepäcks an und geleitet einen in die Lobby. Diese ist entsprechend einem Grand Hotel sehr geräumig mit einer breiten Rezeption aufgestellt.

Was sofort auffällt: Es herrscht eine entspannte Atmosphäre und dies nicht nur wegen des in der Mitte befindlichen Springbrunnens. Das ist auch das Hauptziel des ehemaligen Sanatoriums: Hier darf man abseits des hektischen Alltags fünfe gerade sein lassen. Vor allem viele Gäste aus den gar nicht so weit entfernten Metropolen Berlin (ca. 250 km) und Hamburg (ca. 180 km) nutzen das.

Nach dem dem höflich-lockeren Check-In wartet ein Deluxe-Zimmer im Haus Mecklenburg. Wobei 'Zimmer' leicht untertrieben ist: Es besteht aus einem Wohn-, Schlaf- und Badezimmer. Die gesamte Räumlichkeit besticht mit stilsicherem Interior (Schreibtisch, Bett, etc.) in angenehmen hellen Farben. Der Teppich hat allerdings einige schwer zu entfernende Flecken, der Fernseher ist zu klein, aber dies trübt das Wohlgefühl nur wenig. Besonders schön ist der Blick durch die Fenster: Dieser richtet sich zum Haupthaus, zum Kurhaus und zur Ostsee.

Sehr schön, aber geschlafen wird später. Nun erst einmal alles erkunden!

Auf dem weitläufigen Areal gibt es herrliche Spazierwege mit alten, hochgewachsenen Baumbeständen (Ahorn, Eiche, etc.). Hier erkennt man auch die vorherige Nutzung als Sanatorium und Erholungsstätte. Man kann einen Blick auf alle sechs Häuser (Kurhaus - Gourmet Restaurant Friedrich Franz und Ballhaus, Haus Grand Hotel - Haupthaus, Rezeption und Nelson Bar, Haus Mecklenburg, Severin Palais mit dem 3.000 Quadratmeter großen Spa, Burg Hohenzollern und die Kindervilla) vom Hotel riskieren, aber auch auf einige, die leider verfallen (die sogenannte 'Perlenkette). Bei diesen besteht das Problem darin, daß sie nicht zum Hotelkomplex gehören. Sie sollen im Gesamtpaket verkauft werden, was aber aufgrund der hohen Instandsetzungskosten bisher gescheitert ist.

Mit seiner Keycard gelangt man durch ein Tor an den Strand und zur Seebrücke. Das Tor ist notwendig, weil sonst viele Schaulustige das Gelände betreten und den Hotelbetrieb stören würden. Leicht erhöhter Durchlauf besteht schon durch die Patienten der angrenzenden Median Klinik Heiligendamm, die ebenfalls per Keycard über das Hotelareal zum Strand gehen dürfen, da der Weg außen herum ca. eine halbe Stunde dauert.

Dies ist im Übrigen ein Problem, was uns auch im Örtchen Heiligendamm selbst begegnet. Dort bekommen wir mit, wie lebhaft über das Grand Hotel diskutiert wird. Es geht u.a. um den Zugang zum Strand für die Einheimischen, die keine Keycard bekommen. Dies wird nicht gerne gesehen, auch weil der 'Palast' (Zitat) zu wenig mit den Einwohnern über das Zugangs-Thema kommuniziert, so die Meinungen. 'Trotzdem': Der Bereich inner- und außerhalb des Heiligendamm mit seinen langen Spazierwegen im Wald und am Strand gefällt sehr. Nun fängt es an zu regnen, wir begeben uns vorsichtshalber in den vielfach ausgezeichneten Spa-Bereich!

Vorhin noch lustig gemacht über die Paare, die im Bademantel 200 m vorbei an essenden Gästen zum Severin Palais wandern und jetzt selbst 'so' einer. Betörende Düfte empfangen den Entspannungswilligen am Eingang. Durch den Fitnessbereich mit vielen Technogym-Geräten erst einmal den Swimmingpool in Beschlag nehmen, wo es das Glück zulässt, daß man diesen zur Abendbrotzeit alleine nutzen darf. 11 x 18 m reichen auch 'gerade so', dazu ein Whirlpool, in dem eine Großfamilie Platz hätte. Entspannung pur!

Eine Etage tiefer erwartet der Heißluft-Bereich mit finnischer Sauna, Biosauna, Dampfbad und Hamam-Bereich. Abkühlung garantiert der Eisraum, der nach oben offene Ruheraum und der Park (schön wäre noch ein Tauchbecken). Dazu sind natürlich viele Anwendungen wie Massagen oder Gesichtsanwendungen für Frau und Mann zusätzlich buchbar. Im Wellness-Bereich kann man es also auch ein paar Tage locker aushalten. Genug geschwitzt. Zur inneren Abkühlung geht es jetzt in die Nelson Bar, die über die Lobby erreichbar ist. Zunächst mäßig besucht setzt man sich an den Tresen und genießt auf Empfehlung einen Mai Thai. Warmes, dunkles Interior lässt einen auch den Long Island Ice Tea nebst hochinteressantem Austausch mit der Barchefin genießen.

Die Bar füllt sich langsam, ein Gast setzt sich voller Enthusiasmus ans Klavier und greift würdevoll in die Tasten. Eine größere Gruppe von ca. 20 Menschen, die ein Seminar abgehalten hat, gibt eine Sammelbestellung auf. Das erste Mal erlebt man bewusst, wie viele verschiedene Getränke (Cocktails, Bier, etc.) innerhalb kürzester Zeit serviert werden können, alle Achtung!

Es wird Zeit für die Nachtruhe. Boxspringbetten sind das Beste, daß erlebt man auch in dieser Nacht wieder einmal. Es folgt ein wunderbarer Schlaf, der durch folgenden Trick noch gesteigert werden kann: Öffnen Sie das Fenster und lassen Sie die Ostsee sprechen: Sie erzählt einem das immer gleiche, aber nie enden sollende Lied des Wellenrauschens, besser geht es nicht!

Am nächsten Morgen, das Wetter ist inzwischen in Regenstürme umgeschlagen, lockt das Kurhaus mit einem opulenten Frühstück. Alles was der Gast mag, wird ihm hier am meterlangen Büffet angeboten. Selbstgemachte Marmeladen, frischgepresste Säfte, schmackhaftes Rührei, etc., etc. .

Das Ambiente mit den meterhohen Decken samt riesigen Kronleuchtern lässt einen hier noch einen Gang mehr einnehmen. Sein Gewicht bei einem längerem Aufenthalt zu halten, erfordert mit Sicherheit große Disziplin... Diese fällt auch nicht leichter, wenn man im 'Gourmet Restaurant Friedrich Franz' von Sternekoch Ronny Siewert speist, wie einige Besucher zu berichten wissen.

Die abschließende Hotelführung begeistert zusätzlich:

  • Das Grand Hotel wird auch viel von Familien besucht. Wenn Mama und Papa mal in Ruhe in den Spa wollen, können Sie Ihre Kinder in der Kindervilla abgeben. Dort gibt es drei Etagen für die jeweiligen Altersklassen.
  • Im Erdgeschoss gibt es für die ganz kleinen  die 'Savanne' mit wilden Tieren an der Wand und großzügigen Liegeflächen zum Vorlesen. Im ersten Stock befindet sich 'Western City', wo man in Holz-Spielhäusern wie einem Saloon oder einem Gefängnis Cowboy und Indianer spielen kann. Außerdem führt eine Röhrenrutsche in den Garten.
  • Ganz oben thronen die älteren Heranwachsenden, die es sich im 'Space Shuttle' mit PlayStations, dem trendigen Captain Kirk-Sessel und einem Kino mit drei Meter breiter Leinwand sowie entspannenden Liegepodesten gut gehen lassen können. Für Leseratten steht zudem eine Bibliothek zur Verfügung.
     
  • Die Hochzeitssuite, bei der sich sogar Heiratsmuffel überlegen sollten, nicht doch den entscheidenen Schritt zu tun: Unten erwartet das glückliche Paar der hell gehaltene Wohnbereich mit Badezimmer. Die Treppe hinauf freut sich der lichtdurchflutete Schlafbereich mit Himmelbett und eigener Sonnenterrasse mit traumhaftem Blick auf die Ostsee auf die frisch Vermählten.


Fazit: Ein wahrhaft mondänes Grand Hotel befindet sich in der Nähe des 20 Kilometer entfernten Rostock. Es gibt hier nicht viel mehr zu machen, als sich vom täglichen Hamsterrad zu erholen, dies klappt aber vortrefflich. Ostsee, Strand, Wald und das Luxushotel einschließlich seiner mit viel Herz sowie Elan engagierten Mitarbeitern vereinen das Haus zu einer Entspannungsoase.

Wenn der neue Besitzer Paul Morzynski noch in Teppiche, Flachbildfernseher und Fassaden investiert, wenn eine Einigung über einen Zugang zum Strand getroffen wird und wenn alle Häuser auf dem Gesamtgelände mit Leben gefüllt werden, müsste ein jeder wunschlos glücklich sein.

Hotelier.de drückt dem Grand Hotel Heiligendamm die Daumen und ist nach dem Besuch optimistisch, daß der eingeschlagene Weg erfolgreich sein wird!

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