Deutscher Hotelinvestmentmarkt bricht alle Rekorde
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Deutscher Hotelinvestmentmarkt bricht alle Rekorde

13.01.2016 | ROZOK GmbH

Berlin/München, 13. Januar 2016 — Der starke Aufwind auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt hielt laut Angaben des Immobilienberatungsunternehmens Colliers International weiter an und bescherte mit einem Transaktionsvolumen von knapp 4,5 Milliarden Euro einen noch nie dagewesenen Jahresendwert. Im Vergleich zum bereits rekordverdächtigen Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 44 Prozent

Andreas Erben, Geschäftsführer bei Colliers International Hotel: „Wie es sich schon im Verlauf des Jahres abzeichnete, standen vor allem einzelne Hotelobjekte hoch in der Gunst der Investoren. Gut 56 Prozent (2,5 Milliarden Euro) der Transaktionen entfielen auf Einzelverkäufe. Dies entspricht in etwa dem Niveau des Vorjahres.

Zu den größeren Einzeltransaktionen im vierten Quartal zählte unter anderem der Verkauf des „White Tower”-Hotelprojektes in München. Das geplante 4-Sterne-Hotel der Marke Ramada ging von der Bayern Projekt GmbH (vertreten durch Colliers International) an die Versicherungsgesellschaft Swiss Life Deutschland.”

Nationale Investoren investieren wieder stärker in den deutschen Markt

Deutlich ausgeglichener als noch zum Ende des Jahres 2014 stellte sich das Verhältnis der internationalen und nationalen Käufer dar. Tätigten im Vorjahr vor allem internationale Käufer Investments auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt, ging deren Anteil um 15 Prozentpunkte auf 49 Prozent am Transaktionsvolumen zurück (2,2 Milliarden Euro).

Deutlich aktiver als im Vergleichszeitraum zeigten sich nationale Investoren, die für knapp 2,3 Milliarden Euro Hotelobjekte erwarben. Absolut gesehen steigerten im Vergleich zum Vorjahr aber beide Käufergruppen ihr Transaktionsvolumen. Durch den wachsenden Markt, kommt es aktuell zu einer vermehrten Nachfrage aus dem Inland. Auf Verkäuferseite zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Mit einem Anteil von 52 Prozent am Transaktionsvolumen trennten sich knapp mehr internationale als nationale Investoren von Hotelobjekten in Deutschland.

Besonders beliebt bei Investoren waren Hotels der 4-Sterne-Kategorie. Objekte dieser Kategorie zeichneten für gut 2,6 Milliarden Euro verantwortlich, was einem Anteil am Transaktionsvolumen von 59 Prozent entspricht. An zweiter Stelle folgten 3-Sterne-Hotels, die mit gut 800 Millionen Euro 18 Prozent am Transaktionsvolumen ausmachten. Hotels des Luxussegments verloren im Vergleich zum Vorjahr in der Investorengunst. Deren Anteil ging um 17 Prozentpunkte auf nun mehr 14 Prozent am Transaktionsvolumen zurück.

Insgesamt wurden knapp 645 Millionen Euro in 5-Sterne-Häuser investiert. Trotz einer anhaltendend hohen Nachfrage verzeichneten die 1- und 2-Sterne-Hotels einen Rückgang von 7 Prozentpunkten auf 9 Prozent am Transaktionsvolumen (400 Millionen Euro). Hier zeigte sich deutlich, dass entsprechende Produkte am Markt knapper werden. Knapp zwei Drittel des Transaktionsvolumens flossen in die sieben Top-Hotelstandorte — Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Insgesamt wurden hier rund 2,9 Milliarden Euro investiert. Auf die Nebenlagen entfielen gut 1,6 Milliarden Euro.

Die Lagen abseits der Top-7-Standorte profitierten vor allem durch Portfolios. Fast 70 Prozent des Transaktionsvolumens wurden hier mit Portfolioverkäufen generiert. Auch die Mehrzahl der 18 Hotels im Leonardo-Portfolio, welches die Fattal Hotels Group Ende des Jahres an die Pandox AB veräußerte, liegt außerhalb der Top-Standorte.

Als die aktivsten Akteure zeigten sich auf Käuferseite offene Immobilienfonds und Immobilienspezialfonds. Diese erwarben Hotelobjekte im Wert von rund 870 Millionen Euro (19 Prozent). Opportunity Fonds und Private Equity Fonds folgten knapp dahinter mit 750 Millionen Euro und 17 Prozent am Transaktionsvolumen. Corporates und Eigennutzer - die stärkste Käufergruppe aus dem Vorjahr - musste sich mit dem dritten Platz begnügen. Mit einem Anteil von 11 Prozent kamen sie auf gut 480 Millionen Euro.

Corporates und Eigennutzer erwiesen sich auf Seiten der Verkäufer als stärkste agierende Gruppe. Sie trennten sich für gut 1,1 Milliarden Euro von Hotelobjekten und trugen somit knapp ein Viertel zum Transaktionsvolumen bei. Projektentwickler und Bauträger steuerten 890 Millionen Euro bei und kamen auf einen Anteil von 20 Prozent. Opportunity Fonds und Private Equity Fonds generierten mit rund 830 Millionen Euro 18 Prozent des Transaktionsvolumens.

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Ausblick: Trotz Rekordergebnis ist keine weitere derartige Steigerung für das Jahr 2016 zu erwarten

„Trotz der optimistischen Prognose von 3,5 Milliarden Euro Transaktionsvolumen für 2015, wurde diese Erwartung bei weitem übertroffen. Für das Jahr 2016 wird jedoch aufgrund eines sich weiter verknappenden Produktangebotes keine weitere Steigerung erwartet. Das Hoteltransaktionsvolumen im Jahr 2016 wird voraussichtlich — sollte es bei den investitionsfreundlichen makroökonomischen Rahmenbedingungen bleiben — ein ähnlich hohes Niveau wie das Jahresendergebnis 2015 erreichen”, so Erben abschließend.

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