Viele Azubis brechen ihre Lehre im Hotel- und Gaststättengewerbe ab - Abbrecherquote 2008 bei 45,2 % - 2009 bei 38,8 %
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Viele Azubis brechen ihre Lehre im Hotel- und Gaststättengewerbe ab - Abbrecherquote 2008 bei 45,2 % - 2009 bei 38,8 %

29.10.2011 | Hotelier.de

Sehr viele Jugendliche brechen im Bereich Hotel- und Gaststättengewerbe ihre Ausbildung ab. Die schlechten Zahlen aus dem Jahr 2008 haben sich im Jahr 2009 verbessert. Lesen Sie Tipps und Trends zur Berufswahl im Hotel- und Gaststättengewerbe

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (17/2753) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/2528) hervor. Demnach haben im Jahr 2008 45,3 Prozent der Auszubildenden als Koch/Köchin ihren Vertrag gelöst, 43,8 Prozent der angehenden Hotelfachmänner/—frauen, 42,4 Prozent der Restaurantfachmänner/-frauen, 34,6 Prozent der Fachkräfte im Gastgewerbe, 33,7 Prozent der Fachmänner/-frauen für Systemgastronomie und 26 Prozent der Hotelfachkaufmänner/-frauen.

Im Jahr 2008 hat das Durchschnittsalter der Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag bei 19,7 Jahren gelegen. In dieser Größenordnung habe auch das Durchschnittsalter der Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag in den Berufen Koch/Köchin bei 19,7Jahren, Restaurantfachmann/ Restaurantfachfrau bei 19,8 Jahren und Hotelfachmann/Hotelfachfrau  bei 19,8 Jahren gelegen. Die Durchschnittsalter für die Berufe Fachkraft im Gastgewerbe (20,0), Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie (20,8) und Hotelkaufmann/Hotelkauffrau (21,0) seien etwas höher ausgefallen.

Laut Bundesregierung hat das BMAS die Länder um Stellungnahme zu Verstößen gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) bei der Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe gebeten. Die Abfrage habe ergeben, dass eine Darstellung der Anzahl der Verstöße die Jahre 2001 bis 2010 aufgeschlüsselt nach Ausbildungsberufen und Bundesländern nicht möglich ist, heißt es in der Antwort. Entsprechende Statistiken würden in den Ländern flächendeckend nicht geführt. Auch aus den allgemeinen Ausführungen der Länder lasse sich kein einheitliches Bild über Verstöße im Hotel- und Gaststättengewerbe ableiten, schreibt die Regierung.

Im Jahr 2009 wurden im Schnitt 'nur' noch 38,8 Prozent der Verträge gelöst. Im Jahr 2008 waren es noch 45,2 % - es ist also eine Verbesserung von ca. 6,4 % eingetreten. Bei ungefähr 100.000 Auszubildenden der gesamten Branche ist das eine nicht unerhebliche Zahl der Rückgänge.

Gemäß einer Studie ist besonders der rüde Ton in den Küchen durch besser ausgebildetes Personal einem angenehmeren Ton gewichen. Bessere Bezahlung sowie eine rigidere Überwachung des Jugendarbeitsschutzgesetzes täten ein übriges. Schleswig-Holstein will eine Ombudsstelle für Auszubildende einrichten, damit die Azubis eine Anlaufstelle haben. Man kann nur hoffen, dass sich die Tendenz fortsetzt.

Unten sehen Sie einen Link, der alle gastgewerblichen Ausbildungsberufe vorstellt - gem. § 1 Berufsbildungsgesetz mit staatlicher Anerkennung und ohne staatliche Anerkennung.

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