13. Lahnsteiner Bierseminar: Bieressig-Bierstacheln-Waldbier
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13. Lahnsteiner Bierseminar: Bieressig-Bierstacheln-Waldbier

14.04.2012 | Lahnsteiner Brauerei GmbH & Co. KG
Vor zehn Jahren startete die Lahnsteiner Brauerei mit Bierlikör und Bierbrand die Produktlinie "Delikatessen rund ums Bier". Heute gibt es stattliche zwölf dieser Delikatessen, die über einen eigenen Onlineshop www.lahnsteiner-delikatessen.de verfügen und über diesen theoretisch weltweit verfügbar sind
Teilnehmer des 13. Lahnsteiner Bierseminars / Bildquelle: Lahnsteiner Brauerei GmbH & Co. KG
Teilnehmer des 13. Lahnsteiner Bierseminars / Bildquelle: Lahnsteiner Brauerei GmbH & Co. KG
Hinzu kamen im Lauf der Jahre Hopfenlikör, Bierkäse, Biernudeln, Bierstengel, Biersenf, Lahneckchen-Praline, Knabbermalz, Hopfentee sowie die beiden Bücher "Besser leben mit Bier" und "Noch besser leben mit Bier".

Nach wie vor sind die Delikatessen eine lebende und wachsende Familie, so dass nun mit dem Bieressig ein neues Kind heranreift. Als ersten Test vergor Braumeister Henrik Rohmann zwei Bieressige aus dem hellen Doppelbock "Martinator" und aus dem dunklen Doppelbock "Schnee Bock".

Beide Essige bewahrten sich die Bierfarbe ihrer Originale und auch der Geschmack hat etwas "bieriges". Beide sind auch relativ mild für einen Essig und streicheln angenehm durch den Gaumen. Davon konnten sich die 40 Teilnehmer des Bierseminars anhand zweier Salatproben überzeugen. Fest steht nun: Der Bieressig aus der Lahnsteiner Brauerei wird ein Teil der Delikatessen rund ums Bier werden. Fest steht noch nicht, wann das sein wird.

Teilnehmer des 13. Lahnsteiner Bierseminars
Das Bierstacheln geht auf eine alte Schmiede-Tradition zurück. Tag für Tag arbeiteten mittelalterliche Schmiede im sprichwörtlichen Schweiße ihres Angesichts über der offenen Glut der Esse. Insbesondere im Winter war den Schmieden das Bier aus dem Keller zu kalt, um es ihren erhitzten Körpern zuzumuten. Um das Bier anzuwärmen hatten sie buchstäblich "ein Eisen im Feuer" liegen, den "Bierstachel".

Das glühende Ende des Bierstachels hielten die Schmiede in ihre Bierkrüge und wärmten so das Bier auf eine angenehme Trinktemperatur an. Die Tradition des "Bierstachelns" war geboren. Mit dem Verschwinden der meisten Schmiedewerkstätten, deren Aufgaben heute zum Großteil die Metall verarbeitende Industrie übernommen hat, verschwand auch das "Bierstacheln".

Insbesondere die Biersommeliers dieser Welt tragen nun dazu bei, dass die Tradition des Bierstachelns wieder auflebt. Heute ist der Bierstachel meist ein etwa 40 cm langer, geschmiedeter Stab aus Edelstahl, welcher mittels eines Gasbrenners auf bis zu 600°C erhitzt wird. Der erhitzte Stabstahl wird dann wenige Sekunden in ein Bierglas getaucht und mit einer Schwenkbewegung wieder herausgezogen.

Durch den kurzen Hitzeschock karamelisiert der im Bier enthaltene Restzucker, was zu einer Geschmacksintensivierung führt. Das Bier wird ein wenig dunkler, der Geschmack wird malziger, süßer und vollmundiger. Zudem verliert das Bier etwas Kohlensäure und wird so süffiger. Einen weiteren Nebeneffekt hat das Bierstacheln auf dem Schaum, welcher feinporiger und stabiler wird.

Bierstachel samt Halterung und Brenner
Am besten erlebbar ist das Bierstacheln mit hellen, mild gehopften Bieren wie Export, Kölsch, bayrisches Helles oder auch mit einem hellen Bock. Probieren sie diese alte Tradition doch selbst einmal in geselliger Runde mit Freunden aus. Lassen sie sich überraschen und genießen dieses Geschmackserlebnis mit hohem Unterhaltungswert hat.

Wesentlich beigetragen zum Wiederaufleben des Bierstachelns hat Axel Kiesbye, geistiger Vater der Biersommelier-Ausbildung, Weihenstephaner Brauerei-Ingenieur und heute Inhaber des Bierkulturhauses im österreichischen Obertrum, wenige Kilometer nördlich von Salzburg. Mehr dazu unter www.bierkulturhaus.at

Dieser Axel Kiesbye - im Übrigen ein Studienkollege von Dr. Markus Fohr - ersann nun ein eigenes Editionsbier. Es hört auf den Namen "Kiesbyes Waldbier". Seine Besonderheit ist eine aromatische Zutat aus dem Wald, das Maiwipferl, auch Maitrieb genannt. Mittels eines überdimensionalen "Teebeutels" werden diese in die Würze gehängt, um ihren Geschmack abzugeben.

Das Ergebnis ist ein als Scottish Strong Ale gebrautes bernsteinfarbenes Bier mit besonders kräftigem Geschmack, der sich als nussig, zartmarzipanartig und leicht rauchig beschreiben lässt. Unfiltriert und völlig naturbelassen wird das Jahrgangsbier in Gourmetflaschen in limitierter Auflage abgefüllt.

Das Waldbier ist ein hervorragender Speisenbegleiter und passt besonders zu dunklem Fleisch, idealerweise gegrillt oder gebraten, herzhaften geräucherten Fischgerichten, zu dunklen Waldfrüchten wie Schwammerln oder Nüssen sowie zu flambierten Desserts.

Das erste Waldbier wurde 2010 der Brauerei Hofstetten, Bierviertel, Oberösterreich, mit Tannenwipferln vom Haunsberg, Flachgau, Salzburger Land, in einer Auflage von 1.300 handnummerierten Flaschen gebraut. Der Alkoholgehalt beträgt 6,8 vol. % bei einer Stammwürze von 14,8° Plato und 15 EBC Bittereinheiten. Das Bier reifte ein Jahr und ist mindestens haltbar bis Dezember 2014.

Das Waldbier 2011 braute die Trumer Privatbrauerei Josef Sigl, Flachgau, Salzburg, aus Tannenwipferln vom Hochkönig, Pongau, Salzburger Land. Mit 16° Plato Stammwürze bei 7,5 vol.-% Alkohol und 18 EBC Bittereinheiten geriet es insgesamt kräftiger. Mit 3.500 wiederum handnummerierten Flaschen gibt es mehr von seiner Art.

Axel Kiesbyes Waldbier
Zum Abschluß kredenzte Klaus Borowski eine Überraschung mit St. Peter´s Suffolk Smokey Peated Beer aus der St. Peter´s Brewery, Suffolk, England. Wie der Name andeutet enthält dieses Bier ein spezielles Whisky-Malz, dessen Duft und Aroma auch den Sinneseindruck dominiert. Fast könnte man meinen, einen torfigen Whisky im Glas zu haben.

Die nächsten Lahnsteiner Bierseminare finden am 3.5., 14.6., 23.8., 27.9., 25.10. und 6.12.2012.statt. Die Themen sind wie immer das am besten gehütete Geheimnis des Lahnsteiner Brauerei - Anmeldung unter fohr@lahnsteiner-brauerei.de">fohr@lahnsteiner-brauerei.de

Parallel findet auch eine eigene Bierseminarreihe zusammen mit der Rhein-Zeitung statt, zu der die Inhaber des RZ-Abo-Ausweises Sonderkonditionen und ein Präsent erhalten. Die Teilnahme steht aber allen Interessenten offen. Termine: 19.4. (Bockbierseminar), 24.5. (Bier und Käse), 18.10. (Bierkeller) und 22.11.2012 (Delikatessen rund ums Bier).


Weitere Informationen:
Lahnsteiner Brauerei
Sandgasse 1
56112 Lahnstein

Email: webmaster@lahnsteiner-brauerei.de">webmaster@lahnsteiner-brauerei.de
Tel.: 02621 - 9174-0
Fax: 02621 - 9174-34

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