Das Gastro-Fachsymposium 'Regionale Schätze' von Campus M21
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Das Gastro-Fachsymposium 'Regionale Schätze' von Campus M21

25.05.2012 | Campus M21 GmbH & Co. KG
Am Dienstagabend veranstaltete die Local Food Connection (LFC) in Holger Strombergs KUTCHiiN*in München ihre erste Veranstaltung unter dem Motto „ Regionale Schätze – Genuss aus Münchens Vorgarten“. Zum Dialog geladen wurden Gastronomen und Lebensmittelproduzenten aus München und Umgebung, sowie der Branchennachwuchs
Großes Interesse an der Jobbörse / Bildquelle: Campus M21
Großes Interesse an der Jobbörse / Bildquelle: Campus M21
Branchenexperten über die Verwendung regionaler Produkte in der Gastronomie
Auf der Veranstaltung wurden den Besuchern verschiedene Blickwinkel zum Thema regionale Produkte und deren Verwendung in der Gastronomie geboten. Steffen Mezger, Sternekoch des Restaurant Atelier im Bayerischen Hof in München, referierte über die Vereinbarkeit von Regionalität mit der Sterneküche.

In seinem Fachvortrag beklagt Mezger die Tatsache, dass „regional erzeugte Produkte dem gleichbleibend qualitativen und quantitativen Anspruch der Sternegastronomie nicht gerecht werden können.“ Auf Saisonalität, sowie auf die Beschaffung von Lebensmitteln, die innerhalb der eigenen Klimazone erzeugt werden, sein zu achten, jedoch kann die Sterneküche nicht gänzlich auf Exportware verzichten.

Dass diese Aussage nicht nur für die Sternegastronomie gilt, verdeutlicht auch der Vortrag von Jürgen Lochbihler, Geschäftsführer vom Wirtshaus „Der Pschorr“. „Wir haben in der Region nicht das Angebot um die Nachfrage zu decken. Wer will schon das ganze Jahr Schweinebraten und Sauerkraut auf den Speisekarten lesen.“, so der Wirt. Dennoch schmücken sich viele Restaurants, mit der allzeitigen Deklarierung ihrer Speisen als „regional“, obwohl offensichtlich ist, dass dies nicht sein kann. Regionalität – alles Definitionssache?

Eine interessante Perspektive zum Thema vertrat Hans-Peter Drexler, Braumeister der Schneider Weisse. Dieses Unternehmen setzt bewusst auf den regionalen Wirtschaftskreislauf. Sie beziehen ihre Produkte zum größten Teil aus regionalen Umgebung.

Im Rahmen einer anschließenden Podiumsdiskussion, an der neben Lochbihler und Drexler auch weitere Branchenexperten wie Birgit Netzle – Piechotka, vom bayerischen Hotel- und Gaststättenverband und Wirtin des Asam-Schlössels, Andreas König, Food and Beverage Manager vom Bayerischen Hof sowie Manfred Böll, Vorstand der Regionalwert AG , teilnahmen, wurde schnell klar, dass die Grenzen der Regionalität sehr elastisch sind. Die Diskussion brachte die unterschiedlichen Ansichten der Teilnehmer zu Tage, was die Definition des Begriffs betrifft.

Dennoch waren sich alle einig, dass regional erzeugte Produkte stärker in der Gastronomie und in den Köpfen der Konsumenten verankert werden müssen. Grundlage soll eine gemeinsame, vertrauensbasierte Vernetzung zwischen lokalen Anbietern und gewerblichen Verbrauchern bilden.

Auf dem Marktplatz der Veranstaltung gab es erste Gelegenheiten zur Vernetzung. Lokale Anbieter, stellten auf den Marktständen den Besuchern ihre Produkte vor. Das Küchenteam von Holger Stromberg lieferte im Rahmen eines Flying Buffets aus regionalen Zutaten ein Paradebeispiel für die Verwendung regionaler Produkte in der Sternegastronomie.

Über Local Food Connection (LFC)
Initiiert wurde die Veranstaltung von der Akademischen Leitung der Hochschuleinrichtung Campus M21. Auch die Projektleiterin Laura Simkovic kann sich über einen rundum gelungenen Abend erfreuen. An diesem privaten Hochschul-Campus wird sehr viel Wert auf ein praxisorientiertes Studium gelegt, deshalb erhielten 25 Studenten des Studiengangs Tourismus-, Hotel -und Eventmanagement die Aufgabe, selbstständig und eigenverantwortlich eine Veranstaltung zum Thema Gastronomie zu planen und umzusetzen.

Schnell fiel die Entscheidung der Studierenden auf eine kritische Betrachtung des Themas Regionalität und die Local Food Connection (LFC) war geboren. Flankiert wurden die Vorträge und Diskussionen des gestrigen Abends von den Ergebnissen einer wissenschaftlichen Studie zum Thema, die im Vorfeld von den Studierenden konzipiert, durchgeführt und ausgewertet wurde.

„Ich bin begeistert was unsere Studenten auf die Beine gestellt haben und wie viel Liebe zum Detail aufgewendet wurde“, so Prof. Heinrich Wiedemann, Akademischer Leiter von Campus M21.


Weitere Informationen:
Campus M21 GmbH & Co. KG
Dachauer Straße 124
80637 München

Kontaktperson: Laura Simkovic
Telefon: 0171 – 5320107
E-Mail: LFC@Campusm21.de">LFC@Campusm21.de

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