Der Sommelier als professioneller Allrounder
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Der Sommelier als professioneller Allrounder

28.11.2012 | International Wine Institute IWI
Offizielle Bildungsinstitute und Verband der Weinfachleute distanzieren sich von vermeintlicher Spezialisierung
Eine gemeinsame Pressemitteilung von:

Seit vielen Jahren engagieren sich in Deutschland die Hotelfachschule Heidelberg, die Deutsche Wein- und Sommelierschule und die Sommelier-Union Deutschland für die Weiterbildung zum Sommelier mit staatlicher, oder öffentlich-rechtlicher Prüfung. Über 1000 Absolventen dieser beiden Schulen haben in den vergangenen 20 Jahren diese anspruchsvolle Qualifikation bestanden und damit auch den Begriff „Sommelier“ positiv geprägt.

Das Berufsbild „Sommelier“ hat ein klares, international anerkanntes Profil. Er versteht sich als kompetenter Wein- und Genussexperte, der neben betriebswirtschaftlichen, serviceorientierten und sensorischen Qualifikationen auch umfangreiche Kenntnisse bei unterschiedlichen Getränken wie Tee, Kaffee, Bier, Spirituosen, Wasser und natürlich auch insbesondere Wein, nachweisen muss.
Zitat Martin Dannenmann (Direktor Hotelfachschule Heidelberg): „Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass die Bezeichnung „Sommelier“ nicht verwässert wird und nur den geprüften Fachkräften zusteht, die für das klassische Berufsbild ausgebildet wurden.“

Umso bedauerlicher, dass die klare Profilierung dieser Berufsbezeichnung immer mehr Schaden nimmt.

Zitat Thomas Klaas (Leiter Dt. Wein und Sommelierschule) „Selbstverständlich kann sich ein ausgebildeter Sommelier durch entsprechende Zusatzqualifikationen spezialisieren: nach erfolgreicher Prüfung zum Sommelier und mit einem entsprechenden zusätzlichen Qualifikationslehrgang (z. B. Bier, Kaffee, Tee) kann er zu Recht den Titel ‚Biersommelier’ tragen:
geprüfter Sommelier +Zusatzqualifikation (z.B. Bier) = Bier-Sommelier“

Zitat Bernd Glauben (Präsident Sommelier-Union):“Die einseitige Spezialisierung auf ein Getränk ohne fundiertes Wissen um Wein und andere Getränke, sowie den Service am Gast, ist Augenwischerei und für den Gast nur verwirrend“.

Zitat Alexander Kohnen (Gründer des International Wine Institute, Beiratsmitglied und Ausbildungsleiter des Sommelier Junior Colleges): „Mit Sorge betrachten wir die inflationäre Verwendung der Berufsbezeichnung Sommelier. Biersommeliers, Wassersommeliers, Saftsommeliers oder gar Fleischsommeliers bedienen sich ungerechtfertigt eines anerkannten Titels für Mitarbeiter im Restaurant und schwimmen so im geachteten Fahrwasser der Restaurantexperten“.

Zitat Astrid Zieglmeier (IHK Akademie München & Oberbayern, Fachbereich Gastronomie und Genuss): "Es ist ja ein großes Kompliment an alle Sommeliers, wenn nun jede Gruppe der Getränke- und Genußmittelproduktion auf diese wunderschöne Berufsbezeichnung zugreifen möchte. Der wahre Sommelier jedoch ist tief verwurzelt in der Welt des Weines, handwerklich ausgebildet um im Restaurant und Weinkeller seine Arbeit zu verrichten, sicher im Umgang und
Wissen um alle Genuss & Getränkethemen, daran gibt es wohl weltweit keinen Zweifel!"

Die Sommelier-Union als Interessensvertretung, die Deutsche Wein- und Sommelierschule, die Hotelfachschule Heidelberg, die IHK Akademie München & Oberbayern und das Internationale Weininstitute in Bad Neuenahr als Ausbildungsstätten, distanzieren sich ausdrücklich von der inflationären und irreführenden Nutzung des Sommelier-Begriffes, der vielfach aus Marketinggründen von diversen Weiterbildungseinrichtungen genutzt wird, aber mit dem klassischen Berufsbild des Sommeliers nichts gemein hat.

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