Kartoffel, Kartoffeln
Kostenlose Anfragen an unsere Lieferanten stellen und Preisinformationen erhalten

Kartoffel, Kartoffeln

Aktualisiert am: 20.06.2018
Kartoffelernte in der Lüneburger Heide - Bildeigner: Lüneburger Heide GmbH
Kartoffelernte in der Lüneburger Heide - Bildeigner: Lüneburger Heide GmbH

Was ist eine Kartoffel? Definition

Die Kartoffel (lateinisch = Solanum tuberosum) - in Deutschland, in Österreich und der Schweiz auch als Erdapfel bekannt - gehört per Definition der Gattung Nachtschattengewächse.

Fest kochende Speisekartoffeln, mehlig kochenden Speisekartoffeln, Kartoffeln für die Weiterverarbeitung für die Gastronomie

Speisekartoffeln werden unterschieden nach fest kochenden Speisekartoffeln, vorwiegend fest kochenden Speisekartoffeln, mehlig kochenden Speisekartoffeln sowie Kartoffeln für die Weiterverarbeitung (Pommes Frites etc.).

Kartoffeln Inhaltsstoffe

Kartoffeln stehen für einen hochwertigen Ernährungswert durch Vitamin B1 und 2, C, Eisen, Kalium, Magnesium, Phosphor und Proteine und haben wenige Kalorien. Köche empfehlen sie als Beilage oder Hauptgericht für einen  gesunden Verzehr.

Anbaugebiete Kartoffeln und Produktion

Große Anbaugebiete sind in Deutschland z.B. in der Lüneburger Heide, Brandenburg und NRW.

Ca. 280 - 300 Millionen Tonnen* Kartoffeln werden jährlich weltweit vermarktet. Die Kartoffel ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. In Deutschland werden jährlich ca. 5,74 Millionen Tonnen* verbraucht. 57 Kilogramm Kartoffeln hat jeder Bundesbürger im Jahr 2011 im Schnitt verzehrt.

Kartoffelernte Deutschland 2012 rückläufig — Anbaufläche und Gesamtmenge deutlich zurückgegangen

Quelle Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Der Bund-Länder-Sachverständigenausschuss hat die Ergebnisse für die besondere Ernte­ und Qualitätsermittlung bei Kartoffeln bekannt gegeben. Demnach wurden 2012 rund 10,6 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Damit liegt die Ernte in diesem Jahr um 10,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau und 4,8  Prozent unter dem mehrjährigen Durchschnitt. Auch die Anbaufläche hat sich gegenüber den Vorjahren weiter reduziert. So wurden Kartoffeln 2012 auf rund 238 100 Hektar angebaut. Das entspricht einem Rückgang von etwa 8 Prozent gegenüber 2011.

Etwa 41 Prozent der Erntemenge entfallen auf Speisekartoffeln (rund 97 200 ha). In allen Ländern - außer in Schleswig-Holstein - haben die Flächen abgenommen, am stärksten in Thüringen, das seine Anbaufläche um 15,2 Prozent gegenüber 2011 reduzierte. Dagegen hat Schleswig-Holstein seine Anbaufläche um 7,3 Prozent ausgedehnt. Für Deutschland ergibt sich insgesamt ein Flächenrückgang von 9,9 Prozent gegenüber dem mehrjährigen Durchschnitt (2006 — 2011).

Kartoffelernte Deutschland 2013 liegt weit unter dem mehrjährigen Durchschnitt

Quelle Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Die Ernteerträge bei Kartoffeln sind in diesem Jahr deutlich unterdurchschnittlich ausgefallen. Dies ist das Ergebnis der „Besonderen Ernte? und Qualitätsermittlung”, das der Sachverständigenausschuss von Bund und Ländern festgestellt hat. Demnach liegt die Kartoffelernte 2013 bei gut 9,2 Millionen Tonnen. Das sind 13,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Der mehrjährige Durchschnitt wird sogar um 17,7 Prozent verfehlt. Positiver ist dagegen der kurzfristige Trend bei den Anbauflächen. So wurde der Rückgang in diesem Jahr seit längerem erstmals gebrochen, die Anbaufläche konnte leicht erweitert werden. Kartoffeln wurden auf rund 241 200 Hektar angebaut. Dies entspricht einem Anstieg der Fläche von ca. 1,2 Prozent gegenüber 2012. Gegenüber dem mehrjährigen Durchschnitt (2007 bis 2012) ergibt sich für Deutschland jedoch ein Flächenminus von 6,6 Prozent. Einzig Nordrhein-Westfalen verzeichnete im langjährigen Vergleich einen leichten Zuwachs der Anbaufläche von 2,2 Prozent. Der Anteil der Speisekartoffelfläche lag nahezu unverändert bei ca. 40 Prozent (rund 97 800 ha).
 
Ein Grund für die schlechte Ernte war die kühle, nasskalte Witterung. Sie sorgte in der Pflanzzeit für Verzögerungen. So konnten Flächen teils nicht befahren werden, was regional die Legearbeiten um bis zu vier Wochen verzögerte. Die anhaltende Hitzeperiode im Juli sorgte dagegen für eine starke Erwärmung der Kartoffeldämme, die teilweise aufbrachen, so dass junge Knollen in der Sonne verbrannten. Örtlich sorgten zudem Hochwasser, Starkregen und Hagel für erschwerte Bedingungen.
 
Auch die Größe der Knollen fällt in diesem Jahr aufgrund der Trockenheit eher klein aus. Insgesamt hat die schlechte Witterung zu einer unterdurchschnittlichen Ernte geführt. Die Hektarerträge sind mit rund 383 dt/ha gegenüber dem Vorjahr um 14,4 Prozent niedriger ausgefallen. Der mehrjährige Durchschnitt der Jahre 2007 bis 2012 (434,500 t) wird um 11,8 Prozent unterschritten. Alle Länder verzeichneten niedrigere Hektarerträge als im Vorjahr. Besonders drastisch fielen die Ertragseinbußen im Vergleich zum Vorjahr in Bayern  und in Sachsen aus. Die regionalen Schwan­kungen im Ertragsniveau reichen von 288,7 dt/ha in Sachsen bis 456,3 dt/ha in Nordrhein-Westfalen.
 
Niedersachsen ist mit 101 500 Hektar weiterhin das Land mit der größten Anbaufläche, gefolgt von Bayern (43 700 ha) und Nordrhein-Westfalen (31 200 ha). In Niedersachsen wurden 2013 mit 4,19 Millionen Tonnen (- 12,7 % gegenüber 2012) fast 46 Prozent der deutschen Kartoffeln geerntet. Dahinter folgen mit einigem Abstand Nordrhein-Westfalen mit 1,42 Millionen Tonnen (+ 7,0 % gegenüber 2012) und Bayern mit 1,35 Millionen Tonnen (- 27,4 % gegenüber 2012).

Kartoffelspezialitäten und Hinweise

Kartoffel News

Firmen der Branche -  Kartoffeln im Großhandel kaufen

Tipps

* gemäß dem Statistischen Bundesamt

Kartoffel - ein Begriff der Rubrik Lebensmitte