Schankverluste Gastronomie
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Schankverluste

Aktualisiert am: 19.05.2018

Der Schankverlust wird in der Gastronomie beim Schwund von Getränken berechnet, der den Gewinn schmälert. Problem: Das Finanzamt erkennt Schankverluste erst einmal - z.B. bei einer Betriebsprüfung - nur von ca. 3 % an, obwohl in Großbetrieben bis zu 10 % und mehr Schankverluste anfallen.

Schankverluste können entstehen durch:

Buchungsfehler an der Kasse
Flaschenbruch
Getränkediebstahl durch das Personal

Die größten Schankverluste entstehen aber beim Ausschank von Bier

Um bei einer Betriebsprüfung mehr als 3 % Schankverluste steuerlich absetzbar durchzusetzen, sollten über diese Verluste akribisch Buch geführt werden. Dass macht tagelanges recherchieren am Tag X überflüssig.

Untere Schankverluste können beim Bier auftreten. Sie sind natürlich abhängig von der Schankanlagentechnik und der Tresen Konstruktion. Untere Rechnung wurde mit einer Fasskühlung im Tresen in einer normalen Schankwirtschaft festgestellt, also relativ kurzen Bierleitungen. Es wird hauptsächlich 0,3 Liter Pils ausgeschenkt.

  • Tägliches Abzapfen vor dem Ausschank des ersten Bieres, 1 Glass 0,3 Liter pro Leitung und Arbeitstag.
  • 2 Gläser 0,3 Liter beim neuen Fass
  • Verbrauch durch Personal, Eigenverbrauch, Stammpublikum: Bei einer kleinen Schankwirtschaft täglich 2- 3 x 0,3 Liter Bier
  • Freibier: 1 x 50 Liter für Marketing-Maßnahmen
  • Verschütten von Gläsern: Durch Aushilfen sind Schankverluste durch das Verschütten von Gläsern aufgetreten, 3 Glas 0,3 Liter pro Woche
  • Überschank durch das Personal zum Ende des Fasses bei den letzten 5 Litern: 1 Glass 0,3 Liter pro Fass
  • Altstadtfest, Weinfest: Unabsichtlicher Überschank bei erhöhtem Stress im Schankwagen mit mehr Personal z.B. zum Altstadtfest und Weinfest
  • Reinigungsverlust bei Zapfanlagen alle 14 Tage: Ca. 100 Reinigungen per anno sind für Schankverluste anzurechnen. Pro Reinigung und Leitung 0,3 Liter
  • Pro Jahr geht im Schnitt ein Fass Bier verloren durch falschen Anstich

Der kleinen Schankwirtschaft in Buxtehude entstanden so bei ca. 100 Hektolitern Bier ca. 9% Schankverluste. Diese sind aufzuführen und nachzuweisen durch Zeugen wie Personal, Bierverlag und Bierleitungsreinigungsfirma. Diese Schankverluste schmälern den Gewinn in der Bilanz und können nicht versteuert werden. Führen Sie ein Buch über diese Schankverluste, damit Ihre Kalkulation gewinnbringend ist.

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