Steuererklärung: Sonderausgaben
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Steuererklärung: Sonderausgaben

Aktualisiert am: 25.07.2016

Die Sonderausgaben, die Sie in Ihrer Steuererklärung angeben können, werden in zwei Gruppen aufgeteilt: In die Vorsorgeaufwendungen und die anderen Sonderausgaben.

Die anderen Sonderausgaben, auf die sich diese Eingabeseite bezieht, berücksichtigt das Finanzamt automatisch mit dem Sonderausgaben-Pauschbetrag. Der Sonderausgaben-Pauschbetrag ist mit 36 Euro für Ledige und 72 Euro für Verheiratete sehr niedrig angesetzt. Ein Überschreiten ist daher relativ einfach:

Vorsorgeaufwendungen
Altersvorsorgeaufwendungen und sonstige Vorsorgeaufwendungen können nur bis zu einem Höchstsatz abgesetzt werden. Ledige können höchstens 14.000 Euro und Verheiratete 28.000 Euro der Beiträge zur Altersvorsorge als Sonderausgaben für das Steuerjahr 2010 absetzen. Zu den Altersvorsorgeaufwendungen gehören vor allem die Beiträge zu einer gesetzlichen Rentenversicherung oder zu einer privaten Rürup-Rente (kapitalgedeckte Altersvorsorge) sowie zur Riester-Rente.

Spenden
Spender können bis zu 20 Prozent vom Gesamtbetrag ihrer Einkünfte als Sonderausgaben geltend machen. Steuerlich absetzbar sind Spenden und Mitgliedsbeiträge zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke, also Zuwendungen an kirchliche, religiöse, gemeinnützige, mildtätige, wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen.

Berufsausbildung
Die Ausgaben für eine Berufsausbildung können bis zu einem Höchstbetrag von 4.000 Euro als Sonderausgaben abgesetzt werden. Als berufliche Ausbildung gilt beispielsweise die allgemeine Schulausbildung (z.B. mittlere Reife, Abitur), die erste Berufsausbildung (ausgenommen im Rahmen eines Dienstverhältnisses wie die klassische Lehre) oder ein Erststudium an einer Universität oder Fachhochschule. Jede weitere Ausbildung ist eine Fortbildung, die unbegrenzt als Werbungskosten abgezogen werden können.

Kirchensteuer
Mitglieder einer Kirche, können die gezahlte Kirchensteuer als Sonderausgaben absetzen. Auch vorausbezahlte oder nachbezahlte Kirchensteuer können steuerlich geltend gemacht werden. Mitglieder einer Religionsgemeinschaft, die keine Kirchensteuer erhebt, können Zahlungen an diese „wie Kirchensteuern” absetzen — also je nach Bundesland 8 bzw. 9 Prozent der Einkommenssteuer. Dazu muss die Kirche jedoch in mindestens einem Bundesland als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt sein.

Unterhaltsleistungen an den geschiedenen Ehepartner
Das Absetzen der Unterhaltszahlungen an den Ex-Gatten als Sonderausgaben wird als Realsplitting bezeichnet. Das bewirkt, dass der Unterhaltszahler seine Ausgaben steuermindernd geltend machen kann und der Empfänger der Zahlung diese als sonstige Einkünfte versteuert. Alle Unterhaltsleistungen an den Ex-Gatten können abgesetzt werden, unabhängig davon, ob dieser die Aufwendungen zu diesem Zweck nutzt oder nicht. Unerheblich ist auch, ob die Unterhaltszahlung freiwillig geleistet wird oder ob man dazu verpflichtet worden ist.

Quelle: www.forium.de

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