Thüringen feiert 2010 die Nacherfindung des Porzellans
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Thüringen feiert 2010 die Nacherfindung des Porzellans

26.05.2010 | Thüringer Tourismus GmbH

Alle sind ganz ruhig und sichtlich beeindruckt, wie viel Geschick und Fingerspitzengefühl die Porzellanmalerin haben muss. Bei einer Werksführung in der Ältesten Volkstedter Porzellanmanufaktur in Rudolstadt kommt man den Mitarbeitern ganz nah und kann bei jedem Handgriff über die Schulter schauen. Nicole Eckert, Mitarbeiterin in der Gläsernen Porzellanmanufaktur weiß dazu viele interessante Geschichten zu erzählen: „Nachdem Georg Heinrich Macheleid 1760 die Zusammensetzung der richtigen Porzellanmasse entdeckt hatte, bekam er von seinem Landesherren das Privileg zur Gründung einer Porzellanmanufaktur im Thüringer Wald. Schon 1762 wurde die Manufaktur in die Nähe der Schwarzburgischen Residenz nach Rudolstadt-Volkstedt verlegt.“.

Und um die Geschichte des Thüringer Porzellans dreht sich auch alles im Jahr 2010. Denn hier gelang 1760 unabhängig von Johann Friedrich Böttger in Meißen die Herstellung von Porzellan. Als Nacherfinder gelten Georg Heinrich Macheleid, Johann Wolfgang Hammann und Johann Gotthelf Greiner. Bereits um 1800 hatte sich Thüringen dann zum Zentrum der Porzellanproduktion in Europa entwickelt. Porzellan aus Thüringen hat damals wie heute bei Sammlern weltweit einen hohen Stellenwert.

So wie in der Ältesten Volkstedter Porzellanmanufaktur in Rudolstadt können Gäste in Thüringen in zahlreichen weiteren Porzellanmanufakturen bei den Produktionen über die Schulter schauen. Dabei reicht die Spanne vom figürlichen Porzellan wie Spitzenfiguren, Uhren oder musikalischen Gruppen in Sitzendorf bis hin zum modernen Gebrauchsgeschirr bei Kahla Porzellan.

Zum 250jährigen Jubiläum stellen 16 Museen von April bis Oktober 2010 ihre bedeutenden Sammlungen Thüringer Porzellans aus. Erstmals wird so ein bewusster Einblick in die ausgeprägte Vielfalt des Thüringer Porzellans, seiner hohen Qualität aber auch der unglaublichen Masse und den Folgen seiner Produktion möglich. Präsentiert wird Gebrauchsgeschirr, figürliches Porzellan, Zierrat, Reliefs, Biskuitporzellan, aber auch Ingenieurkeramik und Porzellankopfpuppen.

Das Deutsche Spielzeugmuseum in Sonneberg widmet sich hingegen den Porzellankopfpuppen von Armand Marseille - einer der größten Porzellan-Puppenkopfhersteller seiner Zeit. Millionen von Biskuitköpfen tragen seine Initialen, seine Produkte wurden in alle Länder der Erde verkauft. In wenigen Jahren avancierte die in Köppelsdorf bei Sonneberg ansässige Porzellanfabrik zum Branchenriesen. Heute sind die so genannten „Biskuitpuppen“ von Armand Marseille mit ihrem zarten, pfirsichsamtenen Teint und ihrem unvergleichlichen Gesichtsausdruck begehrte Sammelobjekte.

Ganz anders nähert sich das Museum für Glaskunst in Lauscha dem Thema Porzellan. Ausgestellt wird Beinglas als Porzellanersatz und Vorläufer der Porzellanfertigung in Thüringen. In der Absicht, das Porzellan zu imitieren, schmolzen thüringische Hütten eine spezielle Art Milchglas – das Beinglas. Mit der zunehmenden Verbreitung des Porzellans gegen Ende des 18. Jahrhunderts schlief das Interesse am Beinglas als Porzellanersatz ein. Die Ausstellung stellt den Beginn der Thüringer Porzellanfertigung von einer anderen Betrachtungsebene dar und ist ein Bindeglied zwischen den Werkstoffen Glas und Porzellan.

Gezeigt werden aber auch Sammlungen Thüringer Fürstenhäuser, zum Beispiel im Schloss Friedenstein in Gotha oder auf Schloss Belvedere in Weimar. Viele Produktionsstätten und Manufakturen in Thüringen bieten zudem Werksverkäufe wie zum Beispiel bei Kahla/ Thüringen Porzellan, Weimar Porzellan, in Sitzendorf oder den Manufakturen in Rudolstadt.

Alle Ausstellungen im Überblick findet man unter www.thueringen-tourismus.de oder im Flyer „250 Jahre Porzellanland Thüringen“, der bei der Tourist Information Thüringen unter der 0361/ 37420 oder service@thueringen-tourismus.de?subject=Anfrage%20über%20hotelier.de">service@thueringen-tourismus.de bestellt werden kann.

Informationen & Buchungen zum Reiseland Thüringen:
Tourist Information Thüringen
Willy-Brandt-Platz 1
99084 Erfurt

Tel. 0361-37420
Fax. 0361-3742388
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