Testmethoden im Sleeplab von Hilding Anders in Schänis
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Testmethoden im Sleeplab von Hilding Anders in Schänis

25.10.2014 | Thalau : relations
Zur Beschreibung und Bewertung von Schlafsystemen sind nach Recherchen von Hilding Anders, in Zusammenarbeit mit dem AEH Zentrum für Arbeitsmedizin, die vier Dimensionen Ergonomie, Hygiene, Bettklima und Langlebigkeit notwendig. Da bislang kein europäisches Test-Institut diese Bandbreite abdeckt, wurden die notwendigen Testverfahren auf Basis wissenschaftlicher Literatur, der geltenden Europäischen Richtlinien und Normen in Zusammenarbeit mit dem AEH Zentrum selber entwickelt...
Links wird die Ergonomie und rechts die Dauerhaltbarkeit getestet / Bildquelle: Hilding Anders
Links wird die Ergonomie und rechts die Dauerhaltbarkeit getestet / Bildquelle: Hilding Anders
Foto © Sascha Brenning - Hotelier.de
Foto © Sascha Brenning - Hotelier.de
Nachfolgend ein kurzer Einblick in einen komplexen Prozess:

Grundvoraussetzung: Der Basic-Check
Die Matratze wird auf ihre grundlegenden Eigenschaften, Verarbeitung und Service-Merkmale überprüft: Vorhandene Zonierungen sowie deren Lage, Vorhandensein einer Kantenverstärkung, Verarbeitung von Oberflächenstruktur und Materialien, Robustheit der Tragegriffe, Zusammensetzung von Bezug und Steppmaterial, Vollständigkeit der mitgelieferten Dokumentationen (Waschanleitung und -symbole, Garantien, Zertifikate zu Stoffeigenschaften wie OEKO-TEX sowie Qualitätsprüfungen).

Ergonomie: Der Vermessungsprüfstand
Ein eigens mit dem AEH entwickeltes Verfahren, in dem vier Messungen (auf Kopf-, Schulter-, Lordosen- und Hüfthöhe) mit unterschiedlichen Druckstempeln erfolgen, ermittelt die Liegeeigenschaften der Matratze wie Punktelastizität, Schulter- und Beckenzonenentlastung. Für verlässliche Aussagen zur aktiven Lordosen-Unterstützung wird zudem mit einem Dummy und einer X-Sensormatte gearbeitet, deren 1664 Sensoren ein genaues Bild der Drucksituation und reproduzierbare Ergebnisse liefern.

Bettklima: Der Schwitzdummy und die Test-Kammer
Damit ein aussagekräftiger Vergleich unterschiedlicher Matratzen erfolgen kann, müssen sie unter definierten, klimatisch konstanten Bedingungen erfolgen. Diese werden von einer Klimakammer gewährleistet, die durchgehend für 23°C und 50% relative Luftfeuchte sorgt.

Eine revolutionäre neue Testeinrichtung misst das Mikroklima auf und in der Matratze: Dafür simuliert ein Dummy unter den konstanten Bedingungen der Klimakammer das menschliche Schwitz- und Temperaturverhalten während des Schlafes. Per Sensoren und Präzisionswaage werden Feuchtigkeit, Temperatur und Gewichtszunahme der Matratze, wie auch die Bedingungen in der Betthöhle bei siebenstündiger Schlafzeit gemessen, genauso wie die anschließende Regenerationszeit, bis die aufgenommene Feuchtigkeit wieder freigesetzt wird.

Hygiene und Pflegeleichtigkeit: Der Wasch-Test
Mittels Waschtest wird ermittelt, ob die Matratzenhülle nach einer 60°-Wäsche im Schonprogramm und anschließenden 800 Schleuderumdrehungen/min einläuft oder verfilzt und wie lange sie an der Luft zum Trocknen braucht. Beurteilt wird zudem die Einfachheit des Handlings.

Komfort und Wohlbehagen: Menschliche Experten
Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Materialien und des Aufbaus einer Matratze soll zu optimalen Liege- und Komforteigenschaften führen. Die abschliessende Beurteilung kann aber nur einer abgeben: Der menschliche Benutzer mit all seinen sensorischen Fähigkeiten. Deshalb setzen wir entsprechend ausgebildete Testschläfer unterschiedlichen Geschlechts, Altersklassen und Statur ein, die die Matratzen auf verschiedenste Komfortmerkmale bei Liegen und Bewegen sowie auf Geruchsfreiheit mittels standardisiertem Vorgehen testen.

Dauerhaltbarkeit: Der Bewalzungsprüfstand
Normmessungen nach EN DIN 1957:2012 bestimmen die Langlebigkeit. Die Matratze wird künstlich gealtert, indem eine 140 kg-Massivholzwalze in festgelegter Geschwindigkeit und drei normierten Abläufen auf der Oberfläche rollt (100, 15'000, 15'000 Zyklen). Festgehalten werden konkret die Liegehärte, der Höhenverlust und der Hysterese-Wert.

Ergebnisanalyse: Der Testbericht
Nach Abschluss aller Tests werden die Ergebnisse analysiert und nach einem definierten System bewertet sowie den Kategorien Ergonomie, Hygiene, Bettklima und Langlebigkeit zugeordnet, so das jede Matratze ein individuelles Leistungsprofil erhält.

Zertifizierung: Das AEH-Prüfsiegel
Das Schweizer AEH Zentrum für Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene, ein Spinoff der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, kontrolliert die Testergebnisse und verleiht den Produkten, die in allen 4 Dimensionen jeweils mindestens 5 Punkte erreichen, im Anschluss das Siegel "AEH quality approved/certified quality". Als unabhängiges Kontrollorgan überprüft das AEH Zentrum zudem Abläufe und Ergebnisse des ‚Good Night's Sleeplab' zunächst in halbjährlichen, dann in jährlichen Audits.

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