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Alles in die Wolke

05.11.2015 | Mirjam Hacker

"Keep it simple!": Dieses Motto verfolgt die Hotelkette B&B Hotels beim Zimmerdesign genauso wie bei der Unternehmens-IT. Die Server liegen bereits sicher in der Private Cloud, bis Ende 2016 werden auch die Desktops der Hotelrechner folgen

Bildquelle: Deutsche Telekom
Bildquelle: Deutsche Telekom

Kein Schnickschnack, aber dafür modernes Design, kostenloses WLAN und verkehrsgünstige Lage: Damit punktet die Low-Budget-Kette B&B Hotels in ihren deutschlandweit 79 Häusern. "Wir wollen es unseren Gästen so einfach wie möglich machen", sagt IT-Leiter Stéphane Martin. Dazu gehört auch der Self-Check-in über Terminals: Einfach Code eingeben oder erst vor Ort buchen. Auf den Check-out verzichtet B&B Hotels komplett. Die Gäste zahlen bei der Anreise - und können dann das Hotel verlassen, wann sie wollen.

Das "Keep it simple"-Konzept kommt gut an: Inzwischen betreibt das Unternehmen in Deutschland 79 Häuser in der zwei Sterne-Superior-Klasse mit insgesamt mehr als 7.700 Zimmern. Jährlich kommen zehn bis 15 Häuser dazu. Eine solche Expansion erfordert eine schnelle, flexible Verwaltung und so übernahm die Hotelkette das Konzept der Einfachheit auch für die Unternehmens-IT.

Umzug ins Rechenzentrum

Im ersten Schritt entschloss sich B&B Hotels dazu, das neunköpfige IT-Team zu entlasten und die Serverlandschaft in der Zentrale zu verringern. Geschäftskritische Anwendungen lagerte die IT in die Private Cloud aus: Dazu gehören File-, Print- und Applikationsserver genauso wie sensible Datenbanken. Nach einem reibungslosen Umzug liegen diese nun im hochsicheren Rechenzentrum der Telekom Cloud.

"Das ist für uns die ideale Lösung", sagt Systemmanager Daniel Jung. "Über ein Self Service-Portal haben wir die Server und Kosten immer im Blick und können je nach Bedarf IT-Kapazitäten zu buchen oder ab bestellen." Daten und Anwendungen sind zur Sicherheit in einem zweiten Rechenzentrum gespiegelt. Bei einem Ausfall von Servern in einem Rechenzentrum würde das zweite automatisiert die Arbeit übernehmen. Anwendungen und Datenzugriff laufen ohne Unterbrechung weiter.

Virtualisierte Arbeitsplätze

Der Umzug der Server war nur der Anfang. Inzwischen läuft der zweite Teil des IT-Großprojekts auf Hochtouren: die Virtualisierung der Arbeitsplätze. "Wenn Sie nur ein paar Hotels betreiben, hält sich der Verwaltungsaufwand für die IT in Grenzen. Bei 79 Hotels mit je zwei Rechnern für die Rezeption, einem für das Check-In-System und einem Laptop für den Hotelmanager sieht das schon anders aus", sagt IT-Business-Analyst Maurizio Cimmino. Deswegen ziehen nun auch die Desktops in die Private Cloud. Hierfür nutzt B&B Hotels die Telekom Lösung "Managed Workplace". Anwendungen wie Office oder spezielle Software für das Hotelmanagement sowie Daten werden dabei über eine hochsichere Internetverbindung bereitgestellt.

Datenzugriff von überall

Die Vorteile des virtuellen Desktops: Geht ein Rechner kaputt oder verloren, sind keine Daten darauf gespeichert. Sie liegen sicher im Rechenzentrum. Da die Daten nicht mehr lokal gespeichert sind, können die Hotelmanager auch jederzeit von überall und mit jedem beliebigen Endgerät darauf zugreifen. Das ist besonders für jene Mitarbeiter praktisch, die mehrere Häuser betreuen.

Noch ist die Desktopvirtualisierung bei B&B Hotels im vollen Gange. Derzeit testen ausgewählte Hotels die Lösung auf Herz und Nieren. Danach folgt ein Penetrationstest, der mögliche Sicherheitslücken vorbeugt. Anfang 2016 startet der deutschlandweite Rollout. Dann können auch die Mitarbeiter vor Ort vom "Keep it simple"-Prinzip der IT profitieren.

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