Als etabliertes Familienunternehmen aus Altenberg bei Linz vereint die Rabmer Gruppe Bauexpertise mit technologischem Know-how. Über 60 Jahre Erfahrung fließen in Bau-, Immobilien- und Hotellerieprojekte sowie in innovative Umwelttechnologien für nachhaltige Wasser-, Abwasser- und Energielösungen...
10 Tipps mit größtem Einsparpotential
Anhaltende Trockenperioden, steigende Temperaturen und sinkende Grundwasserstände machen deutlich: Wasser wird auch in Österreich zunehmend zur knappen Ressource. Wasser – vor allem Trinkwasser – ist eine wertvolle Ressource. Allein in Österreich verbraucht jeder Mensch durchschnittlich rund 130 Liter Wasser pro Tag für Körperpflege und Haushalt. Ein großer Teil davon entfällt auf Warmwasser – insbesondere beim Duschen und Händewaschen.
Gerade dieser Bereich wird jedoch häufig unterschätzt – obwohl hier ein großer Hebel für Ressourcenschonung liegt. Denn Warmwasser ist nicht nur ein Wasser-, sondern vor allem auch ein Energiethema. In Zeiten steigender Energiepreise wird dieser Zusammenhang immer deutlicher: Jeder eingesparte Liter Warmwasser reduziert gleichzeitig den Energieverbrauch, die CO₂-Emissionen und die laufenden Kosten. Dieser doppelte Effekt macht Maßnahmen im Warmwasserbereich besonders wirksam – sowohl für Haushalte als auch für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.
Warmwasser als unterschätzter Wasser- und Energieverbraucher
„Eine Minute Duschen verbraucht durchschnittlich zwischen zwölf und fünfzehn Liter Wasser. Bei einer typischen Duschdauer von sieben bis zehn Minuten landen schnell rund hundert Liter Trinkwasser im Kanal“, erklärt Ulrike Rabmer-Koller, Geschäftsführerin der oberösterreichischen Rabmer Gruppe. „Wenn wir Ressourcenschutz rasch und wirtschaftlich umsetzen wollen, müssen wir auch jene Maßnahmen nutzen, die sofort Wirkung zeigen. Der Warmwasserverbrauch im Gebäude bietet genau dieses Potenzial“, so Rabmer-Koller.
Weniger Trinkwasser zu verbrauchen, muss weder kompliziert noch einschränkend sein. Kürzeres oder selteneres Duschen ist eine Möglichkeit, aber nicht die einzige. Technische Hilfsmittel wie wassersparende Aufsätze für Dusche und Waschbecken reduzieren den Verbrauch, ohne dass Sie es im Alltag bemerken oder auf Komfort verzichten müssen. Mit einfachen Maßnahmen können Haushalte ihren Verbrauch spürbar reduzieren.
Die größten Einsparpotenziale im Alltag
- 1. Duschen statt Baden – und Durchfluss intelligent reduzieren: Ein Vollbad verbraucht rund 180 Liter Wasser – so viel wie mehrere kurze Duschen. Doch auch beim Duschen fließen schnell große Mengen ungenutzt ab. Mit innovativen Duscheinsätzen wie dem Ecowaterjet by rabmer® lässt sich dieser Verbrauch halbieren – ganz ohne spürbaren Unterschied beim Duschgefühl. So wird aus jeder Dusche ein aktiver Beitrag zum Schutz unserer wertvollsten Ressource – ohne Komfortverlust. Der Vorteil: Bestehende Duschköpfe bleiben erhalten, unnötiger Austausch und zusätzlicher Abfall werden vermieden.
- 2. Durchflussbegrenzer einsetzen: Diese senken den Wasserdurchfluss z. B. beim Händewaschen oder an der Küchenspüle um bis zu 60 %, oft ohne spürbaren Druckverlust.
- 3. Wasser bewusst verwenden – Drehen Sie den Hahn beim Zähneputzen, Rasieren oder Einseifen zu.
- 4. Sparspültaste nutzen – Die kleine Taste oder eine Stoppfunktion bei der Toilettenspülung kann den Wasserverbrauch um bis zur Hälfte reduzieren.
- 5. Obst und Gemüse in einer Schüssel reinigen – So sparen Sie Wasser und können es anschließend z. B. zum Gießen verwenden. Saisonale, regionale Produkte haben zudem oft einen geringeren Wasserbedarf in der Produktion.
- 6. Wasch- und Spülmaschinen nur voll beladen starten – So laufen sie seltener und sparen Wasser und Energie.
- 7. Geräte mit geringem Wasserverbrauch bevorzugen – Beim Kauf von Haushaltsgeräten auf den Wasserbedarf achten.
- 8. Undichte Wasserhähne reparieren – Ein tropfender Hahn kann bis zu 45 Liter am Tag verschwenden. Meist ist das Problem mit wenigen Handgriffen behoben.
- 9. Regenwasser im Garten einsetzen – Eine Regentonne aus dem Baumarkt ist eine kostengünstige Möglichkeit, Pflanzen nachhaltig zu bewässern. Rasen seltener mähen – Kürzerer Rasen trocknet schneller aus und benötigt mehr Wasser.
- 10. Poolwasser im Herbst absenken und nicht komplett entleeren. Wasserspiegel unter Skimmerniveau senken, Wasser mit Überwinterungsmitteln stabilisieren und Pool abdecken – so kann es im Frühjahr weiterverwendet werden.
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Rabmer Gruppe gewinnt Feronia Nachhaltigkeitspreis 2026
Die Rabmer Gruppe wurde mit dem Feronia Nachhaltigkeitspreis 2026 ausgezeichnet. Prämiert wurde das Unternehmen für seine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie sowie insbesondere für seine Vorreiterrolle im Bereich Energie aus Abwasser – einer Schlüsseltechnologie für die Wärmewende.
Seit über 60 Jahren steht die Rabmer Gruppe für nachhaltiges Wirtschaften, wobei Umwelttechnik seit mehr als 35 Jahren ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie ist. Nachhaltigkeit wird dabei nicht als Trend verstanden, sondern als gelebte Verantwortung über Generationen hinweg. Der Preis wurde von Rabmer Geschäftsführerin Ulrike Rabmer-Koller und ihrem Sohn Julian Koller, mit dem bereits die 3. Generation am Start steht, entgegengenommen.
Energie aus Abwasser als Gamechanger der Wärmewende
Im Fokus der Auszeichnung steht die Entwicklung und Umsetzung innovativer Lösungen zur Nutzung von Abwasser als erneuerbare Energiequelle. Diese Technologie ermöglicht es, Gebäude und Industrieanlagen ganzjährig effizient und klimafreundlich zu beheizen und zu kühlen, wodurch regionale Energieunabhängigkeit gestärkt und fossile Energieträger langfristig ersetzt werden. Auch die Einspeisung in Nah- und Fernwärmenetze ist möglich.
„Der Wärmesektor ist nach wie vor stark von fossilen Energieträgern abhängig. Gerade die aktuelle Entwicklung durch die steigenden Energiepreise zeigt, dass es hier rasch eine Änderung braucht. Mit Energie aus Abwasser bieten wir eine grundlastfähige, regionale und sofort verfügbare Lösung, die einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung und Versorgungssicherheit leistet“, erklärt Ulrike Rabmer-Koller, Geschäftsführerin der Rabmer Gruppe. Analysen zeigen, dass rund 14% des Wärmebedarfs im Gebäudesektor durch Abwasserenergie gedeckt werden kann – ein Potenzial, das Rabmer bereits heute in konkreten Projekten realisiert.
Erfolgreiche Leuchtturmprojekte zeigen: Die Wärmewende ist bereits Realität
Wie wirkungsvoll Energie aus Abwasser bereits heute eingesetzt werden kann, zeigen zwei herausragende Projekte der Rabmer Gruppe – in der Industrie ebenso wie im urbanen Raum:
- Bei der voestalpine Automotive Components in Linz wurde ein EU-gefördertes Projekt für die Dekarbonisierung der Industrie umgesetzt. Durch die Nutzung der im Kühlwasser enthaltenen Energie konnte die komplette Wärmeversorgung einer Produktionshalle auf erneuerbare Energie umgestellt werden. Herzstück der Anlage sind 166 Meter Wärmetauscher, die Rabmer im Kühlwasserkanal verlegt hat, die gemeinsam mit leistungsstarke Wärmepumpen rund 1 MW Heizleistung liefern. Das Ergebnis: Der bisherige Einsatz von Erdgas konnte vollständig ersetzt werden – ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass Industrieprozesse nachhaltig und wirtschaftlich dekarbonisiert werden können.
- Auch im urbanen Kontext setzt Rabmer neue Maßstäbe: Mit dem Quartiersprojekt VIO PLAZA in Wien-Meidling wurde eines der größten Abwasserenergieprojekte Europas realisiert. Seit 2024 werden dort Büro-, Wohn-, Hotel- und Gewerbeflächen mit einer Leistung von rund 6 MW effizient gekühlt und 1,2 MW geheizt. Besonders innovativ ist dabei die intelligente Mehrfachnutzung der Energie: Während im Winter Wärme aus dem Kanal gewonnen wird, kann im Sommer überschüssige Energie aus der Gebäudekühlung über den Kanal abgeführt werden.
Beide Projekte zeigen eindrucksvoll, dass Energie aus Abwasser weit mehr ist als eine technologische Nische: Sie ist skalierbar, wirtschaftlich und in der Lage, ganze Standorte und Quartiere zuverlässig mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Damit wird sie zu einem zentralen Baustein für eine klimaneutrale Energiezukunft.
Innovation für Gebäude, Industrie und Nahwärmenetze
Mit der patentierten Lösung Drain2Energy® ermöglicht Rabmer zudem die direkte Nutzung von Abwasserenergie in Gebäuden und industriellen Anwendungen. Selbst stark verschmutztes Abwasser kann durch innovative Vorreinigung und selbstreinigende Wärmetauscher effizient genutzt werden.
Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Die Rabmer Gruppe verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Von langlebigen innovativen Technologien über die Zusammenarbeit mit regionalen Partner bis hin zur aktiven Einbindung von Mitarbeitenden und Stakeholdern wird Nachhaltigkeit konsequent umgesetzt. Ziel ist dabei, messbare Beiträge zur CO₂-Reduktion zu leisten, Energieverbrauch und Betriebskosten zu senken, sowie gleichzeitig die regionale Wertschöpfung zu stärken.
Starkes Signal für die Zukunft
Der Gewinn des Feronia Nachhaltigkeitspreises unterstreicht die Rolle der Rabmer Gruppe als Innovationsführer im Bereich nachhaltiger Umwelttechnologien. „Wir freuen uns sehr über diese besondere Auszeichnung, die für uns Wertschätzung und Ansporn zugleich ist. Sie zeigt, dass nachhaltige Innovation ein wichtiger Aspekt für unsere Zukunft ist – und dass wir mit unseren Lösungen einen echten Beitrag zur Energie- und Klimawende leisten“, so Rabmer-Koller.




