Ohne das richtige Gewebe läuft es nicht
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Ohne das richtige Gewebe läuft es nicht

12.05.2013 | DBL - Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH
Was wäre moderne, hochwertige Berufskleidung ohne das richtige Gewebe? Hier zählt Qualität. Ein Grund, warum der textile Mietdienstleister, die DBL - Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH, eng mit dem europäischen Gewebehersteller Klopman zusammenarbeitet. Thomas Sieber, Vertriebsleiter bei Klopman und Dirk Hischemöller, Geschäftsführer der DBL, geben im Interview Auskunft über Ansprüche und Trends
Stabiles Gewebe. Design, Verarbeitung und funktionelle Details mögen noch so gut sein - ist das Gewebe unzureichend, fehlt die Basis. Ein Grund für den textilen Mietdienstleister DBL, mit dem Gewebehersteller Klopman zusammenzuarbeiten / Foto: Klopman
Stabiles Gewebe. Design, Verarbeitung und funktionelle Details mögen noch so gut sein - ist das Gewebe unzureichend, fehlt die Basis. Ein Grund für den textilen Mietdienstleister DBL, mit dem Gewebehersteller Klopman zusammenzuarbeiten / Foto: Klopman
Welchen Stellenwert hat das Gewebe bei Berufskleidung?

Thomas Sieber: Beginnen wir mit Zahlen. Bei Kleidung mit sehr aufwendigem Design und hochwertigen Zutaten liegt der Kostenanteil für das Gewebe bei rund 40 Prozent, ansonsten gar bei rund 60 bis 70 Prozent. Zudem entscheidet das Gewebe maßgeblich darüber, wie komfortabel eine Kleidung sich trägt, wie standhaft sie ist - und wie langlebig. Gerade dies ist natürlich für unsere Partner im textilen Leasing, wie die DBL, bei der industriellen Wäsche von Bedeutung.

Um es in Zahlen zu verdeutlichen: das Gewebe entscheidet zu 80% darüber, wie qualitativ hochwertig eine Berufskleidung letztendlich ist. Design, Verarbeitung und funktionelle Details mögen noch so gut sein - ist das Gewebe unzureichend, fehlt die Basis.

Was heißt das in der Praxis?

Dirk Hischemöller: Auf den ersten Blick mag eine Kleidung aus weniger gutem Gewebe vielleicht noch überzeugen, spätestens nach den ersten Waschungen lässt jedoch die Optik zu wünschen übrig.

Auch zeigt unsere Erfahrung: Für den Träger, der tagtäglich in der Kleidung arbeitet, ist die Haptik, der Tragekomfort entscheidend. Ist die Kleidung zu schwer, zu warm, zu kratzig, zu sperrig, wird sie nicht gerne angezogen. Hier ist das richtige Gewebe für den jeweiligen Einsatz entscheidend.

Gab es bei der Herstellung in den letzten Jahren Veränderungen?

T. Sieber: Es gab zahlreiche Innovationen bei der Gewebeentwicklung, insbesondere im PSA-Bereich, und natürlich viele weitere Veränderungen in der Komplexität und Vielfalt der Gewebe. Hatten wir vor rund 30 Jahren noch drei Artikel, haben wir mittlerweile rund 143 Rohwaren, sprich Gewebe vor dem Finish, im Sortiment.

Vor dem Finish? Wie sieht denn der Produktionsablauf aus?

T. Sieber: Umfangreich - unsere vollstufige Produktion reicht von der Auswahl der Faser bis hin zum fertigen Gewebe. Der Prozess umfasst somit die Faser- und Garnvorbereitung, das Spinnen, das Weben sowie das Färben. Und schließlich die Ausrüstung. Nach dem Färben werden die Gewebe durch verschiedene Prozesse - dazu gehört u.a. auch das Schmirgeln und Rauen - veredelt. Im Laufe dieses letzen Produktionsabschnittes erhalten die Gewebe ihre spezifische Ausrüstung, die ihnen bügel- und knitterarme, flüssigkeits- und schmutzabweisende oder flammhemmende Eigenschaften verleiht - eben das Finish.

Wie wird dabei die Qualität der Gewebe sichergestellt?

T. Sieber: Durch Kontinuität in jedem einzelnen Arbeitsschritt - daran ist das ganze Team beteiligt. Jeder einzelne Punkt, vom Spinnen bis zur Ausrüstung, ist absolut wichtig. Die gleichbleibende Qualität ist hier dem ausgezeichneten Fachwissen und der Sorgfalt unserer Mitarbeiter zu verdanken.

Und natürlich auch Ergebnis fortlaufender Investitionen in neue Systeme und Technologien, die speziell darauf ausgerichtet sind, die hohen Qualitätsstandards dauerhaft aufrecht zu erhalten. So ist Klopman akkreditiert nach ISO 9001:2008 und arbeitet nach höchsten europäischen Qualitätsmanagement-Standards. Alle fertigen Gewebe durchlaufen z.B. ein hochentwickeltes elektronisches Kontrollverfahren - 7000 Sensoren vergleichen und prüfen die Gewebe. Da muss alles stimmen. Und zwar immer.

Worauf legen die Träger von Berufskleidung heute verstärkt Wert?

D. Hischemöller: Noch immer ist die Berufskleidung und somit das Gewebe von eher traditionellen Einflüssen geprägt. Baumwolle, hohe Grammatur - so lauteten lange die Forderungen der Träger von Berufskleidung. Heute sehen die Menschen das immer differenzierter. Berufskleidung soll ein Optimum an Komfort bieten, optisch attraktiv und vielseitig daherkommen, dazu natürlich den geforderten Schutz bieten und langlebig sein.

Dabei nähern sich die Eigenschaften immer stärker an die sogenannte Funktionskleidung aus dem Freizeitbereich an. Ohne allerdings die grundsätzlichen Eigenschaften der Berufskleidung - Schutz und Sicherheit - zu vernachlässigen. Das Anforderungsprofil kann man so umschreiben: modischer, leichter, Zwiebelschalen-Prinzip und gerne auch aus synthetischen Hochleistungsfasern.

Welche Gewebe sind denn zurzeit besonders gefragt? Gibt es neue Entwicklungen?

T. Sieber: Gefragt sind, wie Herr Hischemöller schon erwähnte, sicher leichtere Gewebe. Aber auch dauerhaft eingebaute Funktionen - insbesondere bei der PSA. Heute wird hier nicht nur auf bewährte Ausrüstungstechnologien gesetzt - z.B. Gewebe mit dauerhaft eingebundener flammhemmender Proban®-Ausrüstung - sondern häufig auch inhärent flammhemmendes Gewebe eingesetzt.

Im Trend liegt auch Kleidung aus Softshell - ein Überbegriff für Funktionstextilien, die aus zwei oder drei laminierten Membranschichten bestehen und sich durch wind-und feuchtigkeitsabweisende Eigenschaften auszeichnen. Auch ein Einfluss aus dem Sport- und Outdoorbereich, der seinen Weg in die Arbeitswelt findet.

Der Trend geht aber auch zu Nachhaltigkeit - wie gesagt: Baumwolle ist ein endliches Produkt. Fairtrade Baumwolle macht hier Sinn - und das hat seinen Preis. Am ehesten ist noch der deutschsprachige Raum bereit, die Kosten für entsprechende Gewebe und Kleidung zu tragen. Hochwertiges Gewebe in Europa zu produzieren und zu kaufen ist ein Beitrag.

Welche Hinweise zur richtigen Pflege der Gewebe sind zu beachten?

T. Sieber: Gerade unsere Gewebe, die den Trägern mit ihrer Berufskleidung bei ihrer täglichen Arbeit ein hohes Maß an Schutz bieten, zeichnen sich durch besonders lange Lebensdauer aus. Sie sind pflegeleicht, eignen sich sowohl für Haushaltswäsche als auch industrielle Waschverfahren. Wir geben insbesondere unseren Partnern aus dem textilen Leasing konkrete Waschanleitungen - immer abgestimmt auf das jeweilige Gewebe wie z.B. Polyester-Baumwollbekleidung oder natürlich auch spezifisches Protectivewear-Gewebe.

D. Hischemöller: Parameter, die wir berücksichtigen, sind hier Temperatur, Waschmittel, mechanische Faktoren wie das Drehen der Waschtrommel und auch der Zeitfaktor. Wir stellen mit zertifizierten Verfahren sicher, dass z.B. solch sensibles Protectivewear-Gewebe bei der Pflege in Wäschereien nicht beschädigt wird und dass die Schutzwirkung der Kleidung immer den Forderungen des Gesetzgebers entspricht.

So geben regelmäßige Kontrollen Auskunft über den Zustand z.B. von Schweißerschutzkleidung oder die Funktionstüchtigkeit von Multinormkleidung. Und genau das ist im Leasingbereich für uns und unsere Kunden unverzichtbar.

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