Leipzig ist erste deutsche Groß-Messe mit internationalem Nachhaltigkeitszertifikat
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Leipzig ist erste deutsche Groß-Messe mit internationalem Nachhaltigkeitszertifikat

01.03.2010 | www.leipziger-messe.de

Leipzig, 25. Februar 2010. Die Leipziger Messe ist die erste große Messegesellschaft Deutschlands, die sich der Nachhaltigkeit als Prinzip unternehmerisch verantwortlichen Handelns verschrieben hat. Gewürdigt wurde dieses nachhaltige Herangehen jetzt mit der Green-Globe-Zertifizierung, einem weltweit anerkannten Zertifikat der Tourismus- und Veranstaltungsbranche

Leipziger Messe
Leipziger Messe

Zeitgleich startet die Leipziger Messe unter der Marke "Wachsen in Balance" einen Nachhaltigkeitsprozess im Unternehmen und wird so zum Schrittmacher im deutschen Messewesen. "Als erste große deutsche Messegesellschaft haben wir erfolgreich das Green-Globe-Nachhaltigkeits-Audit durchlaufen. Damit sind wir mit unserem Nachhaltigkeitsmanagement transparent und messbar", so der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Martin Buhl-Wagner.

Strategischer Vorteil im Wettbewerb
Das Thema Nachhaltigkeit gewinne zunehmend Interesse in der öffentlichen Wahrnehmung, so Buhl-Wagner weiter. Beim Kauf achteten Verbraucher mehr auf Umweltverträglichkeit, aber auch auf faire Kunden-Lieferanten-Beziehungen oder den guten Umgang mit Mitarbeitern. Das Congress Center Leipzig (CCL) sei bereits häufiger mit dem Nachhaltigkeitsthema konfrontiert, denn die Tagungsbranche fordere immer stärker "Green Meetings". Nachhaltigkeit werde zu einem wichtigen strategischen Vorteil im Wettbewerb. Leipzig wolle diesen Prozess in Deutschland anführen, sagt der Messe-Geschäftsführer.

Test in 125 Kategorien bestanden
Weltweit steige die Nachfrage nach grünen Meetings, Incentives, Tagungen und Veranstaltungen (Green MICE), erläutert Dr. Peter Zimmer, langjähriger Nachhaltigkeitsexperte und akkreditierter Green Globe Auditor. Er freue sich, dass sich mit der Leipziger Messe eine erste große deutsche Messegesellschaft dieses Thema zu eigen mache und damit vorangehe. "In etwa 125 Audit-Kategorien bestand die Leipziger Messe den Nachhaltigkeitstest. Dabei wurde klar, dass sie eine Menge vorzuweisen hat, was die ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit betrifft", lobt der Nachhaltigkeitsexperte Zimmer.

Das reiche von Maßnahmen wie Eisspeichern zur Klimaoptimierung der Messehallen, Ampelschaltungen, die nach Messe-Verkehrsfluss geregelt werden, über die freie Fahrt für Aussteller und Messegäste im MDV (Mitteldeutscher Verkehrsverbund) bis hin zur Messetochter fairgourmet, die bereits seit 2006 mit einem erdgasbetriebenen Fahrzeug liefert. Besondere Anerkennung habe die Lösung des Taubenkotproblems auf den Messehallen ausgelöst - durch "Mutter Natur" in Form von Turmfalken.

"Es hat sich gezeigt, dass die Messe auch im sozialen Bereich, der heute im Nachhaltigkeitsansatz eine immer größere Rolle spielt, viel aufzuweisen hat", ergänzt der Messechef. Weiterbildung, regelmäßige Mitarbeiterinformation und -qualifizierung, sportliche Angebote und Teilzeitmodelle sowie Gleitzeit, um Beruf und Familie besser vereinbaren zu können. All das habe die Auditoren überzeugt, erläutert Buhl-Wagner.

Musterbüro für Messe-Mitarbeiter
Unter der großen Überschrift "Wachsen in Balance" verstärkt die Leipziger Messe nun ihre Bemühungen, wirtschaftliches Wachstum und die Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft in ein neues Gleichgewicht zu bringen. Startpunkt war die Eröffnung des sogenannten "2-Grad-Büros" Ende vergangenen Jahres - ein Musterbüro mit Hinweisen, wie Messemitarbeiter in der täglichen Arbeit Ressourcen und Energie einsparen können. Im Zentrum dieses Jahres werden Workshops stehen, wie weitere Nachhaltigkeitsziele erreicht werden können. Erarbeitet werden soll auch ein Nachhaltigkeitsstatut sowie darauf folgend ein Nachhaltigkeitsbericht. "Die Zertifizierung war eine Standortbestimmung, die uns auch gezeigt hat, wo wir weiter arbeiten müssen", so Buhl-Wagner.

Nachhaltig wachsen - zusammen mit Partnern
"Wir wollen keinen Verzicht predigen. Unser Unternehmen will und soll weiter wachsen", so der Messegeschäftsführer. Langfristiges Wachstum sei aber nur möglich, wenn die Interessen der Umwelt, der Mitmenschen und der Partner im Wirtschaftskreislauf respektiert und ihnen ermöglicht würde, gemeinsam mit der Messe zu wachsen. "Indem wir nachhaltig handeln, investieren wir in die künftigen Grundlagen unseres Bestehens", so Buhl-Wagner.


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