Euro-zone Economic Outlook
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Euro-zone Economic Outlook

08.04.2010 | ifo Institut für Wirtschaftsforschung
Schwache Binnennachfrage belastet Konjunktur
Im vierten Quartal 2009 stagnierte das reale Bruttoinlandsprodukt der Eurozone, nachdem es in Q3 2009 um 0,4% gewachsen war. Getrieben wurde diese Entwicklung durch die schwache inländische Nachfrage.

So sanken in Q4 die privaten Investitionen um 1,3%, während der private Konsum stagnierte. Einen positiven Wachstumsbeitrag hingegen leisteten die Nettoexporte. Entsprechend bleiben die wirtschaftlichen Aussichten für den Euroraum durchwachsen. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte nur moderat – um 0,2% in Q1, 0,3% in Q2 und 0,2% in Q3 dieses Jahres zunehmen.

Starke konjunkturelle Belastungen im Prognosezeitraum werden erneut von den auslaufenden Impulsen der Fiskalpolitik, der weiterhin restriktiven Kreditvergabe und der hohen Arbeitslosigkeit ausgehen. Nach einem kräftigen Anstieg um 2,2% wird sich die Entwicklung der Industrieproduktion in den Folgequartalen deutlich abflachen. Der private Konsum dürfte in dem ersten Quartal des laufenden Jahres stagnieren und nur sehr schwach, um jeweils 0,1%, in Q2 und Q3, wachsen.

Die privaten Investitionen werden in Q1 2010 wetterbedingt um 0,5% schrumpfen, ehe sie in Q1 und Q2 wieder leicht zunehmen. Unter der Annahme, dass im Prognosezeitraum der Ölpreis um USD 77 schwanken und der Wechselkurs auf USD 1,37 je Euro sinken wird, dürfte der zu erwartende Preisanstieg bei den Importgütern einen moderaten Inflationsdruck erzeugen - jeweils 1,6% in Q2 und Q3 2010.


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