Urlaubsreisen: Europaweit anziehende Nachfrage führt zu deutlichem Umsatz- und Ergebnisanstieg
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Urlaubsreisen: Europaweit anziehende Nachfrage führt zu deutlichem Umsatz- und Ergebnisanstieg

10.02.2011 | TUI AG
1. Quartal 2010/11::  
     * Umsatz +11 Prozent
    * Konzernergebnis +43 Prozent
    * Operative Verbesserungen in allen touristischen Geschäftsfeldern
    * Containerschifffahrt: Hohes Umsatz- und Ergebnis-Wachstum
    * Nettoverschuldung um 600 Millionen Euro reduziert
    * Unruhen in Nordafrika: Ergebniseffekte im 2. Quartal von bis zu 37 Millionen Euro möglich
Die TUI hat im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 von der europaweit ansteigenden Nachfrage nach Urlaubsreisen profitiert. Verbesserungen in der operativen Entwicklung in allen drei Geschäftsfeldern (TUI Travel, TUI Hotels & Resorts, TUI Kreuzfahrten) führten zu einer deutlichen Steigerung von Umsatz und Ergebnis. Der Umsatz des TUI Konzerns lag im 1. Quartal mit 3,3 Milliarden Euro um 11 Prozent über dem Vergleichswert (Vorjahr 3,0 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITA) verbesserte sich um rund 17 Prozent auf einen saisonal üblichen Verlust in Höhe von -120 Millionen Euro (Vorjahr -144 Millionen Euro). Das Konzernergebnis reduzierte sich um rund 72 Millionen Euro auf rund -94 Millionen Euro (Vorjahr -166 Millionen Euro). Das entspricht einer Verbesserung des Konzernergebnisses im 1. Quartal von rund 43 Prozent. Das Ergebnis je Aktie liegt mit -0,2 Euro um 52 Prozent besser als im Vergleichszeitraum (Vorjahr -0,4 Euro). Zum Ende des ersten Quartals (31. Dezember 2010) lag die Nettoverschuldung des TUI Konzerns bei 3,1 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang der Nettoverschuldung im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresstichtag von rund 600 Millionen Euro.
 
Trotz der Unruhen in Nordafrika bleibt der TUI Konzern für den weiteren Verlauf des Jahres vorsichtig optimistisch. Unverändert erwartet TUI im Vergleich zum Vorjahr ein leicht ansteigendes operatives Ergebnis sowie ein positives Konzernergebnis. Die Auswirkungen der Unruhen in Nordafrika werden sich im aktuell laufenden 2. Quartal widerspiegeln. TUI Travel schätzt die potenziellen negativen Ergebnis-Effekte auf rund 29 bis 35 Millionen Euro, TUI Hotels & Resorts erwartet rund 2 Millionen Euro. Das Kreuzfahrtgeschäft ist nicht betroffen. Maßnahmen, die Folgen der Buchungsausfälle für Tunesien und Ägypten abzufedern, wurden bereits getroffen. In einigen Quellmärkten werden gegenwärtig die Flug-Kapazitäten überprüft und auf andere Zielgebiete verlagert.
 
Detailentwicklung TUI Travel
Der Umsatz von TUI Travel kletterte im 1. Quartal um knapp 12 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro (Vorjahr 2,8 Milliarden Euro). Hauptgrund für das Plus waren die gestiegenen Gästezahlen im Mainstream-Bereich in nahezu allen Quellmärkten und ein verbessertes Wechselkursverhältnis des Britischen Pfund gegenüber dem Euro. Das bereinigte Ergebnis des Bereichs verbesserte sich um knapp 23 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresquartal. Der saisontypische Verlust lag bei rund -105 Millionen Euro (Vorjahr -128 Millionen Euro). Die Ergebnisverbesserung ist im Wesentlichen auf den erfolgreichen Turnaround der Geschäfte in Kanada und auf das verbesserte Abschneiden der französischen Fluglinie Corsair zurückzuführen.
 
Detailentwicklung TUI Hotels & Resorts
Auch das Hotelgeschäft des Konzerns profitierte von der gestiegenen Nachfrage nach Urlaubsreisen im 1. Quartal. Der Gesamtumsatz des Bereichs wuchs um knapp 4 Prozent auf 184 Millionen Euro (Vorjahr 177 Millionen Euro). Die Anzahl der Übernachtungen konnte von 4 auf 4,3 Millionen gesteigert werden. Die Auslastung der Hotels betrug rund 71 Prozent und lag damit um 5,4 Prozentpunkte über dem Niveau des Vorjahres. Der durchschnittliche Erlös pro Bett stieg von rund 46 Euro auf rund 48 Euro. Die positive Entwicklung spiegelt sich auch im operativen Ergebnis wider. Nach einem leichten Quartalsverlust von -1 Millionen Euro im Vorjahr verzeichnete TUI Hotels & Resorts im 1. Quartal 2010/11 ein bereinigtes EBITA von 2 Millionen Euro. Die Steigerung resultiert hauptsächlich aus einem besseren Geschäftsverlauf der Riu-Hotelkette und höheren Gästezahlen in nahezu allen Regionen.
 
Detailentwicklung TUI Kreuzfahrten
Der Umsatz im Kreuzfahrtbereich entwickelte sich mit rund 40 Millionen Euro – bedingt durch zwei Werftaufenthalte der MS Europa und MS Columbus – lediglich annährend auf dem Niveau des Vergleichszeitraums (Vorjahr 41 Millionen Euro). Das Joint Venture TUI Cruises wird im Konzernabschluss at Equity bewertet, so dass Umsätze hier nicht ausgewiesen werden. Das operative Ergebnis der Kreuzfahrtsparte hat sich im 1. Quartal um rund 30 Prozent verbessert und erreichte -4 Millionen Euro (Vorjahr -6 Millionen Euro). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die hohe Nachfrage bei TUI Cruises zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal steigerte TUI Cruises die Auslastung von knapp 68 auf rund 97 Prozent. Die durchschnittliche Rate pro Passagier stieg von 112 Euro auf 125 Euro. Die Auslastung von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten lag mit rund 74 Prozent auf Grund der Werftaufenthalte um 3 Prozentpunkte niedriger als im Vergleichszeitraum (rund 77 Prozent). Die Durchschnittsrate konnte dagegen von 361 Euro auf 389 Euro pro Passagier gesteigert werden.
 
Detailentwicklung Containerschifffahrt (100-Prozent-Basis)
Der Umsatz der Containerschifffahrt ist im 1. Quartal 2010/11 um rund 34 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro gestiegen (Vorjahr 1,1 Milliarden Euro). Grund hierfür waren höhere Transportvolumina und insbesondere die im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren durchschnittlichen Frachtraten. Insgesamt steigerte Hapag-Lloyd das Transportvolumen um 6,6 Prozent auf 1,2 Millionen TEU (Vorjahr 1,1 Millionen TEU). Haupttreiber dieser Entwicklung war das Fahrtgebiet Transpazifik. Das durchschnittliche Frachtratenniveau betrug im 1. Quartal 1.639 US-Dollar pro TEU und lag damit rund 20 Prozent über dem Vergleichsquartal des Vorjahres (1.368 US-Dollar/TEU). Das bereinigte EBITA der Containerschifffahrt verbesserte sich um rund 118 Millionen Euro auf 97 Millionen Euro im 1. Quartal (Vorjahr -21 Millionen Euro). Gründe für die deutliche Ergebnissteigerung waren neben einem günstigeren Wechselkursverhältnis des US-Dollar zum Euro das erhöhte Transportvolumen und das gestiegene Ratenniveau.

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