Bezahlschranke für redaktionelle Inhalte im Internet stößt bei Experten nur teilweise auf Akzeptanz
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Bezahlschranke für redaktionelle Inhalte im Internet stößt bei Experten nur teilweise auf Akzeptanz

26.04.2013 | nmg.de

München, 24. April 2013 – Ende März kündigten die beiden großen britischen Tageszeitungen "The Sun" und "The Daily Telegraph" an, Bezahlsysteme für ihre Internetangebote einzuführen und folgen damit dem Trend in den USA. In Deutschland setzt die Mehrheit der Verlagshäuser weiterhin auf werbefinanzierte Erlösmodelle für ihre Internetangebote

Als einzige überregionale Zeitung nutzt lediglich "Die Welt" seit Ende vergangenen Jahres eine Paywall. Trotz aller Diskussionen um Paid Content glauben 30 Prozent der Befragten, dass Bezahlschranken für digitale Inhalte auch in Deutschland gut funktionieren könnten. Zu diesem Ergebnis kommt die im Auftrag der Internet World Messe durchgeführte Befragung unter 1000 Experten der Internetbranche durch das Institut ibi research an der Universität Regensburg.
 
Knapp ein Drittel der Befragten haben schon einmal Geld für redaktionelle Inhalte ausgegeben, sei es für einen Blog-Eintrag, einen Nachrichtenartikel oder vergleichbare Inhalte. Nur ein knappes Viertel der Experten lehnt ein Abonnement digitaler Zeitungsinhalte grundsätzlich ab.
 
Bei der Grundsatzdebatte, ob Bezahlkonzepte für digitale Medieninhalte überhaupt funktionieren könnten, spiegelt die Befragung die gespaltene Positionen im Markt wieder: 19 Prozent geben dem Modell keine Chance, aber immerhin 30 Prozent glauben fest daran. Das eigentliche Akzeptanzproblem liegt im breiten Mittelfeld: 51 Prozent der Befragten stimmen zwar zu, dass Paywalls funktionieren könnten, sich aber in Zukunft nicht durchsetzen werden.
 
Unter den Befürwortern sind sich die Experten einig, dass Qualitätsjournalismus auch online seinen Preis haben müsse. Solange es kostenlose Angebote gebe, werden sich Bezahlmodelle nicht durchsetzen, so argumentieren die Gegner.
 
In der Studie der Internet World Messe, die im ersten Quartal 2013 durch das Institut ibi research an der Universität Regensburg durchgeführt wurde, wurde neben Einstellungen zu digitalen Inhalten auch klassische E-Commerce-Themen wie E-Payment und Retourenmanagement sowie die Auswirkung der Digitalisierung auf die Gesellschaft untersucht. Vor allem die Nutzung Sozialer Medien im Arbeitsalltag, der Datenschutz und der Umgang mit digitalen Inhalten standen hier im Fokus.

Ein ausführliches Studiendokument mit allen Ergebnissen der Befragung steht kostenlos auf der Website der Internet World Messe unter folgendem Link zum Download bereit: www.internetworld-messe.de/Presse/Studie.
 
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www.internetworld-messe.de 

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Über die Internet World Messe
Bereits seit 1997 ist die Internet World Messe die Veranstaltung für Internet-Professionals und Treffpunkt für Entscheider auf Anbieter- und Anwenderseite. Im Jahr 2014 öffnet die E-Commerce Messe Internet World vom 25.-26. Februar auf dem Münchener Messegelände bereits zum 18. Mal ihre Tore. Die Themenschwerpunkte der Messe sind Shopsoftware & Technik, Payment & Logistik, Usability, Online Marketing, Social & Mobil. Die Messe wird begleitet von einem hochkarätigen Kongress, der unter dem Motto „Die Zukunft des E-Commerce“ steht. Veranstalter der Internet World ist die gleichnamige Fachzeitschrift INTERNET WORLD Business.

Über ibi research
Seit 1993 bildet die ibi research an der Universität Regensburg GmbH eine Brücke zwischen Universität und Praxis. Das Institut forscht und berät zu Fragestellungen rund um die Themen E-Commerce, E-Payment, IT-Governance, Internet-Vertrieb und Geschäftsprozessmanagement. Zugleich bietet ibi research umfassende Beratungsleistungen zur Umsetzung der Forschungs- und Projektergebnisse an und ist Initiator und Herausgeber des E-Commerce-Leitfadens (www.ecommerce-leitfaden.de).

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