Erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 für Lauffener Weingärtner
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Erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 für Lauffener Weingärtner

24.05.2013 | wg-kommunikation.de
Lauffener Weingärtner steigern nach Fusion mit WG Mundelsheim den Umsatz um 22 Prozent
Lauffen am Neckar (wg) - Die Lauffener Weingärtner eG haben ihre Position als bundesweiter Anbieter von Württemberger Wein ausgebaut. Aufgrund der Fusion mit der WG Mundelsheim sowie der Gewinnung weiterer Absatzmärkte in ganz Deutschland konnte die Katzenbeißer-WG ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 22 Prozent auf 22,73 Millionen Euro steigern. Der Weinabsatz legte um 18 Prozent zu. Insgesamt wurden 6,9 Millionen Liter Wein in 7,5 Millionen Flaschen verkauft.

Die größte und bedeutendste württembergische Einzel-WG, zugleich seit neun Jahren im DLG-Ranking ununterbrochen bester Weinerzeuger in Württemberg, verkauft drei Viertel ihrer Produkte über den Lebensmittel-Einzelhandel; 15 Prozent gehen an den Fachhandel, 8 Prozent an Endverbraucher und 2 Prozent an die Gastronomie.

"Wir sind mit dem Geschäftsjahr 2012 sehr zufrieden. Das Umsatzpotential ist aber immer noch nicht ausgeschöpft. Unser Ziel ist es, auch in den kommenden Jahren einen Zuwachs von 5 Prozent per anno zu erreichen", sagte der Vorstandsvorsitzende Ulrich Maile in der Jahresbilanz-Pressekonferenz in Lauffen am Neckar.

"Wir sind wirtschaftlich deutlich nach vorne gekommen", erklärte Uli Maile und verwies auf die positiven Folgen der "auf Augenhöhe" erfolgten Fusion mit der WG Mundelsheim. "Es gibt keine vergleichbare Fusion im Weinanbaugebiet Württemberg", sagte der Lauffener Vorstandschef. So blieb neben dem Traubengeld an die Mitglieder, das zu den höchsten im Lande gehört, auch die Mitarbeiterzahl mit 60 stabil. Durch die Fusion sei die Stellung der Genossenschaft mit ihren nun 1174 Mitgliedern - davon 90 Vollerwerbs-Weingärtner - im Handel wesentlich gestärkt worden, denn die Mundelsheimer Weine konnten erfolgreich in den starken Vertrieb eingebunden werden. Nach Angaben von Geschäftsführer Uwe Schöttle wollen viele Kunden der Lauffener ihr Sortiment um die Mundelsheimer Weine ergänzen. Gerade in Mittel- und Norddeutschland führte dies zu Umsatzsteigerungen.

Außerdem habe die Fusion die in den vergangenen Jahren durch kleinere, naturbedingte Trauben-Ernten entstandene angespannte Liefersituation nachhaltig verbessert. "Das Rebsorten-Spektrum der WG Mundelsheim ergänzt das von Lauffen aufs Allerbeste", erklärte Uwe Schöttle. Gerade bei den Württemberger Klassikern Trollinger und Lemberger, aber auch bei Riesling und Spätburgunder verfüge man jetzt über die notwendige Rebfläche, um die Kundenwünsche bedienen zu können, sagte der Geschäftsführer. Außerhalb von Baden-Württemberg erreichen die Lauffener Weingärtner inzwischen einen Marktanteil von mehr als 40 Prozent. Im Ausbau und in der Vermarktung werden die beiden eigenständigen Marken "trennscharf" weiter geführt.

Obwohl die Umsätze im Kernabsatzgebiet knapp unter Vorjahres-Niveau lagen, lehnt die von der Qualität her führende Württemberger Weingenossenschaft Gratiszugaben und Preisnachlässe ab. "Das machen wir nicht mit und wir haben aus Ertragsgesichtspunkten auch keinerlei Verständnis für solche Aktionen", kritisierte Uwe Schöttle. Weine aus Lauffen und Mundelsheim stünden für absolute Qualität. "Deshalb werden wir unbedingt an unserer Qualitätsphilosophie festhalten, denn nur im wertigen Preisbereich können wir unseren Erfolgsweg fortsetzen", sagte der Geschäftsführer und begründete damit auch die notwendige Anpassung der Verkaufspreise im vergangenen Jahr um 3,5 Prozent.

Zum guten wirtschaftlichen Ergebnis im vergangenen Jahr kam die Ernte eines "Traumjahrgangs 2012" (Ulrich Maile) hinzu. "Wir haben sechs Wochen lang gelesen und kerngesunde Trauben in die Keller gebracht", erläuterte er. 8,6 Millionen Kilogramm waren es in Lauffen, 3,5 Millionen Euro kg in Mundelsheim. Dort gab es im Dezember auch eine Eiswein-Lese. Das Verhältnis Rotwein zu Weißwein liegt bei 88:12 Prozent. Hauptsorten sind Schwarzriesling (46 Prozent), Trollinger (11), Lemberger und Samtrot (je 8) sowie Riesling (6 Prozent); es werden aber auch weiße Burgunder, Gewürztraminer, Sauvignon blanc sowie Cabernet-Sorten angebaut.

Lauffen und Mundelsheim zusammen verfügen nun über ein Rebfläche von 858 Hektar, davon 106 ha terrassierte Steillagen. Damit ist Lauffen die größte Steillagen-Genossenschaft in Württemberg. Das Wachstum werde sich bestimmt moderat fortsetzen, glaubt Ulrich Maile: "Uns liegt ein Packen Bewerbungen von Wengerten vor, die gerne Mitglied bei uns werden wollen." Doch zunächst müsse die Fusion "verarbeitet" werden.

Die Qualität der Lauffener und Mundelsheimer Weine wird von zahlreichen Auszeichnungen belegt. Neben dem Sieg im europäischen VINUM-Genossenschaftscup gab es den ersten und dritten Platz beim Deutschen Rotweinpreis, den zweiten Platz im Focus-Weintest, den Sieg beim Deutschen Lemberger-Preis "Vaihinger Löwe" den Jungwinzerpreis des Weinbauverbandes sowie verschiedene Spitzenplatzierungen bei der ARTVINUM und der Berliner Weintrophy, bei Mundus Vini und Selection etc. Außerdem wurde Lauffener Wein zum dritten Mal beim Filmfestival Berlinale kredenzt.  


Lauffener Weingärtner eG
Die Lauffener Weingärtner eG ist nach der Fusion mit der WG Mundelsheim mit einer Rebfläche von 858 ha und 1174 Mitgliedern sowie einem Umsatz von 22,7 Millionen Euro die größte Einzelgenossenschaft im Weinanbaugebiet Württemberg. Bei 106 ha verfügt Lauffen über die größte terrassierte Steillagenfläche in Württemberg. In den Großlagen Kirchenweinberg und Schalkstein sowie den Einzellagen Katzenbeißer, Käsberg, Mühlbächer und Rozenberg wachsen vor allem Schwarzriesling, Trollinger, Samtrot, Lemberger und Riesling. Der "Katzenbeißer" ist bei den Verbrauchern in ganz Deutschland der bekannteste Württemberger Wein. Das Verhältnis Rotwein zu Weißwein beträgt 88:12 Prozent. 75 Prozent der Weine wurden über den Lebensmittel-Einzelhandel, 15 Prozent über den Fachhandel abgesetzt.

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