Versicherungstipps für den Hotelier: Absicherung von Finanzierungen
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Versicherungstipps für den Hotelier: Absicherung von Finanzierungen

04.08.2013 | Mosaic Versicherungsmakler GmbH
Planungen von Neu- / An- oder Umbauten oder zumindest regelmäßige Modernisierungsmaßnahmen gehören für den innovativen Hotelier im 4-/5-Sterne-Segment nahezu zum Tagesgeschäft. Um notwendige Bankfinanzierungen und staatliche Förderungen zu erhalten, werden für Planung und Rentabilitätsberechnungen keinerlei Mühen gescheut und Beratungsunternehmen, Steuerberater und Architekten oftmals über Jahre hinweg beschäftigt. Ist der Kredit dann mal bewilligt, das Vorhaben umgesetzt und die Startphase überstanden, wartet häufig schon das nächste Projekt …
Und  wenn was dazwischen kommt? Wenn der eigene Körper nicht mehr so will wie der Kopf? Jedes Jahr erleiden 250.000 Deutsche einen Schlaganfall, ca. 450.000 erkranken an Krebs … Sie vermuten richtig: diese Liste ließe  sich beliebig fortsetzten und wird daher gerne verdrängt. Es trifft aber nicht immer die anderen, …  und selbst jüngere Jahrgänge sind zunehmend davon betroffen.

Je nach Betriebsstruktur, wirkt sich der Totalausfall des Chefs  schon nach mehr oder weniger kurzer Zeit auf die finanzielle Leistungsfähigkeit des Betriebs aus. Erstaunlicherweise berücksichtigen Banken die biometrischen Risiken bei der Kreditvergabe kaum: regelmäßig ist zwar die Kapitallebensversicherung anzutreffen - aus Kostengründen aber häufig nur zu einem Bruchteil des gewährten Darlehens oder sogar auf Ehegatten / Kinder abgeschlossen. Die Bank hat ja im schlimmsten Fall noch die Hypothek … Mit verantwortungsvoller Vorsorge hat dies sehr wenig zu tun!

Die tatsächliche, persönliche Absicherung des Hoteliers beschränkt sich damit häufig auf 2.000 - 3.000 EUR Krankentagegeld / Monat, im Idealfall ergänzt um eine Berufsunfähigkeitsrente in bestenfalls gleicher Höhe. Beide Varianten taugen weder zur langfristigen Absicherung fortlaufender betrieblicher Verpflichtungen, noch zum Aufrechterhalten des gewohnten privaten Lebensstandards.

Nur eine Hand voll Versicherer bieten überhaupt die Absicherung von Betriebskosten für Hoteliers an:

Betriebsunterbrechung aufgrund Krankheit
Hier wird ein fixer Betrag (z.B. 10.000 EUR / Monat) für ein Interimsmanagement oder die Einstellung einer Ersatzkraft für den Fall vereinbart, dass die versicherte Person (= Hotelier oder andere Schlüsselperson, z.B. Chefkoch oder Direktor) aufgrund Krankheit dauerhaft ausfällt.

Zum Nachweis genügt i.d.R. die ärztliche AU-Bescheinigung. Der Beitrag bestimmt sich über Karenztage und Leistungsdauer: 10.000 EUR Versicherungssumme / Monat kosten für einen 48-jährigen bei 42 Karenztagen ab ca. 100 EUR / Monat (12 Monate Leistungsdauer).

Schwere Krankheiten / Dread-Disease-Absicherung
Im Gegensatz zur Berufsunfähigkeitsversicherung wird keine laufende Renten- sondern eine Einmalzahlung (z.B. 1.000.000 EUR) bei Eintritt einer der versicherten Krankheiten vereinbart. Derzeit ist der Einschluss von max. 43 schweren Erkrankungen möglich, neuerdings auch psychische Krankheiten. Auf Wunsch besteht lebenslanger (!) Versicherungsschutz.

Während die Feststellung und Durchsetzung von Berufsunfähigkeitsansprüchen oftmals länger als ein Jahr beansprucht und damit eine finanzielle Durststrecke bedeutet, leistet die Dread-Disease-Police innerhalb eines Monats nach Diagnose einer der Krankheiten durch einen Facharzt. Ob die berufliche Tätigkeit beeinträchtigt wird, ist nicht relevant. (Beispiel: Mann 41; Versicherungssumme 250.000 EUR; Laufzeit 25 Jahre; ca. 220 EUR Monatsbeitrag)

Körperschutzpolicen / Grundfähigkeitsabsicherung
Neuerdings werden auch sogenannte Grundfähigkeits- oder Körperschutzpolicen angeboten, die neben Rentenzahlungen ebenfalls höhere Einmalsummen zulassen. Im Fokus stehen elementare körperliche und geistige Fähigkeiten, wie z.B. der Gebrauch der Hände, eines Armes, das Gehen, Knien, Bücken, Sprechen und Hören, sowie intellektuelle Gedächtnisleistung, Gleichgewichtssinn oder die gesundheitliche Befähigung zum Autofahren.

Der Vollständigkeit halber seien auch noch Risikolebens- und Unfallversicherung erwähnt. Den Königsweg gibt es übrigens nicht - aber bei geschickter Kombination und in der richtigen Relation  zu vorhandenen Finanzierungsverpflichtungen wird ein Höchstmaß an Sicherheit auch für den hoffentlich nie eintretenden Ernstfall erzielt.

FAZIT:  Die ganzheitliche Absicherung betrieblicher Schlüsselpersonen muss von Anfang an in Finanzierungs- und Vorsorgeplanungen ausreichend berücksichtigt werden und ist in der aufgezeigten Form wohl nur von spezialisierten, unabhängigen Versicherungsmaklern zu leisten.

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