Naturkatastrophen - Versicherungsschutz bald nicht mehr bezahlbar?
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Naturkatastrophen - Versicherungsschutz bald nicht mehr bezahlbar?

05.10.2014 | Mosaic Versicherungsmakler GmbH
Jahrhunderthochwasser im Osten Deutschlands, Starkregen mit Überschwemmungen in NRW, Wirbelstürme in Mitteleuropa – man muss kein Wissenschaftler sein, um zu erkennen, dass sowohl Intensität witterungsbedingter Naturkatastrophen als auch deren Häufigkeit zunehmen. Da wundert es nicht, dass die Angst vor Naturkatastrophen gemäß einer Umfrage von R+V (2010) bei den Deutschen mittlerweile gleich nach finanziellen Sorgen rangiert
Bekanntermaßen keine rein deutsche Entwicklung: während es beispielsweise vor gut 30 Jahren weltweit etwa 100 größere Überschwemmungen pro Jahr gab, sind es mittlerweile rund 350 – für Stürme gilt der Faktor 2,5.

Und obwohl nur ungefähr ein Viertel aller Deutschen Versicherungsschutz für Elementarereignisse dieser Art vorhalten, sind die finanziellen Folgen für die Versicherungswirtschaft heute schon immens: aufgrund milliardenhoher Schadenszahlungen stehen spürbare Beitragssteigerungen – soweit noch nicht erfolgt – unmittelbar und wohl mit zunehmender Regelmäßigkeit bevor.

Info: Was zählt zu Elementarschäden?
  • Überschwemmung (Starkregen / Ausuferung natürlicher Gewässer),
  • Erdbewegung (Erdbeben, -senkung, - rutsch)
  • Schneedruck-/rutsch, Lawinen
  • Vulkanausbruch

Noch ist der Versicherungsschutz allerdings bezahlbar: für 20 Mio. EUR Versicherungssumme (Gebäude / Inventar / Betriebsunterbrechung) muss man für „Normalrisiken“ je nach Versicherer 3.000 – 6.000 EUR Jahresbeitrag einplanen. Trotz sinkender Margen in der Hotellerie sind solche Aufwendungen im Gegensatz zu Naturereignissen jedoch kalkulierbar.

Liegt es nun an mangelnder Beratungskompetenz der Berater oder an der Risikofreudigkeit der Hoteliers, dass nur ein Bruchteil der Betriebe in diesem Bereich Vorsorge trifft? Ist die Argumentation, „so einen Schaden hat es seit Generationen nicht bei uns gegeben“ bei existenziellen Gefahren wirklich überzeugend?

Könnte man dann nicht für das Feuerrisiko ähnlich argumentieren? Kann man die finanzielle Verantwortung auch für alle Beschäftigten im Betrieb übernehmen? Betragen nicht häufig die Kosten der Vollkaskoversicherungen für den Hotelfuhrpark ein Vielfaches der o.g. Versicherungsprämie?

Wer sich nun also mit dem Gedanken trägt, Versicherungsschutz für Elementarereignisse einzukaufen, sollte genau hinsehen:


1. ohne Selbstbehalt ist kaum Versicherungsschutz zu bekommen – aber auch dieser kann variieren: häufig zwischen 500 und 10.000 EUR je Schaden.

2. nur sehr wenige Versicherer ersetzen den Totalschaden: die Höchstentschädigung ist bei fast allen frei erhältlichen Konzepten auf 2,5 Mio. EUR begrenzt – das mag für einen Hochwasserschaden ausreichen, spätestens beim Erdbeben folgt das finanzielle Desaster. Ein großer süddeutscher Versicherer limitierte die Gesamtentschädigung eines Naturereignisses aller bei ihm versicherten Risiken auf lächerliche 100 Mio. EUR.

3. Nicht immer sind in den Elementarangeboten der Versicherer alle Risiken gedeckt: oftmals ist Überschwemmung extra „zu buchen“ oder es wird sogar zwischen dem Einschluss von Starkregen und „Ausuferung natürlicher Gewässer“ unterschieden.

4. Wer sich bei Sturmschäden die Diskussion um Windstärken ersparen möchte, sollte lieber Konzepte wählen, die auch unterhalb der gängigen Entschädigungshürde (Windstärke 8) leisten.

5. Generell sollte man sich für Elementarereignisse auch konkret mit dem Versicherungsschutz für Grundstücksbestandteile und Gebäudezubehör beschäftigen. Häufig gibt es hier empfindliche Einschränkungen. Spitzenkonzepte sind in diesem Bereich beim Versicherer direkt kaum frei erhältlich. Wer auf existenzielle Experimente verzichten möchte, lässt sich sinnvollerweise gleich vom Hotelspezialisten beraten.

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